Druck ausüben, Erfahrung ausspielen: Wie der TSV Lohr die »Jungwölfe« aus Rimpar schlagen will

Handball
2 Min.

Kommentieren

Sie müssen sich anmelden um diese Funktionalität nutzen zu können.

Richtig gut drauf war das Lohrer Team nach dem Sieg im ersten Heimspiel vor zwei Wochen gegen Roßtal - Fortsetzung soll folgen. Foto: Armin Röder
Foto: Armin Röder
Der TSV Lohr er­hält bei sei­nem zwei­ten Heim­spiel in der Nord­staf­fel der Männ­er­hand­ball-Bay­ern­li­ga Be­such von den »Jung­wöl­fen« aus Rim­par.

TSV Lohr (5:1 Punkte, Platz 3) - SG DJK Rimpar II (2:4, Platz 4). - Samstag, 19.30 Uhr. - Gegen das Juniorenteam des Zweitligisten gab es im Oktober 2020 auch das letzte Heimspiel vor der einjährigen Corona-Pause, und damals trennte man sich nach einer spannenden Partie mit 19:19. Die Gäste sind nach Einschätzung von Lohrs Spielertrainer Maximilian Schmitt trotz der spielfreien Zeit weiter als damals: »Rimpar II hat jetzt einen stabilen eigenen Kader - ohne das ständige Rauf- und Runterwechseln zwischen den Ligen.«

Gerade bei Teams mit vielen U 23-Spieler und Mannschaften in verschiedenen Ligen ist das in der Tat eine erlaubte und gerne angewandte Taktik - einerseits um den Spielern möglichst viel Spielpraxis zu verschaffen, andererseits, um die verschiedenen Teams eines Vereins punktgenau zu verstärken. Auch diese Perspektiven haben dazu beigetragen, dass Maxi Schmitt den Gegner vom Samstag hoch einschätzt: »Das ist eine junge und gut ausgebildete Mannschaft, die - wenn sie in Fahrt kommt - ziemlich schwer zu bespielen ist. Sie sind stark im gebundenen Spiel und dabei sehr spielfreudig«.

Ausgleich kurz vor dem Ende

Aber das eröffne seiner eigenen Sieben auch Möglichkeiten: »Kriegt man genug Druck auf die jungen Spieler und hat man dann das Publikum im Rücken, wird es für sie schwierig.« Aber auch seinem Team attestiert der 29-Jährige eine gute Entwicklung: »Wir wollen weiter sein als letztes Jahr, und wir sollten das Stückchen cleverer sein und uns nicht den Schneid abkaufen lassen. Ein bisschen mehr Nachdenken in bestimmten Situationen, um einen Vorteil daraus zu ziehen« - Schmitt hat da sicher noch die Partie vor mehr als einem Jahr im Blick, als die »Jungwölfe« noch Sekunden vor dem Ende zum Ausgleich kamen.

Nur Seltsams Einsatz fraglich

Klar, dass seine Männer und er sich akribisch auf den Gegner, seine Stärken und sicher auch seine Schwächen vorbereiten: »In dieser Woche bereiten wir uns gezielt auf Rimpar vor und werden uns etwas einfallen lassen.« Die Woche zuvor gehörte dem individuellen Training und der medizinischen Abteilung, die nach der intensiven Partie gegen Haunstetten einiges zu tun hatte.

»Lukas Horky musste an der Wade behandelt werden und Bernardo Gomes hatte Probleme mit der Schulter, was aber nicht so schlimm ist.« Gravierender ist Markus Seltsams Trommelfellriss. Er konnte bis jetzt nicht trainieren, und es ist auch nicht sicher, dass er am Samstag dabei ist.

Der Coach ist aber dennoch zuversichtlich und hofft einmal mehr auf die Kulisse: »Ich möchte, dass wir wieder etwas besser sind als in den letzten Spielen, die immer eine kleine Steigerung hatten. Ich denke, wir werden gewinnen, weil wir nach dem letzten Heimspiel in der vollen Halle immer noch euphorisiert sind. Und ich erwarte, dass wir den nötigen Tick cleverer sind als der Gegner.«

Zahlen sprechen für Gastgeber

Der Tabellenstand spricht für Lohr, die Rimparer unterlagen im jüngsten Auswärtsspiel dem Titelfavoriten DJK Waldbüttelbrunn mit 22:26.

Jetzt 3G Plus

Für den zweiten Heimspieltag der Lohrer Handballer wurde eine Modifikation gegenüber dem ersten Spieltag vorgenommen: An diesem Samstag gilt die 3-G-Plus-Regel. Das heißt, die Zuschauer müssen entweder vollständig geimpft oder genesen sein oder einen negativen PCR-Test vorweisen können. Ferner müssen FFP2-Masken auch am Platz getragen werden. Die grüne Check-In-Karte, die vor vierzehn Tagen den Zuschauern mit Impf- oder Genesungsbestätigung ausgehändigt wurden, behalten ihre Gültigkeit.

Lohr am Samstag

Kader: Szábo (Tor), T. Scheiner (Tor), Gomes, Seltsam (?), L. Schmitt, J. Schmitt, M. Schmitt, Zehnter, Born, Horký, Wunn, Schwiederik, Röder. - Es fehlt: keiner. - Schiedsrichter: Behrens/Dechert (Flügelrad Nürnberg). - Anwurf: 19.30 Uhr. - Unser Tipp: 1.

Kommentare

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie angemeldet und Ihre E-Mail Adresse bestätigt sein!


Benutzername
Passwort
Anmeldung über Cookie merken
laden

Artikel einbinden
Sie möchten diesen Artikel in Ihre eigene Webseite integrieren?
Mit diesem Modul haben Sie die Möglichkeit dazu – ganz einfach und kostenlos!