Sonntag, 19.05.2019

Mit Elan, großer Zuversicht und einem jungen Spielertrainer: Baris Spor Lohr startet das dritte Comeback

Fußball-Comeback
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Zahlreich und emotional sind die Fans von Baris Spor Lohr. Hier feiern Mannschaft und Anhänger den erstmaligen Aufstieg im Mai 2013. Foto: Steffen Anderlohr
Foto: Steffen Anderlohr

Der FC Ba­ris Spor Lohr steigt nach drei Jah­ren wie­der ein. Wie be­reits im No­vem­ber vom neu­en Vor­sit­zen­den, Ugur Sen, an­ge­kün­digt, kehrt der 1987 ge­grün­de­te Fuß­ball-Ve­r­ein zur neu­en Sai­son in den Spiel­be­trieb zu­rück und star­tet in der B-Klas­se sein drittes Comeback der vergangenen 14 Jahre.

Die Mann­schafts­mel­dung hat Kreis­spi­el­lei­ter Mar­co Gö­bet vo­ri­ge Wo­che er­hal­ten. Baris Spor hatte sich nach der Runde 2015/16 wegen Personalnot zurückgezogen. Jetzt gibt es den neuen Anlauf.

Unruhe vermeiden

»Wir haben schon jetzt 20 Zusagen, unser Trainerteam möchte am liebsten einen Kader von 24 Spielern«, sagte Ugur Sen am Montag. Für die B-Klasse sei das schon jetzt eine sehr gute Mannschaft. Die meisten Spieler seien jung und hätten zuletzt ein, zwei Jahre pausiert, seien zum Beispiel zuletzt für den abgemeldeten FV Fatihspor Karlstadt oder die JFG Spessarttor (Jugend) am Ball gewesen. Zusagen von Spielern der umliegenden Lohrer Vereine gebe es noch nicht - »die Saison läuft noch, wir wollen hier keine Unruhe reinbringen«, so Sen.

Neuer Spielertrainer bei Baris Spor wird Ugur Sens jüngerer Bruder Ogün, vor wenigen Tagen 23 Jahre alt geworden und derzeit noch für den Kreisklassisten SV Rodenbach am Ball. »Er ist jung, aber auf ihn ist Verlass, und er ist ist ein hervorragender Fußballer«, glaubt der Vereinschef an die richtige Wahl. Trainerassistent wird Erdem Erözcan, einst selbst Chefcoach beim FCB, aber nächste Saison weiter Spieler beim abstiegsbedrohten A-Klassisten Waldzell/Ansbach/Roden.

Nicht zur neuen Fußballmannschaft gehören wird Ugur Sen selbst. Der 29-Jährige ist mit dem TSV Lohr gerade in die Bezirksliga aufgestiegen und in der Kreisliga mit bisher 18 Saisontreffern bester Schütze seines Vereins. »Das Jahr in der Bezirksliga nehme ich auf jeden Fall mit«, freut sich der Offensivmann auf kommende Saison. »Was danach passiert, wird man sehen«.

Vereinsheim ist renoviert

Spielen und trainieren wird Baris Spor Lohr wie in den Vorjahren auf dem Gelände des Lohrer Nägelsee-Schulzentrums. Die Heimspiele werden möglicherweise samstags ausgetragen. Das Vereinsheim in der Lohrer Wöhrde wurde mit viel Eigenleistung renoviert und soll neuer Vereins-Mittelpunkt werden.

Überhaupt möchte der neue Vorstand, zu dem auch die künftigen Spieler Tolga Gezen und Emre Koyun gehören, die Vereinsarbeit auf eine breite Basis stellen und »arbeiten, wie es in jedem gut geführten Verein sein muss«, betont Ugur Sen. »Wir sind auf keinen Fall mehr eine Ein-Mann-Show«, so wie es früher vielleicht gewesen sein mag. Sportlicher Erfolg beim Neustart in der untersten Liga ist bei diesem Vorhaben sicher von Vorteil.

32 Jahre Baris Spor Lohr: Am erfolgreichsten von 2012 bis 2015 und jetzt das dritte Comeback

Der FC Baris Spor Lohr hat seit der Gründung (1987) 26 Jahre immer in der untersten Liga gespielt: bis 1998 C-Klasse, nach der Ligen-Umbennenung bis 2004 A-Klasse. Es folgten die erste Abmeldung, eine einjährige Spielpause 2004/05 und der Wiedereinstieg 2005/06. Als Letzter der A-Klasse 8 in der Runde 2007/08 stieg der türkisch-deutsche Verein in die neu eingeführte B-Klasse ab.

Nur ein Jahr später das erneute vorläufige Aus: 2009 zog sich Baris Spor abermals zurück, diesmal für zwei Jahre - um dann allerdings gestärkt zurückzukommen und seine erfolgreichste Zeit zu erleben. Platz 4 in der Saison 2011/12 folgte der erstmalige Aufstieg 2013 als Meister der B-Klasse 7. Und 2015, als Vizemeister der A-Klasse 5 hinter Aura, klopfte der FCB sogar ans Tor zur Kreisklasse, scheiterte aber sehr unglücklich in der Aufstiegs-Relegation zur Kreisklasse, verlor Entscheidungsspiele gegen Unteraltertheim und Erlabrunn jeweils erst nach Verlängerung.

Danach zerfiel die Mannschaft, wurde 2015/16 abgeschlagener Letzter der A-Klasse und verabschiedete sich erneut komplett. Nun, im Sommer 2019, folgt das dritte Comeback der Vereinsgeschichte. (nad)

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