Mittwoch, 19.12.2018

Kopfstoß von Burkard Nadler: Sabotage zur Geisterstunde

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Frank Rivas, unser Pizzabäcker. Foto: Burkard Nadler
Fotograf: Burkard Nadler
28.11.2017 Main-Echo Redakteur Burkard Nadler.
Fotograf: Victoria Schilde

Frei­ta­g­a­bend ist lan­ger Tisch­ten­nis-Abend. Oft sehr lang, vier Stun­den oder mehr kön­nen es sein. Neu­lich wie­der, im Be­zirks­li­ga-Spiel in Rech­ten­bach ge­gen echt net­te Gäs­te aus Grün­mors­bach, ist es weit nach 23 Uhr, als wir das Schluss­dop­pel und da­mit das gan­ze Spiel knapp 7:9 ver­lie­ren.

Ärgerlich, aber Ursachenforschung steht hintenan, wichtiger ist die Frage: Gibt es noch Getränke und vor allem Pizza in unserer Lohrer Stammkneipe? Wir sind schnell geduscht, kriegen noch die Top-Pizza im »Blues« kurz vor 24 Uhr. Kein Wunder, denn unser Teamkollege ist »der« Pizzabäcker. So rufen wir ihn auch, obwohl er Frank heißt und ein lustiger Kubaner ist, aber er erfüllt uns auch diesmal jeden Wunsch. Alles nochmal gut gegangen.

Plötzlich ist es dunkel

Aber es nervt, dass es fast immer so spät wird. Das haben sich am Freitag vor einer Woche vielleicht auch die Kollegen in der Landesliga Nordnordwest gedacht. Zwischen TV Marktheidenfeld und SV Hörstein II steht es 8:6, es laufen die beiden letzten Matches.

Da wird es plötzlich dunkel. In der Renkhoff-Halle ist das Licht ausgefallen!

Ein Schelm, der Böses denkt. Steckt hinter dieser zwielichtigen Panne ein ungeduldiger, durstiger und hungriger Spieler, der sein letztes Einzel vor über einer Stunde in den Sand gesetzt hat und endlich raus aus der Halle und rein in die Kneipe will? Sabotage, bevor in der Hädefelder Innenstadt komplett tote Hose ist?

Protest abgewiesen

Wir werden den Grund für diese dunkle (Viertel-)Stunde in der TVM-Tischtennis-Geschichte nie erfahren. Jedenfalls dauert es bis nach Mitternacht, bis wieder Licht da ist. Erst kurz nach der Geisterstunde gehen die Spiele weiter, der TVM gewinnt 9:6, der Spuk hat um 0.15 Uhr ein Ende.

Ob es danach noch irgendwo irgendwas zu futtern gegeben hat, wissen wir auch nicht, aber es ist sehr unwahrscheinlich.

Die Geschichte ist damit nicht zu Ende. Die Hörsteiner Spieler haben die Unterbrechung nicht lustig gefunden. Sie haben nach dem Blackout nur unter Protest weitergespielt und danach auch offiziell Einspruch gegen die Spielwertung eingelegt. Den hat der Spielleiter abgewiesen. Begründung: Für die Panne kann der TVM nichts, und 16 Minuten Pause seien zumutbar.

Das stimmt, 16 Minuten Unterbrechung sind auf den ersten Blick keine Zumutung. Aber wer nach einem langen Freitag hungrig und durstig ist... Der Aus-Knipser könnte aus beiden Lagern kommen.

Er bleibt unser Pizzabäcker

Bevor es also Nachahmer gibt: Graben wir nervösen Freitagabend-Saboteuren das Wasser ab. Lasst uns auf drei statt zwei Platten spielen, dann geht es schneller. Oder früher als 20 Uhr anfangen. Oder nur zwei statt drei Gewinnsätze spielen, oder oder.

Alles natürlich Träumerei, es hilft nur eines: Einen Gastronomen in die eigenen Reihen holen. Aber unseren Frank, den einzigen und wahren Pizzabäcker, geben wir nicht her!

Ihre Meinung zum Thema:lesermeinung@main-echo.de

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