Dienstag, 21.05.2019

TV Wasserlos holt sich auch den Pokal: 3:1-Erfolg des designierten Kreisligameisters bei Eintracht Kleinheubach

Toto-Pokal
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Der Wasserloser Torwart Patrick Emmel in Aktion.
Foto: Fred Gasch

Kai­s­er­wet­ter am Mai­fei­er­tag, 550 Zu­schau­er, da­zu ge­ball­te Pro­mi­nenz aus Sport­ver­band und Po­li­tik: Der Rah­men des Kreis­po­kal­fi­na­les zwi­schen Gast­ge­ber Ein­tracht Klein­heu­bach und dem TV Was­ser­los war vom Feins­ten.

Und so feierten die Fußballfans des Kreises - darunter Fürst zu Löwenstein, Landrat Scherf, Bürgermeister Danninger, Kreisspielleiter Philipp Gottschalk und Kreisvorsitzenden Adolf Weis - ihre Finalteilnehmer, die in ihren Klassen beide kurz vor dem Meistertitel stehen.

0:2 nach zwölf Minuten

Auf dem Platz erwischten die Hausherren eine denkbar unglückliche Anfangsphase. Ob es der große Respekt, die verständliche Nervosität oder die fehlende Cleverness war, sei dahingestellt. Nach sechs Minuten landete ein Eckball der Gäste am langen Pfosten bei Carsten Jansen und es hieß 0:1. Weitere sechs Minuten später drosch Tobias Leis die Kugel vom Strafraumeck in den kurzen Winkel und der designierte Kreisligameister führte mit 2:0.

Im Mittelfeld beharken sich Nikos Möller (links, TV Wasserlos) und Alexander Alberg von der SG Eintracht Kleinheubach.
Foto: Fred Gasch

In der Folge legten die Einheimischen dann aber ihren Respekt und ihre Nervosität mehr und mehr ab. Über die pfeilschnellen Offensivkräfte Bartosch Lemanski, Jorge Lino, Alexander Alberg und Kenneth Pratt erspielte sich die Eintracht bis Mitte der ersten Halbzeit glänzende Chancen auf den Anschlusstreffer. In dieser Phase musste die Wasserloser Abwehr Schwerstarbeit verrichten und konnte sich zudem auf Keeper Patrick Emmel als ruhenden Pol und sicheren Rückhalt verlassen. Unter dem Strich war die Pausenführung für den Klassenprimus der Kreisliga durchaus glücklich.

Direkt nach Wiederbeginn schien der Knoten bei den Einheimischen geplatzt. Nach einem Foul am durchgebrochenen Lemanski verwandelte Jorge Lino für die Eintracht. Die Aufholjagd konnte beginnen, doch der Schock für die Einheimischen folgte nur sieben Minuten später. Aus dem linken Halbfeld heraus schlug TVW-Spielertrainer Tobias Leis einen Freistoß in Richtung Tor, der Ball sprang auf und schlug über dem verdutzten Eintracht-Keeper David Fertig zum 1:3 im langen Eck ein. Damit war die Messe gelesen.

Glaube und Energie fehlen

Der Kreisligist spulte die Partie nun clever herunter und hielt die Gastgeber immer wieder gekonnt aus ihrem Hoheitsgebiet heraus. Und während sogar noch einige erfolgversprechende Konter der Gäste ins Leere liefen, fehlte den Kleinheubachern die Energie und auch der Glaube an eine mögliche Wende.

»Die Kleinheubacher haben uns lange Zeit das Leben und das Siegen sehr schwer gemacht. Die haben hervorragende, junge und schnelle Stürmer«, war sich das Wasserloser Trainerduo Julius Väth und Tobias Leis nach Spielschluss einig. »Unsere Mannschaft ist natürlich sehr selbstbewusst aufgetreten und wir haben das Pokalfinale dank unserer Cleverness verdient gewonnen.«

Der TV Wasserlos bejubelt den Pokalsieg.
Foto: Fred Gasch

»Zuviel Respekt«

Kleinheubachs Trainer Deniz Tiryaki, der verletzungsbedingt nicht mitwirken konnte, trauerte indes den vergebenen Chancen nach: »Unsere Mannschaft hatte in der ersten Viertelstunde zu viel Respekt vor dem Kreisliga-Tabellenführer. Wir hatten unsere Chancen, haben aber viele Gelegenheiten liegen lassen. Nach dem Anschlusstreffer haben wir noch einmal kurz gehofft, aber das schnelle 1:3 war die Entscheidung. Ich bin dennoch stolz auf den Weg, den meine Mannschaft im Pokal gegangen ist.«

Eintracht Kleinheubach - TV Wasserlos 1:3

Eintracht Kleinheubach: Fertig, Melcher, Seren, Alberg, Sziedat, Pratt, Hähnle, Lemanski, Klinke, Dgenhardt, Lino, Melcher, Rauch, Schmidt, Schulz, Dolinger.
TV Wasserlos: Emmel, Maximilian Vaeth, Lenhardt, Leis, Franz, Kraus, Möller, Pfannmüller, Stein, Jansen, Bichler, Zahn, Julius Väth, Carlsson, Kontschak.

Tore: 0:1 Jansen (6.), 0:2 Leis (12.), 1:2 Lino Jorge (48., Foulelfmeter), 1:3 Leis (55.). - Zuschauer: 550. -Schiedsrichter: Philipp Schell (Waldaschaff).

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