Mittwoch, 19.06.2019

»ManCity ist ein ganz anderes Level«: Jose Holebas spielt am Samstag mit dem FC Watford im FA-Cup-Finale

Interview
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Watfords Jose Holebas (links) im Zweikampf Manchester Citys Fernandinho.
Foto: Hannah Mckay

Für den FC Wat­ford steht am Sams­tag nach dem En­de ei­ner ins­ge­s­amt zu­frie­den­s­tel­lend ver­lau­fe­nen Sai­son (Platz 11) der Jah­res-Höh­e­punkt an. Um 18 Uhr wird in Wem­b­ley das Fi­na­le des FA-Cups an­gep­fif­fen, des äl­tes­ten Fuß­ball-Wett­be­werbs der Welt. Erst­mals seit 35 Jah­ren steht Wat­ford wie­der im End­spiel (1984: 0:2 ge­gen FC Ever­ton).

Mit auflaufen wird bei den Hornets aller Voraussicht der in Aschaffenburg aufgewachsene Jose Holebas (34), der bereits mit Olympiakos Piräus zweimal den griechischen Landespokal geholt hat und mittlerweile Stammspieler des englischen Erstligisten ist. Vor dem Spiel des Jahres für den FCW beantwortete er dem Medienhaus Main-Echo einige Fragen.

Jose Holebas, wie war die Gemütslage nach der Roten Karte im Premier League-Spiel am vergangenen Sonntag gegen West Ham. Das hätte ja eine Sperre für das Finale am Samstag bedeutet?
Jose Holebas: Ich habe nicht viel darüber nachgedacht, weil diese Rote Karte ein absoluter Witz war. Man muss leider sagen, dass die Schiedsrichter hier etwas überfordert sind - und das sogar in der besten Liga der Welt. (die Rote Karte wurde von der FA bereits tags darauf für ungültig erklärt, Anm. d.Red.)

Ist das ein Grund für den Videobeweis in der Premier League?
Jose Holebas: Vielleicht sollte man den Videobeweis nur für größere Vereine einführen (ein nicht ernst gemeinter Vorschlag von Holebas, der auch weiß, dass die Premier League bereits beschlossen hat, den Videobeweis in der Saison 2019/20 einzuführen, A. d. Red.)

Welche Chancen hat der FC Watford im Finale?
Jose Holebas: ManCity ist im Finale der klare Favorit, das ist ein ganz anderes Level. Aber ich sage immer: Im Fußball ist alles möglich, wenn du einen starken Willen hast.

Ist das FA-Cup-Finale das Sahnehäubchen am Abschluss einer gelungenen Saison?
Jose Holebas:
Wir waren die letzten drei Jahre nicht im Abstiegskampf, sondern immer früh gesichert. Vielleicht war das sogar das Problem: Dass man dadurch alles hat schleifen lassen. Aber insgesamt können wir zufrieden sein.

Wie groß ist die Vorfreude auf das Match im Wembley-Stadion?
Jose Holebas: Ich hatte schon viele Höhepunkte in meiner Karriere, die mir zuvor niemand zugetraut hat: Champions-League-Viertelfinale mit Olympiakus Piräus, zuvor im Achtelfinale ManUnited ausgeschaltet, eine tolle WM 2014 gespielt, EM gespielt und unglücklich ausgeschieden.

In diesem Spiel können wir nicht verlieren, nur gewinnen, deswegen ist es ein großes Plus für uns. Wir sind in der besseren Position. Ich habe selbst in großen Clubs gespielt und weiß, wie es ist, wenn von dir gefordert wird, gewinnen zu müssen.

Ist das Finale angesichts jahrelanger Fußballerfahrung Routine, oder hat auch ein gestandener Profi noch so etwas wie Lampenfieber? Und wird Jose Holebas lächeln, wenn er auf den Platz tritt?
Jose Holebas: Das ist für mich ein Spiel wie jedes andere. Ich kann mit dem Trubel gut umgehen. Und ja! Ich werde auf dem Platz nicht lachen (in einem Social-Media-Beitrag seines Clubs FC Watford hatte er auf einen entsprechenden Fan-Post geantwortet: Er könne auf dem Spielfeld nicht lächeln. Auf dem Spielfeld gebe es nichts zu lachen. Anm. d. Red.)

Bleibt Jose Holebas ein weiteres Jahr in Watford, wie vertraglich vorgesehen?
Jose Holebas: Wie gesagt: Ich habe noch ein Jahr Vertrag in Watford. Aber wer weiß, was passiert?

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