Mittwoch, 26.06.2019

»Ich erwarte ein Spiel auf Augenhöhe«: Der FC Südring steht gegen Leinach vor dem größten Erfolg der Vereinsgeschichte

Fußball-Relegation
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Die Vor­ge­schich­te bei­der Clubs könn­te un­ter­schied­li­cher nicht sein: In der Sai­son 2015/2016 kick­te der 1. FC Südring noch in der A-Klas­se, der FC Weiß-Blau Lein­ach spiel­te in der Lan­des­li­ga Nord­west. Jetzt kämp­fen bei­de Teams um den Auf­s­tieg in die Be­zirks­li­ga West.

Der FC Weiß-Blau Leinach holte sich mit 68 Punkten und dem sagenhaften Torkonto von 75:20 Zählern in der Kreisliga Würzburg Gruppe 2 die Vizemeisterschaft, der FC Südring schloss als Aufsteiger mit 51 Punkten und 66:50 Toren die Saison in der Kreisliga Aschaffenburg/Miltenberg als Vizemeister ab.

FC Weiß-Blau Leinach - 1. FC Südring (Dienstag, 18.30 Uhr). - Der FC Südring war die Überraschungsmannschaft der Kreisliga Aschaffenburg. Noch vor den etablierten »Platzhirschen« wie Viktoria Mömlingen, VfR Großostheim, Unterafferbach oder Mechenhard lief der Aufsteiger aus der Kreisklasse in seinem ersten Jahr in der Eliteliga des Fußballkreises als Tabellenzweiter hinter dem souveränen Meister TV Wasserlos auf Rang zwei ein. Die spielerisch und technisch überragende Truppe verfügt mit Mirel Ramic (19 Tore) und Tolga Aslin (10) über zwei treffsichere Schützen. Allzu gerne würde der FC Südring die Wasserloser, die erstmals den Aufstieg in die Bezirksliga schafften, in die höchste Liga des Bezirks begleiten. Der Weg dorthin wird äußerst schwierig und war in den letzten drei Jahren den Clubs aus dem Aschaffenburger Kreis stets verwehrt. Großostheim scheiterte 2016 gegen Hettstadt, Mömlingen blieb 2017 ebenfalls gegen Hettstadt und 2018 gegen Retzbach auf der Strecke.

Auch der FC Südring geht eher als Außenseiter in das Rennen gegen den Vizemeister aus der Würzburger Kreisliga 2, den SC Leinach. Die Truppe spielte vor drei Jahren noch in der Landesliga und strebt mit Macht wieder in die höchste Klasse des Bezirks.

Etliche Kapriolen

Südring lieferte in dieser Saison etliche Kapriolen ab, leistete sich zum Beispiel daheim gegen das abgeschlagene Schlusslicht SG Schimborn ein 3:3 und lag auch schon beim Absteiger in Richelbach mit 0:2 hinten.

»Gegen Leinach soll uns das nicht passieren. Der FC ist eine bärenstarke Truppe. Da haben wir höchsten Respekt. Die kickten vor drei Jahren noch in der Landesliga. Die Mannschaft verfügt über eine gute Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern. Unsere Mannschaft muss da mit einer ganz anderen Einstellung reingehen als in das Match gegen Richelbach. Da haben wir den Gegner wieder unterschätzt und haben das Spiel erst in den letzten acht Minuten gedreht. Das ist uns in dieser Saison schon öfters passiert. In Leinach wird das sicher anders werden. Wir wissen, was uns da erwartet. Wir hoffen auf ein gutes Ergebnis, ein Remis wäre optimal. Da können wir mit unserer Heimstärke und den Zuschauern im Rücken das Ding daheim perfekt machen«, sagt Südrings Vorsitzender Zoran Danicic. Und: »Ich erwarte ein Spiel auf Augenhöhe. Für uns wäre es nach dem Aufstieg in die Kreisliga der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte und eine herausragende Geschichte für das gesamte Umfeld. Leider müssen wir im Hinspiel in Leinach noch auf den verletzten Andre Eckert verzichten. Vielleicht können wir ihn im Rückspiel einsetzen. Das wird ein Wettlauf gegen die Zeit.«

Der FC Leinach geht mit der Empfehlung von 68 Zählern aus der Kreisliga Main-Spessart in die Relegationsrunde: »In vielen anderen Ligen hätte die Punktzahl für den direkten Aufstieg gereicht«, glaubt FCL-Trainer Karsten Geißner. Weil sich der TSV Lohr mit 75 Punkten an der Spitze aber keinerlei Ausrutscher leistete, steht nun der »bittere Gang in die Relegation« an - und zwar »gegen eine Aschaffenburger Topmannschaft, die jetzt schon Bezirksliga-Niveau hat«.

Als sich Leinachs zweiter Platz abzeichnete, nahm der Coach sowohl den 1. FC Südring als auch Bavaria Wiesen als mögliche Gegner unter die Lupe. Dass erstgenannte Mannschaft das Rennen um Platz zwei machte, schmeckt Geißner nicht: »Südring ist die bessere Mannschaft und hat Spieler, die locker ein, zwei Ligen höher spielen könnten.«

»Ich war negativ überrascht, wenn man das so sagen kann«, so Geißner über seine Eindrücke vor Ort: »Ich verstehe auch gar nicht, wieso Südring überhaupt in die Relegation muss.« Er weiß: »Da kommt ein richtiges Brett auf uns zu, wir brauchen zwei Sahnetage in Hin- und Rückspiel.« Doch: »Die Jungs haben eine super Rückrunde gespielt - wenn sie alles geben, müssen die auch erst mal bei uns gewinnen.« Geißner rechnet im Hinspiel am Dienstag mit einer besseren Personallage als im Rückspiel: »Freitags um 18.30 Uhr in Aschaffenburg - das ist für unsere berufstätigen Spieler natürlich suboptimal.«

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