Christian Trapp trainiert Waldaschaff

Hessenligist KSV hat seinen neuen Coach in den eigenen Reihen gefunden

Ringen
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Christian Trapp, neuer Trainer des KSV Waldaschaff.
Foto: KSV Waldaschaff
Die En­de Mai auch for­mal be­en­de­te Trans­fer­pe­rio­de im Rin­gen ist beim KSV Wal­da­schaff ziem­lich un­auf­ge­regt über die Büh­ne ge­gan­gen. Zwar hat sich der Ka­der des Hes­sen­li­gis­ten für die Sai­son 2022 et­was ver­b­rei­tert, doch bei der wich­tigs­ten Per­so­na­lie wur­de man in den ei­ge­nen Rei­hen fün­dig:

Christian Trapp ist neuer Trainer des Kraftsportvereins Bavaria. Der musste sich in der Mattenecke anders aufstellen, weil der bisherige Coach zu einem Ligakonkurrenten wechselte.

Nachfolger von Dominik

Denn Trainer Thorsten Dominik ist zum AC Goldbach - und damit im Grunde zu seinen sportlichen Wurzeln - zurückgekehrt. Der 44-Jährige, der 2004 deutscher Meister im Freistil-Bantamgewicht war und vier weitere DM-Medaillen holte, begann seine Karriere zwar in Haibach, kam aber schon als Zehnjähriger zum Athletik-Club Bavaria.

Mit der Jugendmannschaft der Goldbacher wurde Dominik zweimal deutscher Vizemeister. Inzwischen ist der AC Goldbach als einstiger Serienmeister der Männer zwar weit von früheren Triumphen entfernt, hat sich nach einem Neuanfang aber wieder in der Hessenliga etabliert. Eine Klasse, die auch die Waldaschaffer derzeit ihrem Niveau entsprechend für richtig halten.

Das sieht unter anderem Christian Trapp so. Der zweite Vorsitzende des Vereins ist auch der neue Trainer. »Nachdem uns Thorsten mitgeteilt hat, dass er nach Goldbach geht, haben wir uns zunächst extern auf die Suche nach einem Nachfolger gemacht«, blickt Trapp ein paar Monate zurück. Man habe aber »festgestellt, dass nicht so viele Trainer auf dem Markt sind. Wir hatten zwar Gespräche mit einigen Kandidaten, es hat aber bei keinem geklappt. Da mussten wir eine andere Lösung finden.«

Diese Lösung fand man intern - mit Trapp selbst. Er, wie sein Vorgänger Dominik 44, rang früher selbst jahrelang in der Oberliga und eine Saison lang auch in der 2. Bundesliga, immer für Waldaschaff. Bei der Bavaria beendete er vor acht Jahren seine Karriere, half selbst im Jugendtraining des Vereins mit und coachte die Aktiven vor einiger Zeit auch mal an der Seite von Joachim Sauer.

Nun hat Trapp bei den Waldaschaffern nicht nur qua Vorstandsamt, das er parallel weiter ausüben wird, eine zentrale Funktion inne. An der Zusammenstellung des Hessenliga-Kaders für die Ende September beginnende Saison (wobei der KSV Waldaschaff am ersten Kampftag frei ist und erst am 1. Oktober in Seeheim in die Runde startet) hat er ebenfalls mitgewirkt.

»Wir haben keinen Abgang«, freut sich der neue Coach über Konstanz im Team. Dem gehört zum einen nun Fliegengewicht Kai-Oliver Görisch wieder fest an - in der Vorsaison rang er bei den Unterfranken lediglich als Gastringer, da die FSV Münster ihr Team kurz vor Saisonbeginn zurückgezogen hatte und Görisch eigentlich dort eingeplant gewesen war.

Zum anderen erweitern Jakob Grimm (57 Kilo), Turan Hansanli (71 Kilo) und Emre Sahin (98 Kilo) die Möglichkeiten. Dabei handelt es sich nicht um externe Zugänge, sondern um Wiedereinsteiger oder Athleten, die bislang ausschließlich im Trainingsbetrieb auf die Matte gingen.

Kein erneuter Aderlass

Einen erneuten Aderlass wie nach der letzten Vor-Corona-Saison 2019 (2020 fiel die Hessenliga-Runde ganz aus, 2021 wurde sie nach dem ersten Rückrunden-Kampftag abgebrochen), als Leistungsträger wie Jakob Eich, Gleb Yermolayev und Mateusz Kasprzak den Verein verließen und zudem Lukas Brehm seine Laufbahn beendete, muss der KSV Waldaschaff diesmal nicht verkraften. Oberliga-Fantasien hegt der Hessenligist dennoch nicht. »Wenn wir im Mittelfeld landen, ist das in Ordnung«, schaut Christian Trapp voraus. Der Ausblick in die fernere Zukunft sieht aber recht vielversprechend aus: In Waldaschaff kommen bis zu 30 Nachwuchsringer ins Training.

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