Freitag, 21.09.2018

Es wimmelt nur so von Spielgemeinschaften

Fußball:Kreisliga TBB hat an Qualität gewonnen - Heikle Mission für Reicholzheim/Dörlesberg - »Eröffnungsspiel« am Tag nach erster Partie

Donnerstag, 23.08.2018 - 19:42 Uhr

An die­sem Wo­che­n­en­de ist es end­lich so­weit. Auch für die Fans der Fuß­ball-Kreis­li­ga Tau­ber­bi­schof­heim hat das War­ten ein En­de. Am Frei­tag be­ginnt in Der­tin­gen die 42. Spiel­zeit.

Erster Gegner des neu gegründeten Vereins DHK Kickers Wertheim ist Vizemeister Unterschüpf/­Küpprichhausen, der neben Assamstadt als einer der Topfavoriten auf den Titel gilt. Joachim Schroth, Unterschüpfs Trainer, sieht das allerdings ein wenig differenzierter: »Es liegt eine schwierige Saison vor uns. Die Kreisliga hat an Qualität gewonnen. Dies liegt zum einen an den drei neuen Spielgemeinschaften, zum anderen schätze ich die beiden Aufsteiger, vor allem Gerchsheim, als sehr stark ein. Im Gegensatz zur letzten Runde wird es mehr ausgeglichene Partien geben, die Ergebnisse werden im Vorfeld nicht so leicht auszumachen sein.«

Ein Name alleine reicht nicht

Überhaupt gibt es einen immer stärkeren Trend zu Spielgemeinschaften. Mittlerweile besteht die halbe Liga aus Zusammenschlüssen von Vereinen. Ein Trend, der sich in den kommenden Jahren sicherlich noch verstärken wird.

Am Samstag greift dann auch der zweite Topfavorit ins Geschehen ein. In Schwabhausen will der TSV Assamstadt nach Möglichkeit mit einem Auswärtssieg in eine mögliche »Meisterschaftssaison« starten. Die Gäste haben sich mit Horst Beck einen namhaften Trainer geangelt, der schon in Hollenbach (Jugendtrainer) und Schwäbisch Hall (Co-Trainer) bewiesen hat, dass er hervorragend mit jungen Spielern arbeiten kann. Den Stempel »Favorit« will TSV-Abteilungsleiter Christian Hügel so allerdings nicht stehenlassen: »Wir haben das mitbekommen, aber auch wir müssen die Abgänge erst einmal kompensieren. Zudem gibt es ein paar Verletzte. Der Name TSV Assamstadt reicht nicht zum Meistertitel.« Die Samstag-Partie firmiert offiziell als »Saisoneröffnungsspiel«, obwohl es schon das zweite Spiel ist. Ab 17 Uhr ist ein Rahmenprogramm mit Grußworten von Funktionären und Ehrengästen vorgesehen.

Doch Assamstadt und Unterschüpf/Kupprichhausen sind nicht die einzigen Titelkandidaten. Der Kreis der Meisterschaftsanwärter ist in dieser Saison deutlich größer als in den Vorjahren. Der Grund ist denkbar einfach. Mit Hundheim/Steinbach, Nassig, Uissigheim und der SV Viktoria Wertheim spielt die »Crème de la Crème« der heimischen Fußballelite mittlerweile in der Landesliga. Einen glasklaren Favoriten gibt es nicht. Die Zuschauer dürfen sich also auf einen spannenden Titelkampf mit mehr als zwei Clubs freuen, denn auch dem neu aus der Taufe gehobenen FC Umpfertal, der aus den beiden Vereinen Schweigern und Boxberg/Wölchingen hervorgegangen ist, wird durchaus ein vorderer Platz zugetraut. Auf der Liste darf selbstverständlich auch Landesliga-Absteiger Gerlachsheim nicht fehlen. Hinzu kommt der TSV Kreuzwertheim, der in der vergangenen Runde weit hinter seinen Möglichkeiten blieb.

25 Punkte dürften reichen

Bereits zum achten Mal in ihrer Geschichte gehen in der Liga 14 Vereinen an den Start. Für den sicheren Klassenerhalt wird eine Mannschaft heuer im Schnitt rund 25 Punkte erkämpfen müssen. In der vorigen Runde waren es 26 Zähler. Es gibt wieder zwei Direktabsteiger. Der Drittletzte bestreitet die Relegation gegen den Dritten der Kreisklasse A. Der Meister steigt automatisch in die Landesliga Odenwald auf, der Vizemeister spielt die Relegation. Daran hat sich soweit nichts geändert.

Im Blickpunkt stehen erfahrungsgemäß die Neulinge. Der TSV Gerchsheim trifft in seiner ersten Partie auf die Nassiger, die in ihrem vierten Kreisliga-Jahr nur einen Wunsch haben. »Auf jeden Fall hoffe ich auch einen ruhigeren Saisonverlauf. Und darauf, dass wir den Klassenerhalt vorzeitig sichern und nicht wieder bis zum letzten Spieltag zittern müssen«, sagt Trainer Manuel Herberich, der künftig die Geschicke der »Zweiten« zusammen mit Co-Trainer Philipp Gegenwarth leitet.

Das Trauma von 2009/10

Vor einer heiklen Aufgabe steht der zweite Newcomer, Reicholzheim/Dörlesberg. Zuletzt gehörte der Club in der Saison 2009/2010 dem Starterfeld der Kreisliga an. Damals folgte mit nur fünf Punkten der sang- und klanglose Abstieg. Das traumatische Erlebnis dürfte der Club mittlerweile verarbeitet haben. Zum einen hat sich die Mannschaft komplett verändert, zum anderen steht mit dem Ex-Hundheimer und Ex-Wertheimer Rafael Gogollok ein erfahrener Trainer auf der Kommandobrücke, der den Aufsteiger ins Finale der Stadtmeisterschaft (dort 1:3-Niederlage gegen Nassig) führte.

Im ersten Pflichtspiel treffen Gogollok & Co. auf den FC Külsheim, der sich den Startplatz erst über den Umweg Relegation sicherte. »Die letzte Runde war natürlich nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe. Viele Verletzte und zu viele Gegentore waren ausschlaggebend. Die neue Runde läuft hoffentlich besser. Unser Ziel ist ein einstelliger Tabellenplatz«, blickt FCK-Trainer Frank Tomic in die Zukunft.

CLAUS KRÜGER

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