Dienstag, 21.05.2019

Wasserlos und Kleinheubach kämpfen im Finale um den Toto-Pokal

Toto-Pokal
Kommentieren
Kenneth Pratt (links) hat mit bislang 28 Saisontoren maßgeblichen Anteil am überragenden Torverhältnis von Eintracht Kleinheubach. Vor dem gefährlichen Sturm des A-Klassisten ist Wasserlos aber gewarnt. Foto: Petra Reith
Foto: Petra Reith

Es soll für beide Clubs das Sahnehäubchen der Saison werden, das mögliche Double. Kreisligist TV Wasserlos und A-Klassist Eintracht Kleinheubach wollen im Finale den Toto-Pokal gewinnen

To­to-Po­kal Kreis­fi­na­le: Ein­tracht Klein­heu­bach - TV Was­ser­los (Mitt­woch, 16 Uhr, Klein­heu­bach). – Wenn am Tag der Arbeit um 16 Uhr auf dem Sportgelände des A-Klassisten Eintracht Kleinheubach das Finale des Toto-Kreispokals ausgetragen wird, stehen sich zwei Kandidaten gegenüber, die in ihren Ligen kurz vor der Meisterschaft und dem Aufstieg stehen.

Wasserlos mit allen Trümpfen

Der TV Wasserlos hat drei Runden vor Saisonschluss in der Kreisliga bei acht Punkten Vorsprung alle Trümpfe in der Hand, die Eintracht liegt in der A-Klasse 5 einen Zähler hinter Spitzenreiter FSV Wörth, hat aber noch ein Nachholspiel in petto und kann aus eigener Kraft den Titel perfekt machen.

Das Pokalfinale haben sich beide Teams durch ihre starken Auftritte vor allem auch gegen höherklassige Gegner erarbeitet und somit verdient. So bezwang der TV Wasserlos im Achtelfinale den Kreispokalsieger 2017 und Bezirksliga-Spitzenreiter Vatan Spor Aschaffenburg mit 2:1 und räumte im Viertelfinale den Tabellenzweiten der Bezirksliga, DJK Hain, mit 3:2 aus dem Weg. Im Halbfinale setzte sich die Truppe um Torjäger Tim Kraus mit 10:9 nach Elfmeterschießen gegen den Ligakonkurrenten SG Schimborn durch.

Klare Siege

Kleinheubach startete in den ersten drei Runden mit einem 6:3 Erfolg über Stadtprozelten/Dorfprozelten, gewann mit 4:2 gegen den SV Faulbach und ließ dem Kreisligisten SV Richelbach beim 5:0 keine Chance. Im Viertelfinale siegte die Truppe von Trainer Deniz Tiryaki mit 6:3 in Kirchzell und schaltete im Halbfinale den Kreisligisten VfR Großostheim mit 2:0 aus.

Eintracht-Spielertrainer Deniz Tiryaki sieht denn auch das Pokalfinale als »Belohnung für eine bislang überragende Saison«. Tiryaki stellt aber auch klar:«Wir haben als Saisonziel die Meisterschaft in der A-Klasse und den Aufstieg in die Kreisklasse ausgegeben. Dieses Ziel hat absolute Priorität. Das Pokalfinale ist eine schöne Zugabe, das hat sich die Mannschaft durch gute Leistungen verdient.«

Dabei weiß Tiryaki, dass seine Mannschaft gegen den souveränen Tabellenführer der Kreisliga in der Außenseiterrolle aufläuft. »Die Wasserloser haben mit dem extrem torgefährlichen Tim Kraus und den beiden Spielertrainern Julius Väth und Tobias Leis überragende Spieler in ihren Reihen. Wir sind uns bewusst, dass wir realistisch gesehen nur Außenseiterchancen haben. Aber wenn man im Finale steht, dann will man das auch gewinnen. Mit unseren Zuschauern im Rücken traue ich unserer Mannschaft einiges zu. Wir haben in der A-Klasse in 22 Spielen 110 Tore erzielt und mit Kenneth Pratt (28 Ligatore, Anmerkung d. Red.), Jorge Lino (20) und Alexander Alberg (14) auch eine große Qualität in der Offensive. Leider wird bei uns Mittelfeldspieler Johannes Roth fehlen, und auch ich kann wegen eines gebrochenen Arms nicht spielen. Wir wollen über unser starkes Kollektiv und über eine stabile Abwehr versuchen, in unser gefährliches Konterspiel zu kommen. Fußball spielen können wir auch, das haben wir in dieser Saison oft bewiesen.«

Der Wasserloser Spielertrainer Julius Väth steht mit seiner Truppe vor dem größten Erfolg der Vereinsgeschichte. Dem zum Greifen nahen Titel in der Kreisliga und dem damit verbundenen erstmaligen Aufstieg in die Bezirksliga soll der Sieg im Kreispokal noch die Krone aufsetzen. Der TVW holte sich bereits im Jahre 2014 diese begehrte Trophäe.

»Auf keinen Fall unterschätzen«

»Damals hat der TVW als Kreisklassist den Bezirksligisten TuS Röllbach im Finale nach Elfmeterschießen mit 4:2 bezwungen. Wir wissen also, wie ein vermeintlicher Underdog über sich hinauswachsen kann. Aus diesem Grund werden wir die Kleinheubacher auf keinen Fall unterschätzen. Die haben in der A-Klasse ein sensationelles Torverhältnis vorzuweisen (110:18, Anm. d. Red.). Auch die Ergebnisse im Pokal sprechen für sich. Wir werden in Kleinheubach mit komplettem Kader antreten. Der Langzeitverletzte Christoph Braun fällt nach wie vor aus, dafür hoffen wir auf die Rückkehr von Thorsten Kontschak«, meinte Väth zu personellen Situation des Kreisligisten.

Ludwig Adrian

Kommentare

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie angemeldet und Ihre E-Mail Adresse bestätigt sein!


Benutzername
Passwort
Anmeldung über Cookie merken
laden

Artikel einbinden
Sie möchten diesen Artikel in Ihre eigene Webseite integrieren?
Mit diesem Modul haben Sie die Möglichkeit dazu – ganz einfach und kostenlos!
Facebook
Twitter
RSS-Feeds
WhatsApp
Live-Blog
Hilfe