Dienstag, 18.06.2019

Viktoria Kahl will seine Steilvorlage nutzen: Trainer Noe vor Rückspiel zur Bayernliga-Relegation optimistisch

Fußball-Relegation
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Nur drei Ta­ge nach der Stern­stun­de der Kah­ler Vik­to­ria in der Re­le­ga­ti­on ge­gen Jahn Forch­heim (4:0) müs­sen die Schütz­lin­ge von Trai­ner Nils Noe zum ent­schei­den­den Rück­spiel nach Ober­fran­ken.

Und nach den 360 Ki­lo­me­tern wol­len die tüch­ti­gen Ki­cker vom Un­ter­main ei­nen Höh­e­punkt in der Ge­schich­te der Rot-Schwar­zen fei­ern: die erste Saison in der Bayernliga Nord.

Aufgrund des großen Interesses haben die Kahler Verantwortlichen einen Omnibus gechartert. Er fährt am Samstag um 10.30 Uhr ab dem Vereinsheim in Richtung Stadion der Spvgg Jahn Forchheim. Und Fans aufgepasst: Auch bei der ursprünglichen Planung der Anstoßzeit hat sich etwas geändert: Beide Vereine wurden sich einig, den Anpfiff um zwei Stunden auf 15 Uhr vorzuverlegen. Also rechtzeitig zur weiten Reise aufbrechen!

Das Kahler Fußballfest war spätestens nach dem vierten Treffer entschieden. Da skandierten die einheimischen Zuschauer höhnisch und rhythmisch: »Absteiger, Absteiger!«

Relegation zur Bayernliga: Spvgg Jahn Forchheim - Viktoria Kahl (Samstag, 15 Uhr). »Es wäre unfair, einzelne Spieler aus dem Team herauszuheben«, kommentierte der Kahler Coach Nils Noe den Ablauf der fantastischen 90 Minuten auf dem Waldsportplatz. »Die gesamte Mannschaft ist über sich hinausgewachsen. Wir haben morgens noch Videos ausgewertet und offensichtlich die richtigen Schlüsse gezogen. Wir haben die Schwachpunkte in der gegnerischen Abwehr kaltblütig ausgenutzt. Die Einstellung war hervorragend.«

Noe sieht selbstverständlich die große Chance für die Kahler nach dem Klaren Hinspielerfolg, warnt aber zugleich vor dem Rückspiel: »Wenn uns in Forchheim ein, zwei Nadelstiche gelingen, dürfte eigentlich nichts mehr schiefgehen. Aber aufgepasst! Auch ein 0:4 kann man aufholen.«

Über Zweikampf zum Sieg

Er sei vollauf zufrieden mit der Leistung seines Teams im Hinspiel, betonte Noe. Das war auch Kahls Sportlicher Leiter Andre Kasiow. »Wir haben uns vor der Begegnung viele Gedanken gemacht. Die Gäste hatten stark begonnen, aber über den Einsatz und die gewonnenen Zweikämpfe haben wir zu unserem Spiel gefunden. Wir dürfen die Angelegenheit in Oberfranken nicht auf die leichte Schulter nehmen. Im Fußball ist alles möglich. Wir treten mit voller Konzentration an, die Voraussetzungen sind gut.«

Auf der Gegenseite waren Heulen und Zähneknirschen angesagt. Der Forchheimer Abteilungsleiter Uwe Schüttinger war aber sportlich fair und anerkannte neidlos den verdienten Sieg der Gastgeber. »Es war heute ein gebrauchter Tag. Das unrühmliche Ende mit den zwei Platzverweisen gegen uns kann ich nur entschuldigen. Wir haben uns von den aggressiven Platzherren den Schneid abkaufen lassen. Es gab kaum Chancen für uns, von wenigen Ausnahmen abgesehen«

Schüttinger hat die Hoffnung aber trotz der vier Kahler Treffer noch nicht aufgegeben. »Im Fußball soll man nie nie sagen. Heute war es bei uns unterirdisch. Wir haben zu unserem Leidwesen deutlich gezeigt, warum wir in der Relegation gelandet sind.« Das Fehlen von Kapitän Patrick Hagen - er landete im Hafen der Ehe - ließ er nicht als Entschuldigung für die schwache Vorstellung seiner Truppe gelten.

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