»Vielfalt als Stärke« - Martin Schwarzkopf über die breitgefächerte Sportwelt am Untermain

Endspurt - Die Sportkolumne zum Wochenende

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Symbolbild: Ausdauersport (Wintercross)
Foto: Tobias Kleinschmidt (dpa)
Weniger Erstklassigkeit, dafür mehr Vielfalt in der Sportwelt am Untermain: In seiner Samstagkolumne Endspurt erklärt Main-Echo-Chefredakteur und Sportchef Martin Schwarzkopf diesmal, warum das breite Sportangebot in seinen Augen ein Gewinn für die Region ist.

Bli­cken wir mal oh­ne je­den An­spruch auf Voll­stän­dig­keit auf die nächs­ten bei­den Wo­che­n­en­den in der Sport­re­gi­on im Main­vier­eck: In Gold­bach sind an die­sem Wo­che­n­en­de die Mo­to-Cros­ser un­ter­wegs, die ei­ne Wo­che spä­ter in Straß­b­es­sen­bach (bei­des Kreis Aschaf­fen­burg) ein wei­te­res Gro­ße­vent ver­an­stal­ten. In Kleinheubach brodelt das Wasser des Mains, wenn die Kanuten nach zweijähriger Corona-Pause wieder ihr Können demonstrieren. In Aschaffenburg startete das Sportwochenende bereits mit Viertligafußball. In Klingenberg (Kreis Miltenberg) wird beim Wika-Lauf getestet, wie viel Wärme schnelle Ausdauersportler vertragen. Und American Football wird auch noch gespielt, am 31. Juli im Stadion am Schönbusch mit den Aschaffenburg Stallions.

Bei einer oberflächlichen Betrachtungsweise könnte man auf die Idee kommen, dass der Sport in der Region in den vergangenen Jahrzehnten an Bedeutung verloren hat: Es gibt keinen Handball-Erstligisten mehr, keinen Fußball-Zweitligisten, keine Erstligisten mehr im Frauen-Basketball, im Frauen-Volleyball oder im American Football. Eine solche Einschätzung lässt sich dennoch nicht halten, denn die Sportregion ist lebendiger und vor allem vielfältiger denn je - und genau diese Vielfalt ist eine große Stärke.

Es gibt nach wie vor hervorragende Individualsportler: Bei den Schwimmern, etwa beim SSKC Poseidon, leistet das Team um Trainer Tom Ehrhardt herausragende Arbeit. Bei den Ringern wird nicht nur im Leistungszentrum in Aschaffenburg und bei den Erstligisten in Hösbach und Kleinostheim ein exzellenter Job gemacht. Die Radsportler aus dem Kreis Main-Spessart sorgen immer wieder für positive Schlagzeilen. Und das derzeit wohl größte deutsche Fußball-Talent stammt mit Tom Bischof (TSG Hoffenheim) aus dem Kreis Miltenberg.

Und auch die Mannschaften aus der Region haben es verdient, dass wir in der nunmehr beginnenden Saison als Sportfans häufiger mal bei ihnen vorbeischauen. Beim TV Großwallstadt, bei Viktoria Aschaffenburg, bei Bayern Alzenau, bei den fünf Fußball-Landesligisten - überall wird ehrenamtlich gerackert, überall passiert viel Spannendes, überall verdient man sich mit harter Arbeit die Aufmerksamkeit des Publikums.

Sport ist viel mehr als das, was ganz oben in der olympischen oder professionellen Spitze angeboten wird. Sport lebt von der Förderung von Kindern und Jugendlichen, von der Begeisterung an der Bewegung. Diese wird tagtäglich überall im Mainviereck gelebt - und das ist genau richtig so.

»Endspurt« ist die Samstagkolumne der Main-Echo-Sportredaktion. Wir schreiben hier über Großes und Kleines aus der Welt der Bewegung.
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