Mittwoch, 20.02.2019

Kommentar von Manfred Weiß: TVG hat große Chance vertan!

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Der TV Großwallstadt ist dabei, sich als Verein insgesamt professioneller aufzustellen. Doch sportlich hinkt der Traditionsverein bei der Niederlage gegen Hamm-Westfalen den Aktivitäten des Managements hinterher, meint Main-Echo-Sportchef Manfred Weiß.

Erst­mals strahl­ten am Sams­tag in der El­sen­fel­der Un­ter­main-Hal­le die neu­en, dy­na­mi­schen LED-Ban­den Licht und Wer­be­bot­schaf­ten aus. Was der TVG dann auf dem Par­kett bot, pass­te nicht so recht zu dem Pro­fes­sio­na­li­sie­rungs­schub, den das Ma­na­ge­ment auch mit der an­ge­kün­dig­ten Er­höh­ung des Sai­so­ne­tats auf 1,6 Mil­lio­nen Eu­ro an­ge­sto­ßen hat­te.

Fahrig und unentschlossen

Eines vorneweg: Die Gäste aus Hamm-Westfalen können sich glücklich schätzen über etliche fragwürdige Entscheidungen der beiden Schiedsrichterinnen zu ihren Gunsten und zum Nachteil Großwallstadts. Das darf aber nicht den Blick darauf verstellen, dass der TVG über weite Strecken fahrig, unentschlossen und zu wenig siegeshungrig war - in einem schwächeren Zweitligaspiel, in dem beide Teams Mühe hatten, den Elan aus der Vorrunde aufzunehmen. Der Ausfall von Lars Spieß mit all seiner Wucht im Rückraum konnte nicht kompensiert werden. Vor allem der technisch und spieltaktisch hochbegabte Mario Stark blieb weit unter seinen Möglichkeiten. Lediglich Michael Spatz auf Rechtsaußen und Dino Corak am Kreis überzeugten. Das ist zu wenig für eine Mannschaft, die Erfolge nur über eine starke Teamleistung erringen kann.

Am Ende ohne Konzept

Das alles nutzte der keineswegs überzeugende Tabellenfünfte mit Cleverness in der letzten Viertelstunde des Spiels. Dabei hatten die Blau-Weißen beim Stand von 26:25 in der 50. Minute sogar die Chance, auf zwei Tore davonzuziehen. Ein freier Wurf am Kreis aber blieb ungenutzt. Das kann passieren. Dass die Mannschaft in der Folge jedoch völlig den Faden verlor und die Gäste ohne größere Mühe bis zum Schlusspfiff auf 30:26 umstellen konnten, wirkte befremdlich.

Schade! Durch einen Sieg, der bei mehr Konzentration und größerer mannschaftlicher Geschlossenheit möglich gewesen wäre, hätte der TVG der Konkurrenz im Abstiegskampf eine klare Ansage machen können. Zudem hat man es verpasst, vor 2200 Zuschauern die nach der WM offensichtlich gestiegene Handball-Begeisterung in der Region weiter zu befeuern. So bleibt als Trost: Das Team von Trainer Florian Bauer kann deutlich mehr!

Manfed Weiß

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