Samstag, 19.01.2019

Kommentar von Manfred Weiß: Sieg ohne Aussagekraft

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Die ausverkaufte Mercedes-Benz Arena.
Foto: Michael Kappeler

Die deut­sche Hand­ball-Na­tio­nal­mann­schaft hat zum WM-Auf­takt Ko­rea klar ge­schla­gen - und den­noch hat der 30:19-Kan­ter­sieg ge­rin­ge Aus­sa­ge­kraft, meint Main-Echo-Sportredakteur Manfred Weiß.

 Es ist oft­mals ei­ne un­dank­ba­re Auf­ga­be, ge­gen ei­ne kör­per­lich klar un­ter­le­ge­ne Mann­schaft sou­ve­rän spie­len zu müs­sen. Wie leicht aber sich das Prokop-Team durch die unorthodoxe Spielweise des Gegners und kleinliche Schiedsrichter-Entscheidungen aus dem Rhythmus bringen ließ, irritiert schon. Dabei hätte die Partie bei eigener 5:2-Führung eigentlich Trainingscharakter annehmen können. Das tat sie dann in Hälfte zwei, nachdem Coach Prokop seine übermotivierten und teils desorientierten Spieler in der Pause vorübergehend beruhigt hatte. Gleichwohl ließ das Team jede Abgeklärtheit vermissen.

Was bleibt an Erkenntnis? Außenspieler Uwe Gensheimer startete gut ins Turnier. Das ist wichtig, weil der Weltklasse-Handballer bei der EM 2018 enttäuscht hatte. Schlechter lief es für Patrick Groetzki, dem nach der umstrittenen Nichtberücksichtigung von Tobias Reichmann einzigen Rechtsaußen im Team. Unglücklich agierte auch Martin Strobel vom Zweitligisten Balingen-Weilstetten. Beides ist nach reichlich Chaos im Spiel Wasser auf die Mühlen derer, die Prokop wegen dieser Personalien kritisiert haben.

Manfred Weiß

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