Montag, 25.06.2018

»Langweilig wird mir nicht«

Sascha Fuchs:Elsenfelds Reserve-Kapitän über einen Titel mit Wehmut, sein Karriereende – und eine Hintertür

Mittwoch, 13.06.2018 - 10:43 Uhr

Sa­scha Fuchs hat nur ei­nen Ve­r­ein in sei­ner Vi­ta ste­hen: El­sa­va El­sen­feld. Vor sei­nem Kar­rie­re­en­de hat der 33-jäh­ri­ge Ab­wehr­mann die Re­ser­ve als Ka­pi­tän zur Meis­ter­schaft in der Aschaf­fen­bur­ger Fuß­ball-A-Klas­se 4 ge­führt – ein Er­folg mit An­kün­di­gung.

Fuchs selbst ist in der zurückliegenden Spielzeit als Führungsspieler mit Einsatz und Kampfgeist vorangegangen, nun ist er auf den letzten Metern seiner Laufbahn zum Spieler des Monats Mai gewählt worden.

Im Gespräch mit unserem Medienhaus spricht Fuchs über eine Meisterschaft mit Wehmut, das Ende seiner Laufbahn nach rund zwei Jahrzehnten bei der Elsava – und eine Hintertür.

Wie gestalten Sie Ihre Sonntage in Zukunft?

Ich werde viel mit der Familie unternehmen und Ausflüge machen.

Und den Sportplatz meiden?

Nein. Ab und zu werde ich schon vorbeikommen. Einer muss ja ein bisschen auf die Jungs aufpassen (lacht).

Auf dem Platz werden Sie aber nicht mehr stehen. Oder lassen Sie sich vielleicht noch mal erweichen?

Der Verein hat schon gefragt, ob er im Notfall auf mich zurückgreifen kann. Das habe ich zugesagt – solange der Notfall nicht jedes Wochenende besteht (lacht.) Hin und wieder würde ich aber schon aushelfen. Ich bin viel zu sehr Fußballer, um da abzusagen. Jetzt habe ich mich aber erst mal entschieden, Schluss zu machen. Man soll schließlich aufhören, wenn es am schönsten ist.

Sie sprechen die Meisterschaft an.

Ja. Eigentlich wollte ich schon vor einem Jahr aufhören, dann hat meine Frau aber gesagt, ich solle doch noch eine Saison dranhängen. Ich habe ihr dann gesagt: In Ordnung, aber dann verabschiede ich mich mit der Meisterschaft.

Der Plan ist aufgegangen.

Es ist super, dass das geklappt hat. Wir hatten dieses Jahr eine super Truppe. Wir haben uns die ganze Saison einen Zweikampf mit Schweinheim geliefert, am Ende aber die Punkte geholt, die wir gebraucht haben.

Ihre wievielte Meisterschaft war es?

Die vierte. Und da es meine letzte war, war es natürlich etwas Besonders. Aber es hat auch ein bisschen wehgetan.

Abschiedsschmerz?

Ja. Natürlich mischt sich Wehmut unter, wenn man weiß, dass man gerade sein letztes offizielles Spiel gemacht hat und die Mitspieler bald nicht mehr so oft sieht.

Aber Sie bleiben dem Verein verbunden.

Ja, ich bin im Spielausschuss, und ich werde noch ein bisschen bei den Alten Herren des Vereins kicken.

Und sonst bleibt Ihnen viel Zeit mit der Familie.

Ja. Langweilig wird mir jedenfalls nicht.

SEBASTIAN LEISGANG

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