Montag, 20.05.2019

Doppelter Ujah schockt die Eintracht: Die Adler unterliegen Mainz im letzten Heimspiel der Saison mit 0:2

Bundesliga
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In dieser Szene scheiterte der Mainzer Anthony Ujah zwar am Frankfurter Torwart Kevin Trapp, doch am Ende war er der Matchwinner.
Foto: Thomas Frey

Nach dem Aus in der Eu­ro­pa Lea­gue ist vor dem Ein­zug in die Kö­n­igs­klas­se: So soll­te es für die Frank­fur­ter Ein­tracht ei­gent­lich im Hin­blick auf die kom­men­de Spiel­zeit lau­fen. Doch das er­klär­te Ziel wa­ckelt. Nach dem 0:2 (0:0) gegen den FSV Mainz am Sonntagabend ist der hessische Bundesligist vor dem Saisonfinale bei Bayern München auf den sechsten Tabellenplatz zurückgefallen.

Dabei gab es die erste Hiobsbotschaft für die Frankfurter schon vor dem letzten Heimspiel der Saison. Am Nachmittag teilte die Eintracht mit, dass sich Sebastian Rode in London einen Knorpelschaden im Knie zugezogen hat - nicht zum ersten Mal in seiner Karriere. Wie lange der 28-jährige Mittelfeldspieler mit der komplizierten Verletzung ausfallen wird, ist ebenso offen, wie seine vertragliche Situation. Rode war bislang bis zum Ende dieser Spielzeit von Borussia Dortmund ausgeliehen. Nun kündigte die Eintracht an, in den kommenden Wochen das Gespräch mit dem BVB »über die weitere Vorgehensweise« zu suchen.

Fernandes rückt in Startelf

Für das Duell mit dem FSV Mainz hatte der Ausfall zur Folge, dass Gelson Fernandes in die Startelf rückte. Ansonsten vertraute Eintracht-Cheftrainer Adi Hütter dem gleichen Team wie am Donnerstag, als sich die Hessen beim FC Chelsea nach 120 kraftraubenden Minuten samt Elfmeterschießen aus der Europa League verabschieden mussten. Ein harter Schlag für die SGE, die damit den Traum vom Finale in Baku begraben musste. »Heute ist die Enttäuschung noch erlaubt«, hatte Hütter nach der Rückkehr erklärt. »Morgen interessiert das aber niemanden mehr. Wir müssen jetzt alles raushauen, denn es geht um wahnsinnig viel.«

Dicke Luft: Die Spieler von Frankfurt und Mainz stehen vor Spielbeginn im Rauch.
Foto: Silas Stein (dpa)

Entsprechend engagiert zu Werke ging seine Mannschaft nach dem leicht verzögerten Spielbeginn - die Eintracht-Fans hatten mit schwarz-weiß-rotem Rauch das mit 51 500 Zuschauern ausverkaufte Waldstadion vernebelt. Von Müdigkeit war zunächst nicht viel zu sehen. Und weil auch die Mainzer, die den Klassenerhalt längst in der Tasche haben, in Spiellaune waren, entwickelte sich schnell eine flotte Partie, wobei Großchancen Mangelware blieben. Zu oft waren die letzten Zuspiele zu ungenau.

Rebic hat Führung auf dem Fuß

Einzig Ante Rebic hätte für die Führung der Eintracht sorgen müssen, als er eine gefühlvolle Hereingabe von Filip Kostic, der sich zuvor bei einem Konter resolut durchgesetzt hatte, volley über das Tor zimmerte. So ging es ohne Tore in die Halbzeit.

Eintracht Frankfurt – FSV Mainz 05     0:2 (0:0)


Eintracht Frankfurt: Trapp – Abraham, Hinteregger, Falette (61. Haller) – G. Fernandes (61. de Guzmán), Hasebe – da Costa, Gacinovic, Kostic – Jovic (77. Paciencia), Rebic. – FSV Mainz 05: Fl. Müller – Brosinski (46. Donati), Niakhaté, Hack, Martín – Kunde Malong – Gbamin, Latza (81. Baku) – Boetius – Mateta, Ujah (90. Bungert).

Tore: 0:1 Ujah (53.), 0:2 Ujah (57.). – Schiedsrichter: Harm Osmers (Hannover). – Gelbe Karten: Kostic (4) / Niakhaté (3). – Zuschauer: 51 500 (ausverkauft).

Die kalte Dusche folgte für die Frankfurter dann in Form eines Doppelpacks des Mainzers Anthony Ujah in der 53. und 57. Minute. Ein Schock, von dem sich die Eintracht nicht mehr erholen sollte, auch wenn Hütter reagierte, und mit Sebastien Haller und Jonathan de Guzman frische Offensivkräfte brachte. Am Ende waren die Adler sichtbar gewillt und hatten auch Chancen. Doch am Ende fehlte ihnen die letzte Power, um den Rückschlag im Kampf um die Königsklasse zu verhindern.

 

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