Mittwoch, 14.11.2018

Das Ziel ist klar: Die Kickers nach oben führen

(© Jörg Albert)
Regionalliga Südwest Dienstag, 24.07.2018 - 15:05 Uhr

Teammanager Bernd Winter peilt mit dem OFC den Aufstieg in die 3. Liga an

»Wir wol­len in die drit­te Li­ga auf­s­tei­gen« - so lau­tet die Kamp­f­an­sa­ge von Bernd Win­ter, dem Team­ma­na­ger der Of­fen­ba­cher Ki­ckers. Doch wer bit­te sc­hön ist Bernd Win­ter? »Man merkt, dass ich lan­ge un­ter­wegs war. Des­we­gen bin ich am Un­ter­main nicht mehr so prä­sent«, ant­wor­tet der 47-Jäh­ri­ge mit ei­nem La­chen.

Dabei ist der Ex-Profi in der Region tief verwurzelt und dürfte vor allem den Fans des SV Viktoria Aschaffenburg noch ein Begriff sein. Denn ab der Saison 1989/1990 trug Winter zunächst drei Jahre das blau-weiße Trikot der Schönbusch-Elf, zuvor hatte der Stürmer bei seinem Heimatverein FSV Mosbach und in der Viktoria-Jugend das Fußball spielen gelernt. Und mit Bernd Winter schnupperte der SVA in der Spielzeit 1991/92 das letzte Mal ganz nah am Profifußball. Doch in der Aufstiegsrelegation zur 2. Fußball-Bundesliga scheiterten die Aschaffenburger unter Trainer Werner Lorant am SSV Reutlingen und der Spielvereinigung Unterhaching.

Noch gute Kontakte

Obwohl der Weg des schwarzhaarigen Lockenkopfes anschließend in den bezahlten Sport führte, blieben noch enge Verbindungen in die Heimat bestehen: »Ich habe bis heute noch gute Kontakte zu meinem Freund und Förderer Helmuth Reuscher, dem ich viel zu verdanken habe.«

Nach einem Jahr Fortuna Düsseldorf (2. Bundesliga) folgte der Wechsel zum VfL Wolfsburg (2. Bundesliga), als Sturmpartner von Angreiferlegende Siggi Reich. »Das war die sportlich erfolgreichste Zeit. In dieser Saison habe ich zehn Tore erzielt«, erinnert sich der Familienvater gerne an die Spielzeit bei den »Wölfen« zurück.

Stolz auf Durchmarsch

Und kultig ging es auch in den darauffolgenden Jahren für Bernd Winter weiter. Beim sagenumworbenen SV Meppen (2. Bundesliga) blieb Winter vier Saisons, bevor ihn der Weg wieder zur Viktoria führte. Nach weiteren Stationen bei Preußen Münster (Regionalliga Nord) und Schweinfurt 05 (Regionalliga Süd) streifte der Mosbacher zuletzt das Trikot des FSV Frankfurt über, wo er seine Karriere als Spieler zum Ende der Saison 2007/2008 beendete. »Beim FSV war ich Spielführer und in dieser Zeit ist uns der Durchmarsch von der Oberliga bis in die zweite Bundesliga geglückt«, berichtet Winter mit Stolz von den erfolgreichen Jahren in Frankfurt.

Auch nach seiner aktiven Zeit blieb Winter der Elf vom Bornheimer Hang treu. Als Mitarbeiter der Geschäftsstelle, Leiter der Fußballschule und schließlich als Co-Trainer von Tomas Oral (beim FSV Frankfurt und später beim Karlsruher SC) lernte der 47-Jährige das Fußballgeschäft von vielen Seiten kennen: »Ich habe Erfahrungen als Spieler, Trainer und Vereinsmitarbeiter gesammelt und kenne so die unterschiedlichen Perspektiven und Ansichten.«

Es gab aber auch bittere Stunden zu verkraften. »Von dem Rauswurf beim KSC habe ich aus dem Radio erfahren. Das war meine erste Entlassung. Sonst habe ich alle meine Verträge erfüllt«, blickt der Ex-Profi auf den Dezember 2016 zurück. Nach der Zeit in Karlsruhe folgte eine längere Zeit ohne Beschäftigung. Trotzdem stand für Winter fest, dass er unbedingt weiter im Profibereich arbeiten wollte. »Ich war insgesamt 13 Monate zu Hause und dann kam über Sportdirektor Sead Mehic die Anfrage von den Kickers. Da musste ich nicht lange nachdenken«, schildert der Mosbacher, wie das aktuelle Engagement beim hessischen Kultverein zu Stande kam.

Und dass er mit Leib und Seele bei den Kickers angekommen ist, kann man förmlich spüren. Voller Begeisterung und mit viel Herzblut spricht Bernd Winter über die Rahmenbedingungen in Offenbach: »Wir haben hier Voraussetzungen wie bei einem Zweitligisten und können den Spielern ein absolut professionelles Umfeld bieten«, berichtet der OFC-Teammanager. »Meine erste Amtshandlung war, dass ich den Massageraum neu gestaltet habe. Die Jungs sollen sich hier wohlfühlen. Außerdem gehört es auch dazu, dass wir mindestens einmal am Tag gemeinsam essen«, so Winter weiter.

Insbesondere auch eine positive Außendarstellung ist dem 47-Jährigen sehr wichtig. Unter dem Motto »Kult sind wir« wollen die Offenbacher ihr Image aufpolieren und ihre zahlreichen Anhänger in der Region weiter mobilisieren.

Jede Menge Arbeit

»Vor uns liegt noch jede Menge Arbeit, aber wir sind auf dem richtigen Weg und der soll uns in die dritte Liga führen«, ist Winter davon überzeugt, dass die Kickers in dieser Runde eine gute Rolle in der Regionalliga Südwest spielen können. Und spätestens wenn die Offenbacher wieder in der dritten Liga angekommen sind, sollte Bernd Winter den Fußballfans am Untermain wieder ein Begriff sein.

Jörg Albert

 

 
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