Montag, 18.03.2019

Mit den Adlern über den Wolken: Freigerichter über sein Leben als Eintracht-Edel-Fan

Fankultur
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Peter Fischer übberreicht Daniel Baumann die Ehrenmitgliedschaft.
Foto: privat

Ein­tracht Frank­furt bie­tet in Zu­sam­men­ar­beit mit ei­nem Rei­se­ver­an­stal­ter VIP-Rei­sen an. Wer die bucht, sitzt etwa mit den Ki­ckern im sel­ben Flie­ger, der zu Aus­wärts­spie­len in der Eu­ro­pa-Lea­gue ab­hebt. Bis­her im­mer da­bei: Daniel Baumann aus Freigericht.

Der 36-Jährige ist Inhaber der Gebäudereinigungsfirma G+S Baumann und einem großen Publikum als Moderator der »Horbacher Kerb« bekannt ist.

Wie viele Leute sind das, die auf diese Art der Mannschaft in der Europa-League nahe kommen?
Baumann: Zum harten Kern zählen maximal 30, die alle Auswärtsspiele mitmachen. Insgesamt sind es jeweils 80 bis etwa 120 Fans.

Ist das nicht ein teurer Spaß?
Baumann: Ich kann nicht bestreiten, dass es teuer ist. Aber ich sage immer: Andere haben ein Motorrad oder sie halten sich Pferde. Mein Hobby ist Eintracht Frankfurt.

Wie nah kommt man als Mitreisender der Mannschaft?
Baumann: Am nächsten noch auf dem Flugplatz und im Flugzeug. Es ist schon spannend, wenn man während des Fluges Adi Hütter beobachtet, wie er auf dem Laptop einzelne Szenen durchgeht und mit seinem Co-Trainer bespricht. Generell aber wird vom Verein schon geschaut, dass die Mannschaft ungestört und für sich ist - das ist auch vollkommen in Ordnung. Wir als Fans haben sehr viel Kontakt mit den Vorständen Axel Hellmann und Peter Fischer - oder auch mit Vereinsrepräsentanten. Hier in Mailand waren es Uwe Bein, Thomas Berthold, Andi Möller. Das ist das Besondere bei diesen Touren: Es ist auf der einen Seite sehr familiär, auf der anderen Seite aber auch hoch professionell.

Bekommt man ein Gespür dafür, wie das Gefüge in der Mannschaft ist?
Baumann: Ja, so einige Eindrücke bekommt man. Die »-ic-Bande«, wie wir sie nennen, ist immer beisammen. Sebastian Rode und Martin Hinteregger verstehen sich sehr gut, Sebastien Haller ist eher der Einzelgänger - um einige Beispiele zu nennen.

Wie waren denn die Reiseziele?
Baumann: Alle auf ihre Art super. Zu Rom muss man ja nichts sagen. In Limassol (Zypern) hatten wir fantastisches Wetter. Sehr spannend fand ich Charkiv in der Ukraine, da wäre ich ja mein ganzes Leben nicht hingekommen. Und nun das großartige Fantreffen in Mailand.

Was war der Höhepunkt?
Baumann: Da muss ich von der Europa League weg hin zum DFB-Pokalfinale: Was in Berlin los war, war das Emotionalste, was ich je im Fußball erlebt habe.

Gibt es auch Negatives?
Baumann: Ich ärgere mich extrem über diese Idioten, die in Mailand mit der Pyro anfingen. Das muss man sich mal überlegen: Da feiern 20 000 Eintrachtfans ein friedliches Fest und eine Handvoll Leute macht alles kaputt und riskiert, dass alle beim nächsten Auswärtsspiel nicht dabei sein dürfen. Die echten Fans haben sich schon im Stadion klar gegen die gestellt.

Können Sie uns das Foto erklären, das Sie zur Verfügung gestellt haben?
Baumann: Präsident Peter Fischer überreichte mir im Februar die Eintracht-Mitgliedschaft auf Lebenszeit. Die haben nur etwa 700 Mitglieder. Es ist ganz selten, dass diese Ehrung persönlich ausgesprochen wird. Da war ich schon ein wenig stolz.

Sie sind auch Mitglied eines Fanclubs?
Baumann: Am 12. Dezember 2018 haben wir in Rom den Fanclub »Business Eagles« gegründet.

Sie sind Familienvater. Was sagt denn ihre Ehefrau?
Baumann: Sie gönnt es mir und weiß, dass es mein großes Hobby ist und die Eintracht nicht jedes Jahr Euro spielt - obwohl sich das jetzt natürlich ändern kann!

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