Piechowiak wechselt den Sieg ein

Fußball: Nassig besiegelt den Hundheimer Abstieg in die Kreisliga - Beim FCH freut sich nur der Schatzmeister

Kreisliga TBB
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Das Der­by in der Plat­zie­rungs­run­de der Fuß­ball-Lan­des­li­ga Oden­wald zwi­schen dem FC Hund­heim/Stein­bach und dem SV Nas­sig ging am Don­ners­ta­g­a­bend klar an die Gäs­te. Die Hund­hei­mer sind da­mit de­fini­tiv ab­ge­s­tie­gen. Die Nas­si­ger klet­tern auf Rang drei, kön­nen aber trotz­dem im­mer noch di­rekt ab­s­tei­gen. Die Ab­stän­de sind mi­ni­mal.

Jedes Duell in der Platzierungsrunde ist ein Endspiel.

FC Hundheim/Steinbach - SV Nassig 1:4 (1:2). - Am Vatertag kam nur bei einem Hundheimer Freude auf - dem Kassenwart. Fast 250 Zuschauer fanden sich auf dem Sportgelände ein, um das »Abschieds-Derby«, so die Bezeichnung im offiziellen FCH-Pressebericht, zu verfolgen. Vielleicht nur ein Abschied auf Zeit. Schlimm wäre es, wenn sich beide Teams in der kommenden Saison in der Kreisliga gegenüberstehen würden. Und dass die Hundheimer schon bald wieder in die Landesliga zurückkehren, gilt den meisten Beobachtern doch als sehr wahrscheinlich.

Die Gäste legten los wie die Feuerwehr. Bereits nach gut zehn Minuten prüfte der Ex-Steinbacher Gästeangreifer Joachim Gattenhof den jungen FC-Keeper Marco Müssig, der den gefährlichen Kopfball jedoch zur Ecke klärte. Keine zwei Minuten später war der 18-jährige Schlussmann jedoch machtlos. Jo Gattenhof nahm ein Zuspiel geschickt an, drehte sich gekonnt um seinen Gegenspieler - und schon zappelte der Ball zur frühen Gäste-Führung im Netz.

Dick gleicht aus

Die Gastgeber waren keineswegs geschockt. Im Gegenteil, nach schöner Vorarbeit von Dumitru Natsase glich Christoph Dick aus kurzer Entfernung aus. Das Nassiger Offensiv-Feuerwerk wurde aber nur kurz unterbrochen. Immer wieder war es Jo Gattenhof, der leichtfüßig durch die Hundheimer Abwehr tanzte. Ein weitere Abschluss landete am Pfosten - Glück für die Hausherren.

Im Gegenzug prüfte FC-Routinier Alexander Münkel mit einem raffinierten Freistoß den Gästetorsteher Moritz Floder. Eine Zeigerumdrehung später der Treffer zur erneuten Gästeführung. Thomas Lausecker verwandelte einen klugen Rückpass aus 14 Metern eiskalt zum 2:1 für die Schwarz-Weißen.

Anfangs der zweiten Halbzeit plätscherte die Partie über weite Phasen vor sich hin. Es gab zunächst kaum noch Torraumszenen. Nassig kontrollierte das Spiel, und bei den Gastgebern schwand zunehmend die ohnehin noch vage Hoffnung an den Klassenerhalt. Mit einem Vierfach-Wechsel wechselte Nassigs Trainer Szymon Piechowiak die Entscheidung ein. Zunächst traf Luca Rohde elf Minuten nach seiner Einwechslung zum 1:3. Etwas länger, nämlich 21 Minuten, benötigte der ebenfalls ins Spiel gekommene Jacob Scheurich für seinen Treffer zum 1:4-Endstand.

Trainerstimmen

Dirk Züchner (Hundheim/Steinbach): »Nassig war heute ein Tick zu stark für uns. Tore fallen durch Fehler und wir haben bei den Toren eindeutig zu viele davon gemacht. Wir haben nach dem 2:1 alles versucht, aber es hat heute nicht sollen sein. Uns haben zu viele Spieler, sei es beruflich oder durch Verletzung, gefehlt. Am Sonntag in Rosenberg werden wir jedenfalls noch einmal alles raushauen. Wir wollen uns gut aus der Liga verabschieden.«

Szymon Piechowiak (Nassig): »Wir haben uns schon schwergetan. Der Platz war auch sehr stumpf. Aber ich denke, wir haben auch in der Höhe verdient gewonnen. Die Jungs haben das gut gemacht. Die Einwechslungen haben den Ausschlag gegeben. Jetzt wollen wir gegen Assamstadt drei Punkte. Zuhause waren wir zuletzt nicht so erfolgreich, das müssen wir ändern.«

FC Hundheim/Steinbach - SV Nassig 1:4

Hundheim/Steinbach: Müssig, Bischof, Trunk, C. Dick (77. Fischer), C. Münkel, Hilgner (61. Öchsner), Hirsch, A. Münkel, M. Baumann, Pahl (53. Bundschuh), Natase (55. Völk).

Nassig: Floder, Sock, Lang, Lausecker (75. Hörner), Emrich, T. Baumann (72. Scheurich), Dworschak (65. Rohde), Budde, Gattenhof, Kunkel, Stobbies (65. Dürr).

Tore: 0:1 Joachim Gattenhof (11.), 1:1 Christoph Dick (14.), 1:2 Thomas Lausecker (18.), 1:3 Luca Rohde (76.), 1:4 Jacob Scheurich (90.+3.). - Schiedsrichter: Faith Kerem Icli (Oberlauda). - Zuschauer: 240.

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