»Kurs halten« - Ein Kommentar von Roman Grombach zum Wechsel im Viktoria-Vorstand

Wie geht es nach Manfred Fleckenstein weiter?

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Viktoria Aschaffenburg - SV Darmstadt 98
Aschaffenburg, Stadion am Schönbusch, Fußball-Testspiel: Viktoria Aschaffenburg Viktoria-Fahne Foto: Petra Reith
Foto: Petra Reith
Die Er­war­tun­gen im Um­feld von Vik­to­ria Aschaf­fen­burg sind tra­di­tio­nell ein we­nig höh­er, als dass die Re­gio­nal­li­ga Bay­ern lang­fris­tig das Ziel sein kann. Doch in den vergangenen Jahren hat es der Verein geschafft, den aktuellen Status quo als langsam wachsender Amateurverein mit der langfristigen Vision Profifußball vernunftbegabt zu verknüpfen. Ein entscheidender Mann dabei war bislang Manfred Fleckenstein, schreibt Roman Grombach in seinem Kommentar

Der unaufgeregte Vorstandssprecher Fleckenstein behielt die Finanzen des Vereins im Blick und verstand es, die finanziellen Möglichkeiten nachvollziehbar so zu verkaufen, wie sie aktuell eben sind: überschaubar. Nicht zuletzt durch die Pandemie gebremst, ging der gewünschte Fortschritt am Schönbusch deutlich langsamer voran als geplant oder allgemein erhofft.

Spannender Abgang

Durch Fleckensteins Abgang wird es nun spannend, ob die Viktoria den eingeschlagenen Weg weitergeht oder ob doch vermehrt Ungeduld Einzug hält. Dass es bei den Weiß-Blauen auch Mitglieder gibt, die den Aufstieg in die 3. Liga gerne mit mehr finanziellem Risiko etwas schneller anpeilen würden, ist kein Geheimnis. Und generell ist es auch gut, wenn in einem Verein unterschiedliche Herangehensweisen diskutiert werden. Solange eben ein Gleichgewicht herrscht, um zu einem gesunden Mittelweg zu gelangen.

Gleiche Marschrichtung

Fleckenstein selbst ist sich sicher, dass sich unter seinen Nachfolgern nicht viel ändern wird. Der neue Vorstandssprecher Sven Schmidt-Tudl, der auch die Finanzen übernehmen soll, sei als Unternehmer für den Job bestens geeignet. Vom neuen Verwaltungsrat würden als Kontrollinstanz die richtigen Fragen gestellt. Das war Fleckenstein wichtig, um beruhigt abzutreten.

Sollte sich seine Hoffnung erfüllen, und sich wirklich wenig an der Marschrichtung ändern, wäre der Weg der Viktoria weiterhin der richtige. Unabhängig von einzelnen Personen und Namen geht es schlicht um die Zukunft des Vereins. Denn nur mit Geduld und ohne finanzielle Luftnum- mern kann die Professionalisierung langfristig gelingen.

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