Freitag, 16.11.2018

Der beidfüßige Torgarant

Kreisklasse WÜ 4 Montag, 27.08.2018 - 17:17 Uhr

Zu­nächst ei­ne gu­te Nach­richt für den SV Aal­bach­tal: Jo­nas Lei­bold wird am kom­men­den Sonn­tag nicht für den TSV Dut­ten­brunn auflau­fen. Da­mit dürf­te der Ta­bel­le­nach­te der Kreis­klas­se Würz­burg 4 ein Pro­b­lem we­ni­ger ha­ben. Denn Jo­nas Lei­bold schickt sich an, in sei­nem zwei­ten Jahr bei den Ak­ti­ven auch die Kreis­klas­se 4 zu ro­cken.

Voriges Jahr erzielte er 28 Tore für den TSV Duttenbrunn, war Torschützenkönig der A-Klasse 4 und maßgeblich daran beteiligt, dass der TSV als Meister aufstieg. Und nun hat er schon wieder bei jedem Spiel getroffen.

Und führt die Torjägerliste der Kreisklasse 4 mit sieben Treffern an. Fünf kamen allein am Sonntag im Spiel gegen Erlabrunn hinzu. Das ist auch für Jonas Leibold etwas Neues. »So etwas ist mir nur in der Jugend gelungen, vier habe ich schon öfter geschafft«, sagt der am 12. August 20 Jahre alt gewordene Offensivspieler aus Duttenbrunn.

Jung sei er, schnell und eine gute Technik habe er auch, sagt sein Trainer Hans-Peter Hain über sein Sturm-Ass. Eigentlich würde er lieber nicht viele Worte über Jonas Leibold verlieren, über den »patenten Kerl« mit großer Torgefährlichkeit. So etwas mache schließlich nur andere Vereine auf ihn aufmerksam. »Die kommen auch so«, sagt Leibold, der gerne mal etwas höherklassig spielen würde, »um zu sehen, wie ich mich da durchsetzen kann«.

Starke Liga

Doch vorerst sind seine Tore für den TSV Duttenbrunn reserviert, mit dem er nach dem Aufstieg zunächst den Klassenerhalt anpeilt. »Alles, was nach oben hin klappt, ist ein Erfolg für uns«, nennt er bescheidene Saisonziele. »Die Kreisklasse 4 ist auf jeden Fall stark besetzt und ziemlich ausgeglichen, hier kann jeder jeden schlagen«, begründet er seine Vorsicht.

Das sagt das TSV-Eigengewächs trotz des klaren Erfolgs vom Sonntag. »Das Spiel hätte auch 7:0 ausgehen können, wenn wir die Fehler nicht gemacht hätten.« Ein Vorwurf an seine Teamkollegen ist das nicht, nur eine knappe Spielanalyse. Jonas Leibold weiß zu genau, dass er für seine Tore auf gute Vorlagen angewiesen ist. Wie am vergangenen Sonntag.

Vor dem 1:0 sei er von Marius Liebler so mustergültig angespielt worden, dass er den Ball nicht einmal annehmen musste, um ihn am Torwart vorbei links unten im langen Eck zu versenken. Beim 2:0 wurde er flach geschickt und war sofort am Verteidiger vorbei. Und bei Tor Nummer drei verwertete er den genauen Abschlag von Torwart Philipp Knorr.

Das 4:0 war ein Gemeinschaftswerk mit Zwillingsbruder Leon, der einen schönen Pass in die Schnittstelle der Abwehr spielte. Jonas schob diesmal mit links ins kurze Eck. Eigentlich sein schwacher Fuß, früher. Denn seit er Bayernauswahl spielen durfte, habe er keinen schwachen Fuß mehr, scherzt Jonas Leibold, der es beim 5:0 noch einfacher hatte. Das war nämlich ein Elfmeter. »Ich habe in der Vorbereitung immer geschossen und getroffen. Seitdem fragt niemand mehr. Es heißt gleich: Jonas, du schießt.«

Wenige Kopfballtore

Ein Problem hat er damit nicht. Schließlich zählt er seinen Willen, gegen jeden Gegner »das Beste herauszuholen«, als eine seiner Stärken - neben der Schnelligkeit. Letzteres ist übrigens der Grund, warum Jonas Leibold so wenige Kopfballtore macht. »Ich mache zwar wenig Kopfballtore, aber ich gewinne viele Kopfballduelle.« Das ergebe sich aus der Spielsituation. Er wird halt meist geschickt und ist dann weg und macht das Tor mit dem Fuß.

Apropos weg. Das ist er auch am kommenden Wochenende. Urlaub mit der Freundin ist geplant. Das ist zwar auch nicht schön für den Trainer, aber er kommt ja wieder. Und dann will Jonas Leibold garantiert wieder Tore für den TSV Duttenbrunn schießen.

Andreas Schantz
Lade Inhalte...

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie angemeldet und Ihre E-Mail Adresse bestätigt sein!


Benutzername
Passwort
Anmeldung über Cookie merken
laden
Facebook
Twitter
RSS-Feeds
WhatsApp
Live-Blog
Hilfe