Meister-Streit im Frauenhandball: BVB verzichtet auf Klage

Dortmund (dpa)
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BVB-Präsident
Reinhard Rauball: «Wir führen keinen Prozess.».
Foto: Bernd Thissen/dpa
Im Streit um die verpasste Meisterschaft seiner Handballerinnen verzichtet Borussia Dortmund auf eine Klage gegen die Handball Bundesliga Frauen (HBF).

«Wir führen keinen Prozess, das ist ganz klar, aber es schadet dem Frauen-Handball. Das wollen wir klar und deutlich machen», sagte BVB-Präsident Reinhard Rauball dem TV-Sender Sky Sport News HD.

Anders als die Männer-Bundesliga hatte sich die HBF nach dem Abbruch der Saison wegen der Coronavirus-Pandemie entschieden, keinen Meister zu küren. Das verärgerte die BVB-Frauen, die bis zum Abbruch die Tabelle angeführt hatten. «Das ist für mich ein eklatanter Verstoß gegen Gleichbehandlung», sagte Rauball (73).

HBF-Chef Andreas Thiel verteidigte die Entscheidung. «Die Eishockey- und die Volleyball-Bundesliga oder internationale Ligen wie in Schweden oder auf dem Baltikum haben sich auch dagegen entschieden, einen Meister zu proklamieren», sagte der ehemalige Weltklasse-Torhüter der «Bild». «Wir haben uns als kleine Schwester der großen Ligen an die Vorgaben des Verbands gehalten. Ich habe da nirgendwo gelesen, dass ich einen Meister benennen muss.»

Der 60-Jährige kann dem Zoff sogar etwas Positives abgewinnen. «Ganz nebenbei freue ich mich, dass der Frauenhandball jetzt mal drei, vier Tage die Aufmerksamkeit bekommt, die er verdient», sagte Thiel bei Sky Sport News HD. «Wenn es auch im Wesentlichen ich bin, der die Prügel dafür kriegt.»

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