Handballer, torgefährlicher Fußball-Stürmer und Schiedsrichter: Dieter Pongratz wird am Sonntag 80 Jahre alt

Geburtstag
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Dieter Pongratz (Mitte) 1960 auf einem Foto des FSV Michelbach mit Emil Brückner (links), Emil Böhl (rechts) und Berthold Freund (vorne).
Foto: Otto Grünewald
Die­ter Pon­g­ratz, der lang­jäh­ri­ge Tor­jä­ger des FSV Mi­chel­bach und Schieds­rich­ter der Grup­pe Kahl fei­ert mor­gen sei­nen 80. Ge­burts­tag.

Der am 28. November 1941 geborene Jubilar begann seine sportliche Karriere als Handballer beim TV Michelbach, wo er mit 15 Jahren schon Vereinsmeister war und kurze Zeit später in die bayerische Handballjugend-Auswahlmannschaft berufen wurde.

Dass dem jungen Sportler beim TVM sein Erfolg geneidet wurde, bewog ihn 1958 zum FSV Michelbach zu wechseln. Dort überzeugte er gleich mit seinem Fußball-Talent, wurde mit 17 Jahren für die Seniorenmannschaft freigestellt und ballerte den FSV in rund 13 Jahr

Dieter Pongratz.
Foto: Otto Günewald

e zu einigen Meisterschaften.

Geschwindigkeit sorgt für Tore

Gefährlich für die gegnerischen Abwehrspieler war sein schneller Antritt, weshalb der gefürchtete Torjäger durchschnittlich 32 Treffer pro Saison erzielte. Er konnte dabei auch öfter den später zu Viktoria Aschaffenburg gewechselten FSV-Linksaußen Berthold Edinger (?) hinter sich lassen. »Michelbach feierte Pongratz« war vor 60 Jahren an einem Montag ein Spielbericht im Sport-Echo betitelt, weil Dieter tags zuvor mehrfacher Torschütze war. Seine Torgefährlichkeit konnte er auch einige Jahre in der Kahlgrundauswahl beweisen. Ein Weihnachtsessen im FSV-Heim war damals die »Gage«, erinnert er sich und ist dem FSV heute noch dankbar, weil Mitglieder ihm beim Hausbau geholfen haben.

1960 hatte Dieter Pongratz bereits die Schiedsrichterprüfung abgelegt, pfiff aber während seiner aktiven Fußballerzeit nur samstägliche Jugendspiele. Nach 1970 avancierte Dieter in der Schiedsrichtergruppe Kahl schnell zur Nr.1 und leitete zehn Jahre Spiele in der Bezirksliga. »Auf den Punkt« zeigte er dabei weniger, da er als früherer Mittelstürmer »Elferschinderei« durchschaute. Aufgrund seiner sicheren Auftritte hätte er in die Landesliga aufsteigen können, verzichtete aber wegen der Mehrbelastung darauf.

Rückblickend kann Dieter Pongratz heute noch nicht verstehen, dass seine Ehefrau das alles mitgemacht hat. Denn außer Spesen gab es für Schiris damals wenig Ermunterndes, verbale und auch tätliche Angriffe waren »in«.

Das Fußball- und Schiedsrichterwesen betrachtet Pongratz heute mit Abstand, geht aber seit Jahren regelmäßig zum Sonntag-Frühschoppen im Michelbacher Museums-Café und seit zwei Jahren zum monatlichen FSV-Seniorentreff, um mit Bekannten und immer weniger werdenden Fußballkameraden über die alten Zeiten zu plaudern.

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