Tuspo Obernburg stellt dem Favoriten ein Bein: Bei der HSG Pohlheim gelingt ein Überraschungssieg

Handball-Oberliga
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Philipp Klimmer überzeugte beim Obernburger Coup in Pohlheim mit elf Treffern. Foto: Stefan Gregor (Archiv)
Foto: Stefan Gregor
Dank ei­ner star­ken Leis­tung kam die Tus­po Obern­burg mit ei­nem Über­ra­schungs­sieg aus Pohl­heim zu­rück. Da­bei war der jet­zi­ge Ta­bel­len­drit­te der ab­so­lu­te Fa­vo­rit in die­ser Be­geg­nung. Die SG RW Ba­ben­hau­sen hin­ge­gen hat­te auch in Wet­ten­berg das Nach­se­hen, spiel­te aber gut auf und ver­lor nur knapp.

HSG Pohlheim - Tuspo Obernburg 30:32 (13:19). - Sehr gut eingestellt fuhren die Obernburger zum Favoriten nach Pohlheim. Die ersten 15 Minuten verliefen sehr nervös und beide Mannschaften erlaubten sich viele Fehler. So langsam aber sicher bekamen die Gäste immer mehr Zugriff auf die körperlich präsenten Gastgeber. Trotzdem lag die HSG zu diesem Zeitpunkt noch mit 10:8 in Führung (17.). Dem bärenstark aufspielenden Philipp Klimmer und Francesco Wengerter gelang in der Folge der Ausgleich und ab diesem Zeitpunkt waren die Gäste tonangebend, ließen keine gegnerische Führung mehr zu. Das 13:13 sollte der letzte Ausgleich in der ersten Hälfte gewesen sein und mit einem Sechs-Tore-Lauf zog die Tuspo auf und davon und ging mit 19:13 in die Pause. In den letzten Minuten der ersten Halbzeit fanden die Pohlheimer kein Mittel mehr gegen den sehr effektiv aufspielenden Obernburger Angriff.

Das war sehr gut, was meine Mannschaft gezeigt hat.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Hausherren gut erholt aus der Pause zurück, holten auf und waren in der 38. Minute beim 18:20 wieder im Spiel. Tuspo-Trainer Tobias Milde zog die Reißleine und schickte Philipp Klimmer in den Rückraum und Benedikt Kern an den Kreis. Diese Umstellung fruchtete. Zwar verkürzte Pohlheim noch einmal bis auf einen Treffer (20:21 und 21:22). Aber Klimmer war nicht mehr aufzuhalten und sorgte schnell für das 28:24 (54.). Was Pohlheim auch probierte, die Tuspo ließ sich nicht nervös machen, hielt an ihrer Linie fest und kämpfte leidenschaftlich bis zum Schlusspfiff.

Tuspo Obernburg

Friedrich, Kiss; Klimmer 11/2, Raab 4, Bauer 3, Neeb 3, Kern 3, Göpfert 2, Schnabel 2, F. Wengerter 2, Karrer 1, Malik 1, L. Wengerter, Reus.

Der Jubel danach war groß und Tobias Milde freute sich für seine Jungs: »Sie haben sich den Sieg redlich verdient. Das war sehr gut, was meine Mannschaft gezeigt hat.« Mit nunmehr 13:19 Punkten schob sich die Tuspo auf den elften Tabellenplatz vor.

HSG Wettenberg - SG RW Babenhausen 34:31 (17:12). - Eine sehr gute Leistung zeigte die SG Babenhausen in Wettenberg. Am Ende wurde diese nicht belohnt, doch der Auftritt gibt Hoffnung für die kommenden Begegnungen.

Die Gäste hatten in der fünften Minute mit 4:2 die Nase vorn und hielten den Vorsprung bis zum 5:3. Auch beim 5:4 (7. Minute) waren sie noch vorne. In der Folge musste die SG aufgrund eines Wechselfehlers und Hinausstellungen in doppelter Unterzahl agieren. Die Wettenberger ließen sich nicht zweimal bitten, sondern drehten das Ergebnis zu ihren Gunsten. Bis zum 9:7 (15.) blieben die Gäste dran, doch anschließend zog die HSG bis zum 17:12-Pausenstand davon.

SG RW Babenhausen

Oldach, Schlett; Jusys 5, Drews 4, Krause, Horikawa, Kirchherr 6, Habenicht 2, Raschke, Sillari, Schmitt 5/1, Mann 9/4, Ratley, Buchinger.

Nach dem Wechsel warfen die Gäste noch einmal alles rein, steigerten sich und kämpften bis zum Umfallen. Doch in der Abwehr packten sie nicht mehr so zu, denn »die Zeitstrafen- und Siebenmeter-Regel-Auslegung der Schiris war der Grund«, so Caner Adanir von der SG. Auch die Hausherren hatten damit zu kämpfen. Beim 19:24 und 21:25 (46.) schöpften die Gäste noch Hoffnung, der Partie eine Wende zu geben. Als aber Marc Ratley in der 51. Minute nach drei Zeitstrafen Rot sah, musste die SG mit einem Mann weniger auskommen. Trotzdem wurde bis zum Schluss gekämpft, doch es reichte nicht mehr, um etwas Zählbares aus Wettenberg mit nach Hause zu nehmen.

Caner Adanir zog folgendes Fazit: »Mit etwas mehr Glück und ohne die vielen Zeitstrafen hätten wir eine Chance gehabt. Aber auf dieser Leistung können wir aufbauen.«

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