Lohr II klagt den FC Thüngen an

Angebliche Beleidigungen

Kreisklasse Wü 3
1 Min.

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Symbolbild
Spielabbruch
Foto: Lisa Ducret (dpa)
Dass es auf Fuß­ball­plät­zen rus­ti­kal zu­geht und die ei­ne oder an­de­re dis­kri­mi­nie­ren­de oder ras­sis­ti­sche Be­lei­di­gung zum Ta­ges­ge­schäft ge­hört, ist Rea­li­tät.

Diesmal hat sich Ferat Demir, Spielertrainer des TSV Lohr II, zu Wort gemeldet. Im Spiel zwischen Lohr II und Thüngen in der Kreisklasse Würzburg 3 wurde am Samstag nach mehreren Beleidigungen, darunter dem Begriff »Spasti«, der Menschen mit Behinderung diskriminiert, ein Thüngen-Fan vom Schiedsrichter in der 60. Minute vom Platz verwiesen und von zwei Ordnern nach draußen begleitet.

Der Vorfall hat sich laut Demir dann auf die Thüngener Akteure übertragen - und Lohrer Spieler seien beispielsweise als »Kanaken« beleidig worden. Als dann nach der Partie Franz Emrich den Gegnern die Kabine aufschließen wollte, habe ein Thüngener Akteur, dessen Nummer Demir nannte, gesagt: »Endlich kommt der Typ, der den Kanaken-Verein betreut«, so Demir, der in der Nachspielzeit mit der Ampelkarte vom Platz flog, weil er sich nach eigenen Angaben beim Referee über die Beleidigungen beschwert hatte. Weiter habe es geheißen: »Geht Döner verkaufen.«

Brendel widerspricht

Thüngens Spielertrainer Frederic Brendel wollte Demirs Aussagen mit dem Verweis auf die Fairness-Tabelle, in der Thüngen Spitzenreiter ist, nicht kommentieren, sagte aber doch: »Ich habe eine faire und ruhige Mannschaft. Von uns wird mit Sicherheit keiner solche Aussagen tätigen«, so Brendel. Demir selbst habe während der ganzen Partie provoziert und hätte in der 30. Minute mit der Roten Karte vom Platz fliegen müssen.

Es habe generell extreme Unruhe geherrscht. Thüngen habe sich auf dem Kunstrasen warmmachen müssen. Auf dem normalen Platz, der verschlossen war, wurden die Tore zu dem Zeitpunkt eingehängt, so Brendel. Die Kabine sei in der Halbzeit verschlossen gewesen, und die FCT-Mannschaft habe sich vor dem Vereinsheim besprechen müssen, was Thüngen ziemlich geärgert habe. »Ich finde solche Aussagen nicht in Ordnung, wo die andere Seite versucht, uns ins schlechte Licht zu rücken«, sagte Brendel.

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