Mittwoch, 26.06.2019

4:0-Galaauftritt der Viktoria: Trainer Noe warnt noch, doch Kahl steht schon mit mehr als einem Bein in der Bayernliga

Relegation
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Die Kahler Gökhan Aydin (links) und Lukas Elbert (rechts) nehmen Johannes Petschner in die Zange. Foto: Björn Friedrich
Foto: Björn Friedrich

Im ers­ten Re­le­ga­ti­ons­spiel zur Bay­ern­li­ga Nord setz­te sich Vik­to­ria Kahl ge­gen Jahn Forch­heim nach ei­nem fu­rio­sen Auf­tritt mit 4:0 hoch­ver­di­ent durch. Die Vor­aus­set­zun­gen könn­ten für das Rück­spiel in Forch­heim am Sams­tag um 15 Uhr aus Kah­ler Sicht al­so kaum bes­ser sein. Trai­ner Nils Noe warnt den­noch:

»Mit 90 Prozent werden wir dort nicht bestehen, wir müssen auch in Forchheim noch einmal Vollgas geben.«

Nur in den ersten zehn Minuten wurden die favorisierten Gäste ihrer Favoritenrolle gerecht. Sie begannen mit aggressivem Forechecking, hatten auch bei einem freien Kopfball sowie zwei Freistößen erste Chancen. Doch Kahl kam nun vor allem über beide Außenbahnen immer stärker ins Spiel. Insbesondere der starke Kirchner auf der linken Seite setzte sich immer besser in Szene. In der 16. Minute zwang er Keeper Bergmann mit einem Flachschuss zur Fußabwehr.

Wissel eröffnete den Reigen

Nach einer scharfen Ecke in der 27. Minute von links konnte Gäste-Keeper Bergmann nur nach vorn abklatschen, Wissel staubte zum 1:0 ab. Nur vier Minuten später setzte sich Kirchner unwiderstehlich durch, seine Hereingabe verwertete Farbmacher am kurzen Pfosten.

Nach dem Seitenwechsel wurde das Spiel der Forchheimer im Mittelfeld etwas gefälliger, ohne dass die Stürmer erfolgversprechend in Szene gesetzt werden konnten: Kahls Abwehr hatte die Sache jederzeit im Griff und leitete abgefangene Bälle sofort auf die fächerartig ausschwärmenden offensiven Aydin, Puglisi, Heßler und Aydin weiter. Hätte Puglisi in 3 zu 1-Überzahl nicht den Ball dem einzigen Gegenspieler in die Füße gespielt, wäre wohl schon der dritte Treffer fällig gewesen.

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Relegation: Viktoria Kahl – Jahn Forchheim
Foto: Björn Friedrich |  38 Bilder

Diesen markierte der eingewechselte Reinhart (60.) nach einem abgefangenen Ball im Mittelfeld: Allein vor Bergmann schloss er wuchtig in die Tormitte ab. Doch damit nicht genug, Aydin traf volley aus 20 Metern über den zu weit vor dem Tor stehenden Torhüter zum 4:0 (65.).

Forchheim gab sich zwar nicht auf, forderte nach Noppenberger-Solo vergebens einen Elfmeter, hatte auch noch in letzter Minute Pech, als Kahls ansonsten wenig beschäftigter Keeper Stadtmüller einen Kopfballaufsetzer vom Gumbrecht aus dem Winkel fischte. Für die entnervten Gäste kam es sogar noch dicker: Die eingewechselten Jerundow und Misic ließen sich kurz vor und nach dem Schlusspfiff zu Tätlichkeiten hinreißen und sahen die Rote Karte.

Kahls Trainer Nils Noe: »Wir hatten einen klaren Matchplan und der ist voll aufgegangen. Unser Kampfgeist war heute überragend und wir haben auch fußballerische Qualität bewiesen. Aber noch ist es nicht gelaufen.« Forchheims Betreuer Uwe Schüttinger: »Das war total enttäuschend, wir haben uns den Schneid abkaufen lassen. Ich glaube, wir hatten 50 Prozent Fehlpässe, vorne so gut wie keine Torchance.«

 

Viktoria Kahl - Jahn Forchheim   4:0 (2:0)

Kahl: Stadtmüller, Elbert, Wissel (59. Reinhart), Aydin, Puglisi (90. Sezer), Akman, Dzeladini, Farbmacher, Gora, Kirchner (79. Sauer), Heßler. - Forchheim: Bergmann, Petschner, Müller, Gumbrecht, Nagengast (35. Misic), Städtler (81. Jerundow), Noppenberger, Mai, Jäckel, Wartenfelser, Güngör. - Rote Karten: Jerundow (90. Tätlichkeit), Misic (nach Spielende, Tätlichkeit). - Zuschauer: 560. - Schiedsrichter: Hamper (Kulmbach)

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