Montag, 19.11.2018

»Eine reine Katastrophe. Mir fehlen die Worte«

SV Viktoria Wertheim:Trainer Roman Ratter beruft direkt nach dem Debakel in Grünsfeld eine Spielersitzung ein

Sonntag, 09.09.2018 - 21:45 Uhr

Fuß­ball-Lan­des­li­ga Oden­wald: FC Grüns­feld - SV Vik­to­ria Wert­heim 5:1 (4:0). - Als die Grüns­fel­der kurz nach dem Schlussp­fiff die Hän­de in den Him­mel reck­ten, da schau­ten sich die Gäs­te rat­los an. Fast al­le Wert­hei­mer, vom Trai­ner bis zum Tor­hü­ter, zeig­ten die glei­che Kör­per­hal­tung:

ein Bein leicht vor dem anderen, die Hände hinter dem Rücken zusammengefaltet. Und auch die Richtung der Mundwinkel war gleich - sie zeigten nach unten.

Ja, die Wertheimer hatten gerade mit 1:5 gegen das Schlusslicht verloren. Spielertrainer Roman Ratter war zunächst völlig sprachlos, wollte das Debakel eigentlich gar nicht kommentieren, ließ sich dann aber doch zu einem Statement bewegen: »Eine reine Katastrophe. Mir fehlen die Worte. Körperlich waren wir zwar anwesend, geistig aber nicht. Jeder Angriff des Gegners war drin. Man hätte zur Pause alles auswechseln müssen, auch mich.«

Kurzzeitiger Dammbruch

Die Gastgeber brauchten nicht lange für ihre erste Chance. Schon in der elften Minute fiel das 1:0 durch Moschüring. Nach dem Strafstoß zum 2:0 brachen dann kurzzeitig alle Dämme. Binnen sechs Minuten fielen drei Tore. Die Gastgeber liefen überfallartig durch die Defensive der Gäste, die quasi am eigenen Strafraum festgetackert wurden und sich zudem ein Potpourri an Fehlern leisteten.

Besser wurde es erst nach der Pause. Roman Ratter hatte schon auf Schadensbegrenzung umgestellt: »Ja, da wollten wir weitere Treffer verhindern. Das ist uns auch gelungen, bis eben auf den zweiten Elfmeter.«

Am Ende gelang Sandro Hensel zumindest noch der moralisch wichtige Ehrentreffer. Die Aufarbeitung der deutlichen Schlappe begann schon zwei Stunden nach dem Schlusspfiff bei einer Spielersitzung in Bestenheid. »Viel Zeit haben wir ja nicht«, presste Ratter durch die Lippen. Sein Schlussfazit: »Das war heute der Klassiker. Gegen Neckarelz haben wir geliefert, nun folgt wieder ein schlechtes Spiel. Aber wenn mal der Wurm drin ist, bekommt man den auch schlecht wieder raus. Das war heute gar nichts. Es gibt nichts zu beschönigen.«

SV Viktoria Wertheim: N. Scheurich, Bundschuh (46 G. Scheurich) , Ratter, Jörg (25. Winzenhöler), Michel, Hensel, R. Cirakoglu, Aksit, Helfenstein, Greulich, Q. Elshani (51. C. Cirakoglu). - Tore: 1:0 Chris Moschüring (11.), 2:0 Lukas Albert (23.), 3:0 Chris Moschüring (26.), 4:0 Lukas Müller (29.), 5:0 Lukas Albert (63./FE), 5:1 Sandro Hensel (85.). - Schiedsrichter: Bekir Yalcin (Heidelberg). - Zuschauer: 150.

clk
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