Mannschaftsschwund Schon vor 20 Jahren »dramatisch«

Gut informiert in die Amateur-Saison

Fußball in der Region
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Faszination Fußball: Spieler und Zuschauer flippen aus - wie hier im Mai in Frammersbach.
Foto: Denise Nadler
Die Welt wan­delt sich, auch die Fuß­ball-Welt steht nicht still. Aber »Kö­n­ig« Fuß­ball gibt uns doch wei­ter das, was wir ge­ra­de in die­sen be­weg­ten und un­si­che­ren Zei­ten brau­chen: Ab­len­kung, Spaß, Ge­mein­schaft, Ge­sel­lig­keit. Und das gilt erst recht für den Amateur­fuß­ball.

Auf den unterfränkischen Sportplätzen startet an diesem Wochenende die Saison 2022/23 bei den Männern auch in den Ligen von der Bezirksliga abwärts. Verlag und Redaktion blicken in auch dieses Jahr auf die bevorstehende Runde. Unsere Mitarbeiter haben unter der Leitung meines Kollegen Günter Rüppel alles Wissenswerte über die Teams von der A-Klasse bis zur Bezirksliga Unterfranken-West zusammengetragen - Kader, Zu- und Abgänge, Saisonziele und Meisterschaftsanwärter.

Der »Anpfiff«, die Fußball-Sonderbeilage des Main-Echo, erscheint zum 22. Mal seit dem Jahr 2000. Die Zeiten haben sich geändert: Vor rund 20 Jahren gab es in Unterfranken etwa 1200 Mannschaften, inklusive Jugend- und Frauenteams. Da ging die Zahl der Aktiven schon stetig zurück, Bezirksvorsitzender Rolf Eppelein bezeichnete die Entwicklung schon damals als »dramatisch«.

Pandemie-Spuren

Was würde der 2020 verstorbene Bezirks-Ehrenvorsitzende aus Würzburg wohl heute sagen? Die Mannschaftszahl ist mittlerweile weit unter die 1000 gerutscht. Gerade im Junioren- und Frauenbereich hat die Pandemie zusätzliche Spuren hinterlassen, der Schwund ist groß. Und etliche Vereine sind über die Jahrzehnte ganz von der Fußball-Landkarte verschwunden. Zuschauerzahlen gehen vielerorts zurück.

Rolf Eppelein im Main-Echo-Interview 2011.
Foto: Patrick Wötzel

Trotzdem: Wenn, wie jüngst geschehen, an einem heißen Mai-Abend 1500 Besucher zu einem wichtigen Bezirksliga-Spiel nach Frammersbach pilgern, wird klar, welche Faszination immer noch von diesem doch so einfachen Spiel ausgeht. Die Turniere dieses Sommers waren nach zweijähriger Pandemie-Pause gut bis sehr gut besucht, auch die ersten höherklassigen Verbandsspiele zumindest ordentlich. So darf es weitergehen. Leider sehen in diesen Dürre-Wochen viele Sportplätze eher wie Stoppelfelder aus...

Die Fußballer gehen in ihre dritte »Corona-Saison«. Was das Virus in diesem Herbst bereithält - auch diesmal weiß es niemand. Der Bayerische Fußball-Verband mit seinem neuen Vorsitzenden vom Untermain, Christoph Kern, und seinen vielen ehrenamtlichen Spielleitern hat jedenfalls viel dafür getan, dass es - wie in der zurückliegenden Spielzeit - eine komplette Runde gibt. Vereine dürfen Spiele nicht leichtfertig mit der Begründung absagen, sie hätten zu viele Covid-19-Infizierte.

Viele Sportplätze gleichen derzeit Stoppelfeldern.
Foto: Burkard Nadler

Damit sollen Spieler und Fans auch künftig regelmäßig in ihre andere, schöne (Fußball-)Welt eintauchen können Gut informiert zu sein, schadet dabei nicht...

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