Lohr gegen "Wabü": Bardina macht unfreiwillig blau

Handball: Spitzenspiel zwischen Lohr und Waldbüttelbrunn entscheidet über Titelgewinn in Bayernliga Nord-West

Handball
2 Min.

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Lohrer Trikots sind reißfest. Und Spielertrainer Maximilian Schmitt ist oft nur per Foul zu stoppen.
Foto: Armin Röder
Das Der­by Sams­tag zwi­schen TSV Lohr und DJK Wald­büt­tel­brunn dürf­te be­reits die Meis­ter­schaft der Männ­er­hand­ball-Bay­ern­li­ga (Staf­fel Nord-West) ent­schei­den.

TSV Lohr (15:3 Punkte, Platz 2) - DJK Waldbüttelbrunn (17:5, Platz 1). - Samstag, 19.30 Uhr, Nägelsee-Halle. - Das Spiel des Jahres also? »Nein, ein Spiel wie jedes andere«, will Lohrs Spielertrainer Maximilian Schmitt die Bedeutung der Partie nicht zu hoch hängen. »Klar, ein Derby ist etwas Besonderes. Aber Waldbüttelbrunn hat den Druck, nicht wir.«

Die Punkte gehen mit

Tatsächlich wird das Team aus dem Würzburger Speckgürtel Jahr für Jahr als Meisterfavorit und Kandidat für die Dritte Liga gehandelt, und immer ist mindestens eine andere Mannschaft ein Quäntchen besser. Und nun ist ausgerechnet der Unterfrankenrivale TSV Lohr drauf und dran, der DJK einen Strich durch die Rechnung zu machen. Zwar wird die Gesamt-Bayernliga-Meisterschaft nach Abschluss der Staffelrunden mit Playoff-Spielen entschieden. Aber die qualifizierten Teams nehmen die Punkte aus den Spielen gegen die anderen für die Meisterrunde qualifizierten Mannschaften der Staffel mit - und da wären 1:3 Punkte gegen Lohr bereits eine ziemliche Hypothek.

Die Lohrer hingegen können es deutlich entspannter angehen, denn die erfolgreiche Performance in dieser Saison hätten sicher die wenigsten erwartet, und die Teilnahme an den Aufstiegs-Playoffs bedeutet schon mal, dass man mit dem Abstieg nichts zu tun hat.

Feldverweis in letzter Minute

Der TSV hatte wie so viele andere in den letzten Wochen mit Corona zu tun, und so muss man sehen, wie fit die zuletzt betroffenen Jakob Röder und Ben Werthmann am Samstag sind. Auf Waldbüttelbrunner Seite wird auf jeden Fall Yannick Bardina fehlen, der in der letzten Partie der DJK gegen TSV Haunstetten (25:19) in der Schlussminute eine »blaue Karte« gesehen hatte und gegen seinen Ex-Verein, gegen den er in den letzten Jahren immer besonders stark agierte, fehlen wird.

Davon, dass das die Aufgabe der Lohrer automatisch leichter machen wird, möchte Maxi Schmitt auch nichts wissen: »Man weiß nie genau, wie sich so was auf andere Spieler auswirkt. Die DJK wird auf jeden Fall alles aufbieten und alles dafür tun zu zeigen, dass sie den Ticken besser ist als wir.« Er sieht den Gegner in Sachen Qualität der einzelnen Spieler vorne: »Es wird aber darauf ankommen, ob sie diese Qualität als Mannschaft auf die Platte bringen. In Sachen Geschlossenheit sehe ich uns mindestens auf Augenhöhe mit Waldbüttelbrunn.«

Er geht davon aus, dass seine Männer ohne Leichtsinn, mit Optimismus und dem klaren Wissen um den Matchplan, der jedem seine Aufgabe zuordnet, an die Sache herangehen - eben wie zuletzt gegen Erlangen-Bruck, als sie schon eine ziemliche Meisterleistung zeigten.

Immer mehr Zuschauer erlaubt

Beste Voraussetzungen also für ein Handballfest in der samstagabendlichen Nägelsee-Halle, in die diesmal sogar 400 Zuschauer eingelassen werden und mit der Maxi Schmitt mittlerweile seinen Frieden gemacht hat - zumal die Stamm-Spielstätte Spessarttorhalle als Notunterkunft für Ukraine-Flüchtlinge im Gespräch ist.

Lohr am Samstag

Kader: Szabó, Scheiner (beide Tor), Gomes, Seltsam, L. Schmitt, J. Schmitt, M. Schmitt, Zehnter, Born, Horký, Wunn, Schwiederik, Röder. - Es fehlt: keiner. - Schiedsrichter: Böhme/Sand (Waltenhofen/Lauingen). - Anwurf: 19.30 Uhr, Nägelsee-Halle. - Unser Tipp: 1. - Bisherige Torschützen: Röder 62/29, Gomes 40, J. Schmitt 39/2, Zehnter 28, Horky 23, M. Schmitt 21, L. Schmitt 17/1, Seltsam 16, T. Scheiner 1, Wunn 1, Sicheneder 1, Reinfurt 1, Schwiederik 1.

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