Dienstag, 21.05.2019

Aus Paris nach Kleinheubach: Stefan Schulz ist der Spieler des Monats April im Kreis AB/MIL

Spieler des Monats – Sieger-Interview
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Foto: Stefan Deuchert

Am Sams­tag ist Ste­fan Schulz noch auf sei­nem Wo­che­n­end­aus­flug in Pa­ris, doch be­reits am Sonn­tag­mit­tag wird er wie­der in Klein­heu­bach er­war­tet. Dann trifft die SG auf die DJK Brei­ten­diel und kann mit ei­nem Sieg die Meis­ter­schaft in der A-Klas­se Aschaf­fen­burg 5 be­sie­geln.

»Deshalb fliegen wir Stefan extra fürs Spiel ein«, sagt Peter Fiebelkorn, »und wenn das zusätzliche Kosten verursacht, stehen wir dafür gerade.«

Die Aussage des Kleinheubacher Vorsitzenden zeigt, welch hohen Wert Schulz für die SG inzwischen hat. Der 19-jährige Mittelfeldspieler ist in den vergangenen Wochen aus dem Schatten von Kenneth Pratt (28 Tore) und Jorge Lino (21 Tore) getreten und hat sich im April selbst in den Vordergrund gespielt. »Er hat dem Spiel in den letzten Wochen seinen Stempel aufgedrückt«, sagt Fiebelkorn, »er wächst an seinen Aufgaben - das kann man an jedem Wochenende sehen.«

Technik und Tempo: In seinem ersten Jahr bei den Senioren bringt Schulz in erster Linie diese beiden Qualitäten ein. »Und er hat sich im Zweikampf wesentlich verbessert«, lobt Fiebelkorn.

Beim Interview mit unserem Medienhaus spricht Schulz nun selbst über die Gelegenheit, am Sonntag die Meisterschaft feiern zu können - und die Kleinheubacher Aussichten in der nächsten Saison.

Was haben Sie am Montag vor, Stefan Schulz?
Schulz: Da steht eine Studienfahrt nach Italien an. Warum fragen Sie?

Weil es in Kleinheubach ein langer Sonntag werden könnte.
Schulz: Das stimmt. Wenn wir gewinnen, sind wir Meister. Und dann steht eine große Party an. Ich denke, das haben wir uns nach so einer langen Saison dann auch verdient.

Sie haben bei vier Punkten Vorsprung und nur noch zwei ausstehenden Spielen also keinerlei Zweifel mehr am Titel?
Schulz: Nein. Da mache ich mir überhaupt keine Gedanken. Ich habe dem Trainer (Deniz Tiryaki, d. Red.) schon vor einer Woche gesagt, dass wir die Meisterschaft bald klarmachen. Es läuft einfach zurzeit.

Vor allem bei Ihnen persönlich. Woran liegt das?
Schulz: Wir harmonieren als Mannschaft sehr gut, und der Trainer bringt uns immer weiter voran. Am Anfang habe ich noch eine gewisse Anlaufzeit gebraucht, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie es bei der ersten Mannschaft läuft. Mittlerweile habe ich die Nervosität abgelegt und in den letzten Wochen gezeigt, was ich kann.

Wie ist es, in der Offensive mit Spielern wie Kenneth Pratt und Jorge Lino zusammenzuspielen?
Schulz: Sehr lehrreich. Das sind ziemlich erfahrene Spieler, die schon einiges erlebt haben. Da kann ich mir viel abschauen, zum Beispiel Laufwege. Man sieht in jedem Training, wie sie arbeiten - und was dann sonntags möglich ist.

Sie rechnen fest mit dem Aufstieg in die Kreisklasse. Was ist dann möglich? Welche Rolle kann Kleinheubach nächste Saison spielen?
Schulz: Ich glaube, dass wir auch da im oberen Drittel landen können. Ich halte einen Platz unter den ersten Drei für realistisch.

Eine forsche Ansage...
Schulz: Ja. Aber wir haben schon in den meisten Testspielen gegen höherklassige Mannschaften gesehen, dass wir mithalten können. Wir sind spielerisch gut, deshalb traue ich uns das auf jeden Fall zu.

Abschließende Frage: Wie geht es am Sonntag gegen die DJK Breitendiel aus?
Schulz: (Überlegt lange.) Es wird ein deutlicher Sieg. (Überlegt noch mal.) Und wir kriegen kein Gegentor. Ich denke 3:0.

Zur Person: Stefan Schulz
Stefan Schulz (Mittelfeld, SG Eintracht Kleinheubach, A-Klasse 5, 2018/19)
Foto: Verein

Geburtstag/-ort: 4. November 1999 in Miltenberg
Wohnort: Kleinheubach
Beruf: Schüler
Familienstand: ledig
Größe: 1,79 Meter
Gewicht: 79 Kilogramm
Hobby: Fußball
Lieblingsverein: Eintracht Frankfurt
Frühere Station: JFG Churfranken

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