Dienstag, 18.06.2019

Erst ein Torwartfehler leitet den Umschwung ein: Die DJK Hain bringt Erlenbach noch einmal ins Schwitzen

Landesliga-Relegation
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Die Erlenbacher feiern den 2:1-Siegtreffer mit ihren Fans. Foto: Björn Friedrich
Foto: Björn Friedrich

Der SV Er­len­bach darf wei­ter auf den Klas­sen­er­halt in der Fuß­ball-Lan­des­li­ga Nord­west hof­fen: Mit 2:1 setzten sich die Erlenbacher im zweiten Relegationsspiel gegen die DJK Hain durch, nachdem das erste Spiel bereits mit 4:2 an die Elf aus dem Landkreis Miltenberg gegangen war, die nun in der zweiten und entscheidenden Runde auf den Baiersdorfer SV trifft.

Was wie die Erfüllung einer Pflichtaufgabe klingt, war freilich für die Erlenbacher ein hartes Stück Arbeit. Die DJK hatte sich - unterstützt von einer lautstarken Fangemeinde - vorgenommen, das Unmögliche möglich zu machen, wozu mindestens drei Tore nötig gewesen wären. Das Team um Spielertrainer Markus Horr machte von Anfang an das Spiel, immer wieder angetrieben vom unermüdlichen Nicolas Muga Morales. Erlenbach setzte dagegen in der ersten Halbzeit auf seine Konterstärke.

Viele Torchancen

Heraus kam dabei ein Spiel mit zahlreichen Torszenen hüben wie drüben, die Torhüter brauchten sich über mangelnde Arbeit nicht zu beklagen. Für Zelder im Erlenbacher Kasten wurde es häufig nach Distanzschüssen gefährlich, die Flanken von der rechten Seite konnte Erlenbach selten verhindern, kamen aber meist zu unpräzise. Auf der Gegenseite war Amouzouvi kaum zu bremsen, aber Traut und Kuther ließen auch die besten Chancen ungenutzt. Einem Hainer Treffer in der 45. Minute wurde wegen Foulspiels die Anerkennung verweigert. So ging es torlos in die Pause, obwohl auch ein 6:6 möglich gewesen wäre.

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Relegation: SV Erlenbach – DJK Hain
Foto: Björn Friedrich |  29 Bilder

Nach 52 Minuten verlor die Erlenbacher Kaminski aus de Augen, dieser ließ Zelder nicht den Hauch einer Chance und es hieß 0:1. Nun intensivierten die Gäste ihre Anstrengungen noch mehr, Erlenbach kam kaum noch zur Entlastung, in der Abwehr brannte es zeitweise lichterloh. Kaminskis Kopfball war aber zu hoch angesetzt, Badowski verpasste, nach Freistoßabpraller (der Schiedsrichter hatte bei Zelder auf Spielverzögerung erkannt) verzog Horr, als Badowski ins Netz traf, wurde auf Abseits erkannt.

Entschieden wurde die Sache dann durch einen kapitalen Fehler des Hainer Keepers Wolpert: Kayaroglu zog aus großer Distanz hart und flach ab, Wolpert wollte den Ball festhalten, ließ ihn aber unter dem Körper durchrutschen. Damit war die Luft raus, denn Hain hätte in 15 Minuten nun noch drei Tore schießen müssen. Gegen die nun hinten völlig offenen Hainer schoss Kayaroglu in der 88. Minute sogar noch den Siegtreffer.

Trainer erleichtert

Erlenbachs Coach Nico de Rinaldis erleichtert: »Wir haben noch nie etwas geschenkt bekommen, das war auch heute nicht zu erwarten. Hain hat alles gegeben und war ein starker Gegner. Im psychologisch wichtigen Moment haben wir es versäumt, das Tor zu machen. Mir war klar, dass die Sache erst ganz am Ende entschieden wird. Für unseren jungen Keeper freut es mich, in solchen Spielen kann er viel dazulernen.

Hains Spielertrainer Markus Horr: »Mit der Art und Weise, wie wir gespielt haben, bin ich zufrieden. Aber wir haben die Tore nicht gemacht und zu viele Gegentore kassiert. Zum nicht gegebenen Treffer: Der Schiedsrichter hat auf Foul entschieden und nur das zählt.«

SV Erlenbach - DJK Hain 2:1 (0:0)

Erlenbach: Zelder, Kayaroglu, Neuendorf, Jakob Traut, Tschumak, Stoll, Amouzouvi, Kuther (46. Fleckenstein), Philipp Traut, Kocer (88. Sevim), Blasi.

Hain: Wolpert, Hufnagel, Horr, Jashari, Fries, Badowski, Arias Cardenas, Muga Morales (75. Ruch), Kaminski, Albrecht, Müller (82. Asta). -

Tore: 0:1 Kaminski (52.), 1:1, 2:1 Kayaroglu (75., 88.). - Schiedsrichter: Hertlein (Erlangen). - Zuschauer: 570.

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