Mission Tabellenführung behaupten: Handball-Oberligist Kirchzell muss Auswärtsstärke zeigen

Handball-Oberliga
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Auf eine zupackende Abwehr müssen sich Kirchzells Brian Heinrich und sein Team auch im Gastspiel bei der MSG Umstadt/Habitzheim einstellen. Foto: Georg Hess
Foto: Georg Hess
Vor hohen Hürden stehen dieses Wochenende die beiden Oberligisten der Region. Der TV Kirchzell weiß um die Schwere, die ihn bei der MSG Umstadt/Habitzheim erwartet, die SG Babenhausen hat es daheim mit der ESG Gensungen/Felsberg nicht minder schwer.

Ober­li­ga Hes­sen, Män­ner (23. Spiel­tag): HSG Wettenberg - HSG Pohlheim, TV Hüttenberg II - HSG Kleenheim/Langgöns, MT Melsungen II - TSG Offenbach-Bürgel, TSG Münster - HSG VfR/Eintracht Wiesbaden, MSG Umstadt/Habitzheim - TV Kirchzell (Samstag, 19 Uhr), TuS Dotzheim - TV Büttelborn, SG RW Babenhausen - ESG Gensungen/Felsberg (Sonntag, 18 Uhr, Halle Joachim Schumann Halle Babenhausen).

Eine emotionale Aufgabe

MSG Umstadt/Habitzheim - TV Kirchzell. - Der TV Kirchzell hat vergangene Woche seine Tabellenführung erfolgreich verteidigt und will sie auch am Wochenende keinesfalls abgeben. Dass dies bei der MSG Umstadt/Habitzheim nicht einfach werden wird, ist dem Coach durchaus bewusst. »Umstadt hat gerade im letzten Spiel gegen Gensungen gezeigt, was es drauf hat. Entsprechend wissen wir, was auf uns zukommt.«

Hinzu kommt, dass sich die MSG sicher für die hohe 26:42-Hinspielniederlage revanchieren will. Damals lief für David Acic und Co. absolut gar nichts zusammen. Die Kirchzeller hingegen spielten wie aus einem Stück. Kunz: »Die wollen das sicher wieder gerade rücken, haben gegen den Tabellenführer nichts zu verlieren. Wir stellen uns auf eine emotionale, kämpferisch wichtige und schwere Aufgabe ein.«

Variable Abwehr

Spieler wie Acic, Sokicic, Justin Kraus, Seifert oder Marcel Bolling im Tor haben eine große individuelle Klasse. Der TVK muss sich auf zwei Abwehrsysteme einstellen. Die MSG spielt gerne eine 6-0-Deckung, beherrscht aber auch die 3-2-1-Variante. Gerade gegen den letzten Gegner Gensungen zeigte die MSG ihre Gegenstoß-Qualitäten. Aber Kunz sagt: »Es ist ja jetzt nicht so, dass wir ohne Selbstvertrauen dahin fahren.« Er baut auf »konsequente Abwehrarbeit« und die Vermeidung »unnötiger Gegenstöße«.

Er weiß, dass seine Jungs viele gute Auswärtsspiele gezeigt haben. Wenn der Meistertitel her soll, geht es ohnehin nur mit Auswärtssiegen. Doch er sagt auch: »Wir haben zu Beginn der Runde in Dotzheim, in Kleenheim, in Bürgel verloren und wir waren noch nicht in Wettenberg. Wir haben zwar viel auswärts gewonnen. Doch jetzt müssen wir zeigen, dass wir auch gegen Gegner, die in der Tabelle vorne stehen, auswärts gewinnen können. Dieser Aufgabe werden wir uns stellen.«

Donnerwetter beim Gegner

SG RW Babenhausen - ESG Gensungen/Felsberg. - Vergangenes Wochenende reichte es für die SG in Pohlheim nur zu einem Unentschieden. Doch SG-Trainer Oliver Schulz war trotzdem nicht unzufrieden. Diese Woche wartet erneut eine schwere Aufgabe auf den Tabellenachten, der im Moment ein ausgeglichenes Punktekonto (22:22) hat.

Die Hausherren empfangen den Tabellendritten Gensungen/Felsberg und dieser handelte sich zuletzt nicht nur eine Niederlage gegen Umstadt/Habitzheim ein, sondern auch eine Standpauke von Trainer Arnd Kauffeld. Er sprach von der schlechtesten Saisonleistung, von einem emotions- und körperlosen Auftritt seiner Mannschaft und nannte dies erbärmlich. Dieses Donnerwetter hat gesessen und Oliver Schulz rechnet damit, »dass die ESG mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch zu uns kommt. Das werden die sicher nicht auf sich sitzen lassen.«

Zwar läuft es bei den Gästen gerade nicht so wie gewünscht. Trotzdem hat der Kader eine sehr gute Qualität, einen starken Rückraum und gute Torhüter. Allerdings macht sich das Fehlen der beiden Kreisläufer Koch und Gerhold bemerkbar. Schulz ist sich aber sicher: »Die werden uns alles abverlangen. Wir müssen versuchen, über 60 Minuten das Tempo hoch zu halten. Denn Gensungen wird, wenn wir sie lassen, wie eine Bullenherde losstürmen und uns überrennen. Ich will den Gegner nicht stark reden, aber wir müssen ans Maximum gehen, um ihn in Schach zu halten.«

Der Coach sieht sein Team in der Außenseiterrolle und will keinen Druck aufbauen. Zwar kann die SG mit den 22 Punkten zufrieden sein. Ein paar mehr hätte sie trotzdem gerne. »Es wird ein intensives Spiel geben und wir müssen sehr viel investieren, brauchen Nehmerqualitäten. Unser Gast ist verunsichert und wir wollen in diese Verunsicherung Nadelstiche setzen.«

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