Mittwoch, 19.09.2018

Nach den Umschulungen gehen die Spiele völlig anders aus

Kreisklasse 4:Warum der SC Schollbrunn viel weniger Tore schießt und kassiert - Kamil Pancer fehlt wohl bis zur Winterpause

Kreisklasse 4 Donnerstag, 06.09.2018 - 20:06 Uhr

Beim SC Scholl­brunn ha­ben sich die Pro­b­le­me in der Fuß­ball-Kreis­klas­se Würz­burg 4 ver­scho­ben. Vor et­was mehr als ei­nem Jahr hat­ten dort vier Ab­wehr­spie­ler auf­ge­hört. Und Trai­ner Zbig­niew Pa­lys stand vor ei­ner gro­ßen Bau­s­tel­le.

Er war gezwungen, Leistungsträger wie Stefan Schickel (damals Sturm), Matthias Ebert (offensives Mittelfeld), Ramin Omarzada (offensives Mittelfeld) und den damaligen Neuzugang Tomasz Lorenc (Mittelfeld) zu überzeugen, als Verteidiger zu agieren, und sie zu eben diesen umzufunktionieren.

Bekannt ist auch das Schollbrunner Torwartproblem, das sich erst löste, als Lukasz Horwat Ende April auf die Bühne trat. »Vertrauen zwischen Abwehr und Torwart gab es bis dahin nicht«, sagt Palys, der früher in der 4. Liga in Polen bei Stal Sanok als Stürmer unter Vertrag war. Er vertraute auf seine »Kreativabteilung«: Stürmer Kamil Pancer erzielte über 30 Tore. 15 davon hatte Michal Stroka vorbereitet, der selbst 15-Mal einnetzte.

Die Strategie, das Spiel in die gegnerische Hälfte zu verlegen, und trotz vieler Gegentore einen passablen sechsten Rang zu erzielen, ging auf. Schollbrunn hatte die meisten Treffer erzielt, aber ein Torverhältnis von 74:64. Jetzt, wo die »Umfunktionierten« nach einem langen Entwicklungsprozess zu guten Abwehrspielern geworden sind und man mit Mateusz Deege einen Ex-Profi als Stammkeeper gewonnen hat, der bislang inklusive aller Freundschaftsspiele in der Vorbereitung nie mehr als einmal pro Partie hinter sich greifen musste, ist vorne ein Problem entstanden.

Beim Spezialisten in Offenbach

Denn Kamil Pancer hatte sich im letzten Vorbereitungsspiel vor dieser Saison das Knie verdreht. Er hat kein Punktspiel absolviert, muss wohl operiert werden und fällt bis zur Winterpause aus. Goalgetter und Vorlagengeber Michal Stroka trug aus dem ersten Saisonspiel eine Blessur davon und fiel dann im zweiten Spiel in Greußenheim nach einem Foul unglücklich auf die Schulter. Er muss noch mindestens zwei Wochen pausieren. Beide sind bei Dr. Uwe König in Offenbach in Behandlung, wo auch Profisportler medizinisch betreut werden. Der Kontakt kam über den ehemaligen SC-Vorstand Stefan Kohlroß zustande.

»Wir wollten auf einer sicheren Defensive aufbauen. Doch das funktioniert nicht. Die Tor-Maschinerie läuft nicht«, so der 48-jährige Teamchef. Das Tor?verhältnis des Viertplatzierten liegt nach vier Spieltagen bei 3:2. Unter den derzeitigen Voraussetzungen sind erst einmal alle Schollbrunner Träume Richtung Tabellenspitze passé.

Am Sonntag empfängt Schollbrunn den TSV Homburg, gegen den die Palys-Elf in den vergangenen zwei Spielzeiten keinen Sieg einfuhr. Vergangene Saison bescherte die Münz-Elf den Schollbrunnern haushohe Pleiten - 2:5 (H), 1:4 (A).

»Trotz der Ergebnisse war es immer hart umkämpft, eng und hat ein glückliches Ende für uns genommen«, sagt Homburgs Abteilungsleiter Karl Dengel dazu. Auch in Homburg fehlten bislang jedes Spiel fünf Stammkräfte. Beim Auswärtsspiel sind nicht dabei: Nico Kaufmann (Offensive, Muskelfaserriss), der noch zwei Wochen pausieren muss, Louis Schäfer (zentrales Mittelfeld, drei Bänder am Fuß abgerissen) der frühestens in vier Wochen wieder antreten kann, Nico Öhm (zentrales Mittelfeld, im Urlaub) und Alexander Hartmann (Viererkette, auf Hochzeit). Ein Fragezeichen steht hinter Stürmer Jens Hock, der einen Schlag auf das Knie bekommen hat.

Die Personallage beim SCS ist nicht ideal, es gibt aber mit Mateusz Faka (offensives Mittelfeld), Ramin Omarzada (Abwehr), Robert Rogalski (offensives Mittelfeld), Youngster Manuel Hasenstab (»Sechser«) und Paul Roß (offensives Mittelfeld) wahrscheinlich fünf Rückkehrer.

Bei Hochzeit des Ex-Kollegen

Dem gegenüber stehen die Ausfälle von Kapitän und Vorstand Marcel Boos (»Sechser«), Stürmer Richard Diehm sowie Aushilfe und Innenverteidiger Philip Freudenberger. Alle drei weilen auf der Hochzeit des ehemaligen Abwehrspielers Felix Leimeister, die dieser am Wochenende in Österreich feiert.

Palys´ erste Trainerstation war 2002/03 beim KSV Heinrichsthal. Er sah sich immer als Mittelstürmer, wurde aber wegen seiner Körpergröße (1,70 Meter) immer nur außen eingesetzt. Als Spielertrainer machte er sich dort selbst zum Mittelstürmer und wurde Torschützenkönig. Er kam 1992 nach Deutschland, lebt in Aschaffenburg und ist seit vier Jahren mit einer Deutsch-Polin liiert.

Samstag, 16 Uhr

TSV Eisingen (7 Punkte, Platz 9) - SV Aalbachtal (4, Platz 11). - Unser Tipp: 1.

Sonntag, 15 Uhr

FSV Zellingen (6, Platz 7) - TSV Duttenbrunn (9, Platz 2). - Unser Tipp: 2.

SG TSV Urspringen/FC Karbach (5, Platz 9) - FV Thüngersheim (0, Platz 14). - In Karbach. - Unser Tipp: 1.

SV Waldbrunn (7, Platz 5) - TSV Erlabrunn (4, Platz 12). - Unser Tipp: 0.

TG Höchberg II (1, Platz 13) - FSV Holzkirchhausen/Neubrunn (5, Platz 8). - Unser Tipp: 2.

SC Schollbrunn (7, Platz 4) - TSV Homburg (6, Platz 6). - Vorsaison: 2:5 (H), 1:4 (A). - Unser Tipp: 2.

SV Greußenheim (9, Platz 1) - FSG Leinach (4, Platz 10). - Vorsaison: 0:2 (H), 2:0 (A). - Unser Tipp: 1.

mro

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie angemeldet und Ihre E-Mail Adresse bestätigt sein!


Benutzername
Passwort
Anmeldung über Cookie merken
laden
Facebook
Twitter
RSS-Feeds
WhatsApp
Live-Blog
Hilfe