Samstag, 22.09.2018

Der junge, torhungrige Kapitän

Tim Strohmenger:Mit erst 19 Jahren ist der Angreifer ein Schlüsselspieler bei Kreisligist Gemünden/Seifriedsburg

Spieler des Monats MSP Mittwoch, 12.09.2018 - 19:22 Uhr

Sie­ben To­re in nur fünf Spie­len im Au­gust: Tim Stroh­men­ger ist als Tor­jä­ger ei­ner der Leis­tungs­trä­ger der FV Ge­mün­den/Seifrieds­burg und geht beim Ta­bel­len­zwei­ten der Fuß­ball-Kreis­li­ga Main-Spess­art mit nur 19 Jah­ren als Spiel­füh­rer voran.

Im Interview mit unserem Medienhaus spricht der Angreifer über seine Autorität als Kapitän, die Ziele in dieser Saison - und die entscheidenden Unterschiede zur FVGS der vergangenen Jahre.

Wie ist es, mit 19 Jahren einem 35-jährigen Mitspieler nach dem dritten Fehlpass auf dem Platz zu sagen, dass er sich zusammenreißen soll?

Am Anfang war das schon ein bisschen komisch. Nach ein, zwei Spielen hat sich das aber gelegt. Inzwischen hat mich die Mannschaft längst als Kapitän akzeptiert - auch wenn ich noch so jung bin.

Waren Sie überrascht, als Ihr Trainer Thorsten Legedza Sie zum Spielführer bestimmt hat?

Im ersten Moment schon. Ich glaube, es ist relativ außergewöhnlich, dass ein 19-Jähriger Kapitän wird. Aber ich habe mich in erster Linie natürlich sehr darüber gefreut. Das Amt ist eine große Auszeichnung und ein Vertrauensbeweis.

Sie haben in sieben Saisonspielen nur einmal gefehlt - und dieses eine Spiel gegen Karlburg II hat die FVGS nicht gewonnen (0:0). Ein Zufall?

(Lacht.) Ich weiß nicht, ob es nur daran lag, dass ich nicht dabei war. Wir hatten in diesem Spiel aber mehrere Ausfälle. Auch unser Torwart Marcel Jamil und unser defensiver Mittelfeldspieler Atilla Aydogdu waren nicht dabei.

Die übrigen sechs Spiele hat die Mannschaft gewonnen.

Ja. Ich finde, wir können sehr zufrieden sein mit dem Saisonverlauf. Jetzt wollen wir einfach möglichst lange oben mitspielen. Das Potenzial dazu haben wir.

Sie vermeiden es, den Aufstieg als Ziel auszurufen.

Unser Ziel ist Platz eins bis vier. Ich denke, wir sind auf einem guten Weg, das zu erreichen. Ob es mit dem Aufstieg klappt, hängt auch von der Konkurrenz ab.

Wen haben Sie da auf dem Zettel? Lohr und Leinach?

Natürlich. Beide haben eine sehr gute Mannschaft. Man sollte aber auch Maidbronn/Gramschatz und Helmstadt beachten. Gegen die haben wir uns schwer getan.

Worauf wird es im Aufstiegsrennen ankommen?

Wir sollten natürlich in den direkten Duellen punkten, aber wir dürfen uns auch gegen die Kleinen nicht viel erlauben.

Was stimmt Sie zuversichtlich, dass Gemünden/Seifriedsburg nach dem guten Saisonstart nicht einbricht? Das ist in den Vorjahren oft passiert.

Wir haben in dieser Saison einen größeren und noch ausgeglicheneren Kader mit mehr Qualität als in den vergangenen Jahren. Die Mannschaft hat sich gesteigert, und gerade die Jungen haben mittlerweile an Erfahrung gewonnen.

Wir stehen defensiv sehr gut, und in der Offensive kommen wir immer zu unseren Chancen. Und wir haben im Gegensatz zu Lohr keinen Druck. Wir sind einfach nur oben dabei. Deshalb habe ich keine Bedenken, dass wir abrutschen.

ZUR PERSON: Tim Strohmenger

Geburtstag/-ort: 14. September 1998 in Karlstadt
Wohnort: Gemünden-Seifriedsburg
Beruf: Mechatroniker
Familienstand: ledig
Größe: 1,90 Meter
Gewicht: 80 Kilogramm
Hobbys: Fußball, Fahrradfahren
Lieblingsverein: Bayern München
Frühere Stationen: SV Seifriedsburg

SEBASTIAN LEISGANG

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