Montag, 22.10.2018

»Wir werden nicht untergehen«

Nico Reber:Wombacher über die Meisterschaft, ein Gespräch mit dem Vater und die Aussichten in der Kreisliga

Mittwoch, 13.06.2018 - 10:01 Uhr

Nach der Som­mer­pau­se spielt die DJK Wom­bach nach der un­ver­hoff­ten Meis­ter­schaft in der Fuß­ball-Kreis­klas­se 3 erst­mals seit sechs Jah­ren wie­der in der Kreis­li­ga.

Dank eines 3:2-Sieges am letzten Spieltag gegen Langenprozelten/Neuendorf stürzte der Aufsteiger den Fusionsverein, sprang zum Ende der nun abgelaufenen Saison zum ersten Mal überhaupt auf Rang eins – und machte den Durchmarsch perfekt.

Einer der Protagonisten der Erfolgsgeschichte: Nico Reber. Der 19-Jährige verwandelte beim entscheidenden Spiel gegen Langenprozelten/Neuendorf zwei Strafstöße – und wurde nun zum Spieler des Monats Mai gekürt.

Im Gespräch mit unserem Medienhaus spricht Reber über die zurückliegende Saison, seine beiden Elfmeter, ein Gespräch mit seinem Vater und die Aussichten der DJK in der Kreisliga.

Haben Sie schon realisiert, dass Wombach in der nächsten Saison in der Kreisliga spielt? Oder müssen Sie sich ab und zu immer noch kneifen?

Wir mussten es uns schon ein paar Mal gegenseitig sagen, bis wir es glauben konnten (lacht.)

Sie haben mit Wombach eine herausragende Saison gespielt.

Die erste Halbserie war eher passabel. Aber wir waren als Aufstei?ger trotzdem sehr zufrieden damit.

Ohne einen Gedanken an einen zweiten Aufstieg zu verschwenden?Daran haben wir nie gedacht.

Warum hat Wombach in der Rückrunde derart aufgetrumpft, dass es letztlich doch zur Meisterschaft gereicht hat?

Wir haben die Vorrunde genutzt, um dazuzulernen. In der Rückrunde waren wir einen Schritt weiter. Dann haben wir auch mal ein 1:0 verteidigt – und wir waren physisch stärker.

In welchem Moment haben Sie gedacht: 'Es könnte klappen mit dem Aufstieg'?

Nach dem Spiel gegen die zweite Mannschaft von Frammersbach. Danach hatten wir noch drei Spiele und wussten, dass wir ein großes Finale gegen Langenprozelten/Neuendorf haben, wenn wir vorher gegen Aura und Karsbach gewinnen – das haben wir geschafft.

Dann kam es am letzten Spieltag zum Duell mit Langenprozelten/Neuendorf. Sie haben zwei Elfmeter verwandelt.

Vor dem Spiel habe ich noch mit meinem Vater diskutiert, wo ich hinschießen soll, falls wir einen Elfmeter bekommen. Beim Hinspiel gegen Langenprozelten/ Neuendorf hat der Torwart nämlich die Ecke geahnt, als ich einen Elfmeter verwandelt habe. Deshalb habe ich dieses Mal lange nachgedacht.

Im Spiel haben Sie dann Nervenstärke bewiesen.

Den ersten habe ich einfach reingeschoben. Das war mental leichter, weil wir schon 1:0 geführt haben. Beim zweiten Elfmeter stand es aber 2:2 und es lief die 80. Minute.

Ein Unentschieden hätte Wombach nicht gereicht.

Deshalb ist mir das Herz in die Hose gerutscht. Aber ich habe irgendwie versucht, den Druck auszublenden – und es ist alles gut gegangen.

War es ein Vorteil, dass Wombach als Aufsteiger auch auf der Zielgeraden der Saison unbeschwert auftreten konnte?Ich denke schon. Wir hatten nie Druck. Unser Ziel war, einen guten Mittelfeldplatz zu belegen. Wir haben während der Saison immer nach hinten geschaut, aber am Ende haben wir es gerockt.

Richten wir den Blick nach vorne. Bleiben Sie Wombach erhalten?

Ja.

Würde es Sie reizen, mal höherklassig zu spielen?Ich bin noch ein junger Spieler und habe gerade meine erste Saison bei den Herren hinter mir. Ich habe nicht vor zu wechseln und meine Freunde in Wombach im Stich zu lassen, nur um eine Klasse höher zu spielen. Wir sind gerade aufstiegen – ich will erst mal sehen, ob es auch für die Kreisliga reicht.

Wie schätzen Sie die Leistungsstärke der Kreisliga ein?

Ich kenne die Gegner kaum, aber ich glaube, dass die Spiele körperlicher werden und man nicht mehr so viel Zeit am Ball hat.

Worauf kommt es für Wombach an?

Für uns wird es über den Kampf gehen. Wir haben in der abgelaufenen Saison bewiesen, dass wir uns reinbeißen können und dann zu unserem Spiel finden. Wir sind auch technisch eine gute Mannschaft, ich bin mir deshalb sicher, dass wir in der Kreisliga nicht untergehen werden.

SEBASTIAN LEISGANG
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