Die Spezialisten für späte Tore: Dank Ndickas spätem Siegtreffer schafft die Eintracht den Anschluss nach oben

Bundesliga
2 Min.

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Mittendrin der Matchwinner: Nach dem späten 2:1-Siegtreffer stürzen sich die Frankfurter auf Torschütze Evan Ndicka.
Foto: Deutsche Presse-Agentur (DPA), Arne Dedert
Nach dem er­lö­sen­den Sieg­tor durch Evan Ndi­c­ka war auch Ein­tracht Frank­furts Trai­ner Oli­ver Glas­ner nicht mehr zu hal­ten. Mit al­len Spie­lern, Er­satz­leu­ten und Be­t­reu­ern stürm­te der sonst so kon­trol­liert wir­ken­de Ös­t­er­rei­cher zum Tor­schüt­zen zum 2:1 (1:0)-Er­folg ge­gen den 1. FC Uni­on Ber­lin und ver­schwand im Pulk. Zum fünften Mal in den letzten sechs Spielen hatten die Hessen in der Nachspielzeit noch einen Treffer erzwungen.

»Es zeichnet uns aus, dass wir nie aufgeben. Am Ende war es verdient. Wahnsinn«, sagte Glasner und verteilte noch ein Extra-Lob an Matchwinner Ndicka: »Er hatte beim Kopfball einen Luftstand wie Michael Jordan zu seinen besten Zeiten.«

Das späte Tor war der Lohn für einen starken Auftritt gegen die Berliner im Duell der beiden Europapokal-Teilnehmer. Durch den Sieg dank Ndickas Tor in der fünften Minute der Nachspielzeit schaffte die Eintracht den Anschluss ans obere Tabellenmittelfeld der Fußball-Bundesliga.

Mit 18 Punkten sind die seit sechs Pflichtspielen ungeschlagenen Frankfurter Zwölfter, Union bleibt mit 20 Zählern auf Rang sechs. Vor 24.000 Zuschauern brachte Djibril Sow die Gastgeber in der 22. Minute in Führung, die Max Kruse (62.) mit einem verwandelten Foulelfmeter ausglich. »Wir haben danach etwas gebraucht, haben aber danach die Schlagzahl wieder erhöht«, meinte Glasner. »Wenn du so beharrlich bist, bis der Schiedsrichter abpfeift, wirst du auch belohnt.«

Wenn du so beharrlich bist, bis der Schiedsrichter abpfeift, wirst du auch belohnt.

Die zum dritten Mal nacheinander mit der gleichen Startelf spielende Eintracht setzte von Beginn an die Akzente und bejubelte auch kurz eine frühe Führung. Rafael Borré (7.) stand jedoch knapp im Abseits, sodass der Treffer des Kolumbianers zurecht keine Anerkennung fand.

Auch in der Folge wirkten die Hessen wesentlich frischer und agiler als die Gäste, die nach ihrem Conference-League-Spiel in Haifa am Freitag von Israel direkt nach Frankfurt geflogen waren.

Nachdem es den Hausherren in Strafraumnähe zunächst an der nötigen Präzision fehlte, lieferte Sow beim verdienten Führungstreffer Maßarbeit ab. Nach einer zu kurz abgewehrten Hereingabe von Filip Kostic hämmerte der Schweizer den Ball aus 17 Metern unter die Latte. Union-Torwart Andreas Luthe war machtlos.

Auch danach sahen die Fans Einbahnstraßen-Fußball - Richtung Union-Tor. Daichi Kamada (25.) traf mit einem Kopfball nur die Latte, Kristijan Jakic (29.) verfehlte das Tor ebenfalls per Kopf nur knapp. Die Berliner kamen in dieser Phase kaum aus der eigenen Hälfte heraus.

Gastgeber wie aufgedreht

Der knappe Rückstand zur Halbzeit war für die Eisernen äußerst schmeichelhaft, denn die wie aufgedreht spielende Eintracht vergab weiter hochkarätige Chancen. Kostic traf aus spitzem Winkel nur das Außennetz, Borré setzte den Ball aus Nahdistanz über das Tor.

Nach dem Wechsel konnte sich Union etwas vom bis dahin übermächtigen Druck der Hessen befreien und selbst erste Angriffe initiieren. Diese blieben jedoch zumeist harmlos. Trotzdem kamen die Gäste wie aus dem Nichts zum Ausgleich. Ndicka traf Taiwo Awoniyi im Strafraum am Fuß, den fälligen Elfmeter verwandelte Kruse sicher.

Vom Ausgleich etwas gelähmt

Im Vorfeld der Aktion schien der Ball zwar im Seitenaus gewesen zu sein, doch der Videobeweis erbrachte keine hundertprozentige Klarheit. So blieb Schiedsrichter Sascha Stegemann bei seiner Entscheidung.

Der Gegentreffer lähmte die Eintracht etwas. Das Spiel war nun ausgeglichener, klare Chancen blieben aber auf beiden Seiten rar - bis zum Auftritt von Ndicka, der mit seinem Tor die Frankfurter spät noch belohnte.

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