Gössenheim und Sendelbach/Steinbach wollen künftig in der Kreisliga spielen

Diesmal entscheidet kein Quotient

Fußball-Relegation
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Hat in Gemünden ein Heimspiel: Michael Worbis, scheidender Trainer des FC Gössenheim.
Foto: Denise Nadler
Sorgt sich etwas wegen der zahlreichen Offensiv-Ausfälle: Franz Haas, Co-Trainer von Sendelbach/Steinbach.
Foto: Fabienne Iser
Ein Spiel, ein Sie­ger, ei­ne Ent­schei­dung: Zwi­schen FC Gös­sen­heim und SV Sen­del­bach/Stein­bach geht am Frei­ta­g­a­bend in Ge­mün­den um die Qua­li­fi­ka­ti­on zur Fuß­ball-Kreis­li­ga Main-Spess­art. Der Ge­win­ner spielt künf­tig Kreis­li­ga, der Ver­lie­rer Kreis­klas­se.

FC Gössenheim - SV Sendelbach/Steinbach. - Freitag, 18.30 Uhr, in Gemünden. - An nur zwei Spieltagen der abgelaufenen Spielzeit stand der FC Gössenheim auf einem Nichtabstiegsplatz der Kreisliga. An allen anderen 24 Spieltagen war der Aufsteiger auf einem der letzten drei Plätze zu finden. Mit einem Sieg am Freitagabend gegen Sendelbach/Steinbach, den Vizemeister der Kreisklasse 3, würde die Mannschaft von FCG-Trainer Michael Worbis jedoch die Liga halten. »Die Saison ist jetzt so gesehen egal. Es geht ums letzte Spiel, da fällt die Entscheidung. Das ist unsere Möglichkeit«, sagt Worbis.

Heimspiel für Worbis

Für den scheidenden Trainer, der den Verein nach dieser Saison verlassen wird, ist es nicht nur aus sportlicher Sicht ein besonderes Spiel. Der 32-Jährige ist neben seiner Trainertätigkeit bei Gössenheim auch noch 3. Vorsitzender beim ESV Gemünden, dem gastgebenden Verein am Freitagabend. »Das ist schon besonders für mich. Auf dem Sportplatz, auf dem ich groß geworden bin, nun so ein bedeutendes Spiel zu coachen. Aber es ist auch ein bisschen komisch«, findet der Gemündener, der zudem an der organisatorischen Vorbereitung des Relegationsspiels in Gemünden beteiligt ist.

Vor dem Spiel am Freitag arbeite die medizinische Abteilung in Gössenheim auf Hochtouren, um den kleinen Kader mit den vielen angeschlagenen rechtzeitig für die Relegation fitzubekommen. In der abgebrochenen Vorsaison, als sich beide Mannschaften noch in der Kreisklasse gegenüberstanden, sicherte sich der FC Gössenheim mit einem Quotienten von 2,16 denkbar knapp die Meisterschaft vor Sendelbach/Steinbach (Quotient 2,15). Auch deshalb erwartet Worbis ein Spiel auf Augenhöhe.

20 von 24 möglichen Punkten

Sendelbach/Steinbach war eigentlich nach der 2:3-Pleite in Wiesenfeld zum Jahresauftakt am 27. März abgeschrieben. Die folgende unerwartete Serie mit 20 Punkten aus acht Partien ohne Niederlage bescherte der Michael-Riedmann-Elf die jetzige Riesenchance. »Sorgen macht uns aber das Verletzungspech«, verweist SVSS-Co-Trainer Franz Haas auf vier verletzte Offensivspieler. »Und die Belastung war in den letzten Spielen mit schweren Gegnern hoch. Es ist die Frage, ob die Mannschaft das verarbeiten kann«, sagt Haas, der findet, dass die Mannschaft es in den vergangenen Spielen nicht gut, sondern sehr gut gemacht hat.

Es habe sich gezeigt, dass das Team für alles, was in der Rückrunde reingeworfen wurde, selbst belohnt habe. Sollte es am Freitag nicht klappen, müsse man kommende Saison einen neuen Angriff starten. »Es wird nicht einfach. Das letzte Spiel ging an die Substanz (1:0 in Burgsinn, d. Red). Wir waren nach der Wiesenfeld-Niederlage weg vom Fenster - und wir gehen ganz entspannt in die Begegnung«, so der 56-jährige Sendelbacher, der seit Juli 2021 Co-Trainer ist und bei Bosch-Rexroth als Monteur arbeitet.

Den Gegner kennt er nicht wirklich: »Man kennt sich von der vorletzten Runde. Die wissen mehr über uns als wir über sie, weil sie uns am Sonntag in Burgsinn beobachtet haben«, weiß der Co-Coach.

Der SVSS wurde 2008 gegründet, startete mit zwei Teams - in A- und Kreisklasse. 2011 stieg die Mannschaft in die Kreisliga auf, 2015 wieder ab. Seither gab es keine Relegationsspiele.

So wollen sie spielen

FC Gössenheim (voraussichtl. Aufstellung): Brand - Holaschke, Försch, Mühlrath, Kütt - Malin, Höfling, Breust, S. Klodewig, Göbel - Wehner. - Ersatz: Müller, Henning, D. Klodewig, Herrmann, Schmitt, Theobald, Schlereth, Marras. - Bish. Torschützen: Kilian Wehner 17, Steffen Klodewig, Philipp Malin je 3.

SV Sendelbach/Steinbach (Kader): Marvin Disse, Björn Ewald - Benedikt Schmitt, Felix Keinert, Andreas Dicker, Simon Kronmüller, Florian Braun, Bastian Lutz, Michael Gehrling-Kolbe - Mark Takacs, Christian Guzzanti, Artur Groß, Clemens Kuhn, Andrea Guzzanti, Alexander Nadler, Simon Keinert - Michael Riedmann. - Es fehlen: Johannes Marschall, Yannic Mälzer (beide Schlüsselbeinbruch), Mathias Riethmann (Urlaub), Daniel Lanier (Sprunggelenksverletzung). - Bish. Torschützen: Michael Riedmann 15, Mathias Riethmann 9, Yannic Mälzer 8, Artur Groß 5, Alexander Nadler 4.

Anstoß: Freitag, 18.30 Uhr, in Gemünden - Schiedsrichter: Kay Urbanczyk (Unterpleichfeld) - Unser Tipp: 1.

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