Warum sich Jan Birkholz in Bischbrunn schon jetzt wohl fühlt

Die Führung ist nah an den Spielern dran

Kreisklasse WÜ 4
3 Min.

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Jan Birkholz, hier im Trikot seines Heimatvereins Stadt-/Dorfprozelten.
Foto: Björn Friedrich
Der SV Bisch­brunn hat am Sonn­tag in der Kreis­klas­se Würz­burg 4 den Fa­vo­ri­ten dü­p­iert und die SG Hett­stadt/Greu­ßen­heim in Hett­stadt mit 5:2 ge­schla­gen. »Das war be­f­rei­end. Wir hatten nach der guten Vorbereitung auf einen guten Start gehofft und nach dem Spiel gegen Esselbach/Steinmark (Kreisliga, 8:6 n. E. gesiegt, d. Red.) gemerkt, dass wir mithalten können. Die waren in Vollbesetzung da«, sagt Jan Birkholz, seit dieser Saison Spielertrainer beim SVB.

Er selbst sorgte nach einer Balleroberung im Zentrum und einem Pass von SVB-Kapitän Adrian Ziem, der das erste Tor der Begegnung erzielte (5.), für den Endstand in Hettstadt (83.).

Birkholz, der vorne variabel einsetzbar ist oder als Innenverteidiger fungiert, ist gut bei Bischbrunn angekommen. Er habe sich bereits im Vorfeld mit dem Verein beschäftigt. Attraktiv findet er, dass der Verein vom Geiersberg von einer jungen Vorstandschaft geführt wird. Dadurch sei viel Bewegung im Verein, die Führung sei sehr nahe an den Spielern dran. »Bei dem Gespräch mit mir waren drei Vorstände da. Das hat mich überzeugt«, so der 31-Jährige, der in der Vertriebsleitung bei der Sigrist GmbH (Estenfeld) arbeitet.

Weiter lobt er die Menschlichkeit, die ihm in Bischbrunn begegnet. Nach den Spielersitzungen säßen die Akteure noch zusammen oder unternähmen etwas. »Das kenne ich von anderen Vereinen nicht so«, sagt er. Beim Abschiedsspiel für den nun pausierenden Ex-Spielertrainer Florian Dreher war er bereits integriert und spielte eine Halbzeit. Damals - einem 7:2 über Oberndorf - legte er ein Ei ins eigene Nest. Mit Dreher (damals Sturm) steht er in engem Kontakt. Eine gute Übergabe habe stattgefunden.

66 Gegentore in einer Saison

Die Grundhaltung des Familienvaters, der eine zweijährige Tochter und einen sechs Monate alten Sohn hat: »Die Philosophie muss zur Mannschaft passen.« Birkholz möchte Struktur ins Spiel bringen. Ihm ist es wichtig, dass seine Mannen kompakt stehen, schnell umschalten und sich damit weniger Gegentore als in der vergangenen Saison fangen, wo Bischbrunn als Neunter ein Torverhältnis von 48:66 aufwies. Wie viele Spieler genau aus Bischbrunn, wie viele von auswärts kommen, weiß er nicht ganz genau. »Fast alle Auswärtigen sind seit Jahren dabei und fest integriert, wie Kapitän Adrian Ziem. Er war acht Monate verletzt. Wir merken, dass er wieder dabei ist«, freut sich Birkholz. Ziem (links oder rechts außen) sei ein ruhiger Kapitän, der bei Bedarf den Mund aufmache.

Neuer Konkurrenzkampf im Tor

Mit Christian Heim hat Bischbrunn einen neuen Keeper aus Oberndorf bekommen. Im ersten Saisonspiel wurde Julian Behl eingesetzt, weil er schon länger im Team ist. Wer Nummer eins wird, ist unklar. »Das steht auf Messers Schneide. Behl ist durch den Konkurrenzkampf deutlich besser geworden«, so der Teamchef. Mit zwei Keepern sei ein besseres Training möglich. Birkholz hält viel von Torwarttrainer Michael Maier, der mindestens einmal pro Woche da ist und am Mittwoch das Training leitete.

Birkholz lag zu diesem Zeitpunkt mit Fieber im Bett. Wenn Maier da ist, sind auch die Keeper, insgesamt vier, da. In der zweiten Mannschaft, der SG Oberndorf II/SV Bischbrunn III (B-Klasse 4), agieren die Schlussmänner Martin Günzelmann, der Potenzial für die »Erste« hat, und Antonio Nikolaus, ein Gastarbeiter aus Kroatien. Torwart Marko Werner ist langzeitverletzt.

Der Gegner am Sonntag ist Aufsteiger FV Bergrothenfels/Hafenlohr. Der FV lag am Sonntag zuhause gegen Schollbrunn mit 1:5 zurück und verkürzte auf 4:5. »Die kommen bestimmt zu uns mit Euphorie, um Punkte zu holen. Sie sind offensivstark«, weiß Birkholz, der in Neuenbuch (Ortsteil von Stadtprozelten) sein Elternhaus übernommen hat.

Von Trennung enttäuscht

Birkholz gehörte zu Bezirksligazeiten dem SC Schollbrunn als Spieler an und gewann mit dem SCS den Toto-Pokal. Mit 26 Jahren war er in Wenkheim/Werbach ein Jahr Spielertrainer. In der Vorsaison rettete sich der Verein in der Relegation. Unter Birkholz landete die Mannschaft schließlich auf Rang vier der dortigen Kreisklasse. Dann war er zweieinhalb Jahre Spielertrainer in Stadtprozelten und schaffte es in seiner ersten Spielzeit in die Kreisliga-Relegation. Wegen einer Meniskus-OP musste er dann pausieren.

Die Trennung bei Stadt-/Dorfprozelten lief nicht so, wie er sich das vorgestellt hatte. Er war etwas enttäuscht und spielte dann vor seiner Bischbrunn-Zeit beim Nachbarverein und Kreisklassisten SV Faulbach.

Die Spiele

Sonntag, 15 Uhr

SV Bischbrunn (3 Punkte, Platz 1) - FV Bergrothenfels/Hafenlohr (0, Platz 8). - Unser Tipp: 1.

SC Schollbrunn (3, Platz 4) - SG Retzbach/Zellingen (0, Platz 13). - Unser Tipp: 1.

SV Erlenbach (3, Platz 5) - FV Thüngersheim (3, Platz 6). - Unser Tipp: 0.

SG TSV Urspringen/FC Karbach (0, Platz 7) - SV Kist (3, Platz 3). - In Urspringen. - Unser Tipp: 2.

Würzburger FV II (0, Platz 11) - SG Hettstadt/Greußenheim (0, Platz 7). - Unser Tipp: 2.

TSV Erlabrunn (3, Platz 2) - FSV Holzkirchhausen/Neubrunn (0, Platz 9). - Vorsaison: 1:1 (H), 2:0 (A). - Unser Tipp: 0.

Die Torjäger

2 Maksut Azizi (Kist)

Lars Liebler (Bischbrunn)

Adrian Riedmann (Thüngersheim)

Tobias Rudolph (Würzburg II)

Jonas Spies (Erlenbach)

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