Donnerstag, 01.10.2020
75 Jahre Main-echo Main-Echo Startseite

AC Goldbach ist vorzeitig Meister: Der Nord-Ost-Verbandsligist gewinnt in Fulda und profitiert von der Kleinostheimer Niederlage

Ringen
Kommentieren
2 Min.

Sie müssen sich anmelden um diese Funktionalität nutzen zu können.

Der Dieburger Salman-Ali Qureshi (rot) schulterte den Seeheimer Hüseyn Gürol (blau).
Foto: Jens Dörr
In den hessischen Ringerklassen, wo inzwischen nur noch die beiden Verbandsligen im Kampfbetrieb sind, sind am vorletzten Kampftag der Saison 2019 die letzten zwei Entscheidungen gefallen: Der AC Goldbach sicherte sich - eine Woche früher als erwartet - die Meisterschaft in der Nord-Ost-Gruppe und darf nächstes Jahr in der Hessenliga auf die Matte gehen.

Der KSV Rimbach II stellte Platz eins in der Süd-West-Gruppe sicher und geht ebenfalls hoch. Die ASV Dieburg vermeldete einen neuen Trainer. Oberligist TSV Gailbach verlor seinen Nachholkampf in Rimbach.

Der Sieg der Goldbacher beim RSC Fulda war eingeplant und fiel beim 26:3 sogar noch etwas höher aus als erwartet. Interessanter als der Blick auf diese Pflichtaufgabe des AC Bavaria war derweil jener auf das Verfolgerduell zwischen dem RSV Elgershausen und dem SC Kleinostheim II. Die Kleinostheimer hätten das Titelrennen im Falle eines Siegs noch bis zu den letzten Kämpfen am kommenden Freitag offen halten können, verloren bei den rechnerisch nicht mehr mit Chancen versehenen Elgershäusern aber mit 12:17. Aus dem erweiterten Bundesliga-Kader standen diesmal nur Viktor Terzi und Tim Zewetzki in der Kleinostheimer Formation. Im Schlüsselkampf unterlag Sportclub-Ringer Luca Morhart gegen Fabian Hügues nach vollen sechs Minuten mit 7:9.

Die Goldbacher durften sich nicht nur zeitgleich über die Meisterschaft freuen, sondern auch über die Rückkehr auf die größere regionale Ringerbühne: Von Saisonbeginn an hatte der Verein deutlich gemacht, im Falle des ersten Platzes den Hessenliga-Aufstieg antreten zu wollen. Dafür hatte man sich im Frühjahr - bei nur einem Abgang - auch mit Sinan Güvener, Ali Hussaini, Endre-Zalan Bodo und Timo Könne verstärkt. Besonders Güvener, Bodo und Könne präsentierten sich in der Verbandsliga als Siegringer. Ebenfalls wichtig für die Erfolgsgeschichte: Die sportliche Hinrunden-Niederlage gegen den SC Kleinostheim II wurde wegen zweier zuvor in der Bundesliga eingesetzter Athleten nachträglich in einen Goldbacher Sieg umgewandelt. Am Freitagabend wird der Goldbacher Heimkampf gegen den AV Alzenau zum Schaulaufen mit Party.

Neuigkeiten zur Trainersuche

Positiv dürfen auch die Verbandsligisten KSC Krombach und ASV Dieburg die Saison resümieren. Beide haben sich für die Landesliga qualifiziert. Die Krombacher kamen in ihrem letzten Saisonkampf am Samstag allerdings nicht über ein 15:15 gegen den KSC Hösbach II hinaus. Die Dieburger gewannen ihren vorletzten Kampf gegen den KSV Seeheim II mit 17:11. Insbesondere die Schultersiege von Salman-Ali Qureshi und Luka Mai halfen der Athletik-Sportvereinigung dabei weiter. Vor allem aber gaben die Dieburger Neuigkeiten zur Trainersuche bekannt: Mit Blick auf den Landesliga-Coach 2020 deutet vieles auf HRV-Trainer Bernd Fröhlich hin. Der Groß-Zimmerner hat in den vergangenen Wochen bereits einige Trainingseinheiten der Dieburger geleitet; bei den Kämpfen fungiert offiziell aber noch Ringer Ali Celebi als Interimscoach. »Wir sind auf gutem Weg, uns mit Bernd Fröhlich auf eine Zusammenarbeit im neuen Jahr zu einigen, bei der er dann auch bei den Ligakämpfen anwesend sein wird«, deutete ASV-Vorsitzender Hubert Hiemenz am Samstagabend eine baldige Lösung der wichtigen Personalfrage an.

Für den TSV Gailbach, der bei Oberliga-Vizemeister KSV Rimbach einen Nachholkampf bestritt, endete die Runde mit einer 7:27-Niederlage. Monir Ahmadi, Christian Schöfer und Ahmad Ahmadi punkteten für die Gailbacher, deren dritter Platz - als Aufsteiger ein echtes Ausrufezeichen - schon länger festgestanden hatte.

Im Vorkampf der Oberliga-Begegnung hatte der KSV Rimbach II gegen einen diesmal schwach besetzten ASV Schaafheim II keine Mühe und sicherte sich durch ein 26:4 die Meisterschaft. Der Hessische Ringer-Verband dürfte sich besonders darüber freuen, dass die Rimbacher Oberliga-Reserve wie auch Verbandsliga-Nord-Ost-Meister AC Goldbach den Aufstieg in die Hessenliga antreten will. »Wir steigen in die Hessenliga auf, das sind wir unseren Sportlern schuldig«, versprach Rimbachs Vorsitzender Stefan Eckert.

Kommentare

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie angemeldet und Ihre E-Mail Adresse bestätigt sein!


Benutzername
Passwort
Anmeldung über Cookie merken
laden

Artikel einbinden
Sie möchten diesen Artikel in Ihre eigene Webseite integrieren?
Mit diesem Modul haben Sie die Möglichkeit dazu – ganz einfach und kostenlos!