Mittwoch, 26.06.2019

Die Chancen stehen »80:20 für Erlenbach«: In Hain glaubt man vor dem Relegationsrückspiel kaum noch an die Wende

Fußball-Relegation
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Duell im Relegationshinspiel um die Landesliga Nordwest: Agon Jashari (Hain, in gelb) läuft Erlenbachs Spielführer Fulbert Amouzouvi hinterher.
Foto: Laszlo Ertl

Beim SV Er­len­bach mah­nen sie: Das Du­ell ist noch nicht ent­schie­den. Und bei der DJK Hain sind sie rea­lis­tisch: Nach dem 2:4 am Don­ners­ta­g­a­bend wird es wohl nichts wer­den mit dem Auf­s­tieg in die Fuß­ball-Lan­des­li­ga Nord­west. So sind die Ge­müts­la­gen vor dem Re­le­ga­ti­ons­rück­spiel an die­sem Sonn­ta­gnach­mit­tag. Es bleibt aber die Fra­ge:

Wird es doch noch mal spannend?

SV Erlenbach - DJK Hain. - Sonntag, 16 Uhr. - Hinspiel: 4:2. - Allzu viel Hoffnung hat André Kühnl nicht mehr. Klar, im Fußball sei einiges möglich. Mit einer Wende, das gibt Hains Pressesprecher offen zu, sei in diesem Fall aber nicht mehr zu rechnen. »Die Chancen stehen 80:20 für Erlenbach«, meint Kühnl angesichts der 2:4-Niederlage, die seine DJK am Donnerstagabend gegen den Landesligisten bezogen hat.

»Wir sind Sportler«, sagt Kühnl zwar, »wir fahren nach Erlenbach und versuchen dort noch mal alles« - allerdings kommt es schon einem saisonbeschließenden Fazit gleich, wenn er erklärt: »Die Vizemeisterschaft war eine große Überraschung für uns. Wir haben eine sehr gute Saison gespielt und sind stolz auf die Mannschaft.« Tatsächlich beschlossen ist die Saison für die Elf um Spielertrainer Markus Horr am Sonntag - wenn ihr nicht mindestens drei Tore gelingen. Dann zieht Erlenbach in die zweite Relegationsrunde ein und trifft dort auf den Gewinner des Duells zwischen dem TSV Gochsheim und Baiersdorfer SV (Hinspiel 0:0).

De Rinaldis mahnt

Aber: So weit, das gibt Trainer Nico De Rinaldis zu verstehen, dürfe der SVE gedanklich noch nicht sein. »Ich gehe davon aus, dass Hain das Visier noch mal hochklappen wird«, mahnt der 45-Jährige und verweist in diesem Zuge - wie bereits vor dem Hinspiel - noch einmal auf DJK-Torjäger Patrick Badowski. »Er hat unsere beiden Innenverteidiger ordentlich beschäftigt«, sagt De Rinaldis, schließlich hat der frühere Erlenbacher seinen ehemaligen Teamkollegen am Donnerstagabend zwei Tore eingeschenkt.

Grundsätzlich geht De Rinaldis das Rückspiel voller Optimismus an. Schon alleine wegen des Platzes, auf dem am Sonntag gespielt wird: »In Hain landet ein Einwurf direkt am Elfmeterpunkt. Zu Hause haben wir einen großen Platz, der uns mehr Räume bietet.« Gleichwohl sind die Hainer eine spielstarke Mannschaft - was sie auch im Hinspiel gezeigt haben, wenngleich es vor dem gegnerischen Tor an Konsequenz und Präzision mangelte.

»Wir waren klar besser«, sagt Kühnl über den ersten Vergleich, weiß aber sehr wohl: In der Defensive bedarf es nun einer erheblichen Steigerung nach all den eklatanten Fehlern, mit denen die DJK gleich mehrere Erlenbacher Treffer begünstigt hat. Da Hain in der zurückliegenden Bezirksligarunde mit nur 28 Gegentoren in 30 Spielen die mit Abstand beste Abwehr hatte, kann sich Kühnl keinen Reim auf die Vielzahl an Aussetzern machen. »Vielleicht lag es an der ungewohnt großen Kulisse«, mutmaßt er angesichts der 900 Zuschauer - eine rechte Erklärung hat er nicht.

»Wir können Tore machen«

Er weiß aber: »Vorne können wir Tore machen.« Das hat Hain in der Bezirksliga gezeigt, das hat Hain auch am Donnerstag gezeigt. Nun braucht es gleich deren drei, sonst ist die Saison für die DJK vorüber.

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