Donnerstag, 15.11.2018

»Wir haben viel Arbeit vor uns«

Dienstag, 11.09.2018 - 19:31 Uhr

Predrag Zuljevic, der neue Trainer der HSG Sulzbach/Leidersbach, muss eine Doppelbelastung meistern.

Mit Pre­drag Zul­je­vic hat sich die HSG Sulz­bach/Lei­ders­bach ei­nen Trai­ner ge­holt, der viel Er­fah­rung mit­bringt. 1991 führ­te den Kroa­ten sein Weg als Spie­ler nach Deut­sch­land zum TSV Nie­der-Mör­len. Nach sei­ner Kar­rie­re als Spie­ler stieg er ins Trai­n­er­ge­schäft ein. 2012 lan­de­te er Sulz­bach.

Neben seiner Trainertätigkeit bei der A-Jugend und der ersten Mannschaft, die damals dritte Liga spielte, unterstützte er die Sulzbacher Männer in der A-Liga als Spieler. Aktuell trainiert er auch die Frauen der HSG Dreieich in der Bezirksoberliga Offenbach-Hanau. Vor Beginn der Saison beantwortete er unserem Medienhaus ein paar Fragen.

Herr Zuljevic, wie überrascht waren Sie, als der Anruf der HSG kam?

Na ja, ich war schon überrascht. Allerdings muss ich sagen, dass ich seit meinem Weggang vor einigen Jahren immer in Kontakt mit Gunther Schwarzkopf stand. Wir haben uns regelmäßig ausgetauscht und letztlich ist er dran schuld, dass ich nun da bin (grinst).

Waren Sie gerade frei oder mussten Sie ein Engagement als Trainer auf die Schnelle beenden?

Weder noch. Ich bin nun in meiner dritten Saison bei der HSG Dreieich. Dort trainiere ich die Bezirksoberliga-Frauen. Der Verein ist super geführt, alles ist top. Nach dem Anruf von Gunther Schwarzkopf habe ich mit unserem Vorstand gesprochen, um eine Lösung zu finden.

Die jetzt heißt?

Dass ich beide Vereine trainiere. Montags und mittwochs trainiere ich in Dreieich. Dienstags und donnerstags in Sulzbach.

Gibt es keine Überschneidungen im Spielplan?

Doch, in der Vorrunde überschneiden sich drei, in der Rückrunde vier Spiele. Aber auch das ist bereits alles geregelt. Ich kann mich in beiden Vereinen auf meine Co-Trainer verlassen. Wenn ich einmal bei einem Spiel in Sulzbach/Leidersbach fehlen sollte, dann wird Stefan Menge für mich übernehmen. Aber die höhere Liga hat Priorität. Es wird nicht einfach und ich kann das nur stemmen, wenn beide Vereine an einem Strang ziehen. Doch ich denke, dass es gut gehen wird.

Wie schnell konnten Sie sich einen Überblick über die Mannschaft verschaffen, was Kraft, Ausdauer, Technik, Schnelligkeit angeht?

Es ist im Moment schwierig, da nicht alle Spielerinnen im Training sind. Wir haben einige Langzeitverletzte, die jetzt erst nach und nach wieder dazu kommen. Emily Röhl hat sich jüngst das Kreuzband gerissen und fällt Monate aus. Dann haben wir noch drei Schwangere im Team. Aber anhand der Übungsformen sehe ich schon, wie die Mädels unter Belastung reagieren. Wir werden jetzt noch ein Trainingslager organisieren. Wir müssen alle eng zusammen rücken und kämpfen.

Die HSG war in der vergangenen Saison schon abgestiegen. Wie lauten die Ziele für die kommende Runde?

Ganz klar: es kann nur der Ligaerhalt sein. Ich werde alles geben, um die Mädels schnell zu einer Einheit zu formen. Wir haben viel Arbeit vor uns. Disziplin gehört dazu. Wir müssen unsere Angriffe in Ruhe aufbauen, müssen auch in brenzligen Situationen sachlich bleiben. Dann werden wir sehen.

Wer sind Ihre Favoriten und wie stark ist heuer die Liga?

Kriftel, Oberursel und Nieder-Roden werden das Rennen unter sich ausmachen. Mit Fritzlar II, Wiesbaden und Bensheim/Auerbach haben wir drei Aufsteiger, die unberechenbar sind. Die Liga ist auf jeden Fall stärker als im vergangenen Jahr.

Am 16. September geht es mit einem Heimspiel gegen die Eintracht aus Wiesbaden los. Konnten Sie sich schon mit dem ersten Gegner beschäftigen?

Ja, ich habe mich schon informiert. Wiesbaden ist eine tolle Truppe. Wir müssen alles aufbieten, um zu gewinnen. Als Aufsteiger wollen sie natürlich gleich zeigen, was sie können. Es wird sehr schwer für uns werden. Schade, dass wir gleich zu Beginn viele Ausfälle haben, denn die Mädels ziehen gut mit und wollen unbedingt eine gute Runde spielen. Aber der Mensch ist von Natur aus ein Kämpfer und ich denke, die Mannschaft wird kämpfen.

Margot Staab
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