Bei Wiesenfeld/Halsbach haben neuerdings Steffen Bachmann und Christoph Weißenberger das Kommando

Ein Trainerduo, das auch zusammen Urlaub macht

Kreisklasse WÜ 3
3 Min.

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Ex-Bayernligaspieler Steffen Bachmann (links) hat beim Kreisklassisten FC Wiesenfeld/Halsbach angeheuert, zusammen mit seinem Freund Christoph Weißenberger; rechts: Benedikt Roth (Burgsinn).
Foto: Julien Christ, sportfotografie.de
Der FC Wie­sen­feld/Hals­bach, Vor­sai­son-Vier­ter der Fuß­ball-Kreis­klas­se Würz­burg 3, hat seit die­ser Sai­son mit Trai­ner Chri­s­toph Wei­ßen­ber­ger (41) und Spie­ler­trai­ner Stef­fen Bach­mann (32) ein neu­es Ge­spann. Die bei­den ha­ben Ur­ge­stein Nor­bert Wohl­fart ab­ge­löst, der sich in den fuß­bal­le­ri­schen Ru­he­stand ver­ab­schie­det hat. Weißenberger und Bachmann kennen sich auch privat und weilten diese Woche in einem kleinen Dorf in der Nähe von Sonthofen im Allgäu gemeinsam im Urlaub. Die Frauen von Bachmann und Weißenberger sind Cousinen. Bis Sonntag sind aber alle wieder im Spessart.

»Steffen arbeitet Schicht. Ich selbst weiß nicht immer, wann ich nach Hause komme. Er wollte nur mit einem Trainer von der Außenlinie das Amt übernehmen, ich nur mit einem Co-Trainer. Steffen war es, der mich bei Wiesenfeld/Halsbach mit ins Spiel gebracht hat - und jetzt sind wir gemeinsam dort Trainer«, berichtet Weißenberger, der in Marktheidenfeld als technischer Erfasser bei Warema arbeitet. Bachmann verdient sein Geld als technischer Einrichter bei Braun in derselben Stadt. Beide haben das gleiche Ziel und stehen immer in engem Austausch miteinander. Man wolle nicht nur mit langen Bällen agieren sondern spielerische Akzente setzen, von hinten den Ball über die »Sechser« rausspielen und über die Zehner oder über außen das Spiel nach vorne tragen.

Wiesenfeld/Halsbach verzeichnet bislang einen 3:1-Heimsieg über Burgsinn und eine 2:4-Niederlage in Retzstadt. »Vom Ergebnis her war das Burgsinn-Spiel okay, aber vom Spielerischen nicht ganz so. Die Mannschaft hat aber gekämpft und mannschaftliche Geschlossenheit gezeigt«, sagt Bachmann, der seit seinem sechsten Lebensjahr auch Tennis spielt, sporadisch noch Spiele in Eußenheim absolviert, aber irgendwann dem höherklassigen Fußball den Vorrang gegeben hat.

Mehr spielerisch lösen

Das Retzstadt-Spiel sei unglücklich gelaufen. In den ersten 20 Minuten habe man attraktiven Fußball gezeigt, 1:0 vorgelegt, und bis dahin Retzsatdt im Sack gehabt, so Bachmann weiter. Dann sei Retzstadt mit zwei Sonntagsschüssen 2:1 in Führung gegangen, habe massiv hinten dringestanden, mit langen Bällen agiert - und man habe keine Lösung gefunden, berichtet Weißenberger.

Die Vorbereitung lief eher durchwachsen. Während der gesamten Vorbereitung hatte der FCWH mit zwei bis drei Covid-Ausfällen gekämpft. Betroffen waren auch Leistungsträger wie Simon Frauhammer, der sich in einer unüberschaubaren Situation am ersten Spieltag bei einem Luftzweikampf am Knöchel verletzt hat, und sich davon noch nicht erholt hat. Und Michael Weyer (zentrales Mittelfeld), dem Corona noch nachhängt und der noch nicht einsatzbereit ist, sowie Stürmer Dominik Endres, der die Infektion gut weggesteckt hat.

»Wahnsinniger Zusammenhalt«

Klare Stärken der Mannschaft seien das Kämpferische sowie der »wahnsinnige Zusammenhalt«, berichtet Weißenberger. »Das ist uns als erstes ins Auge gestochen«, so Weißenberger. Viele Akteure unternehmen auch unabhängig vom Platz etwas, sind Freunde oder in der Clique verbunden.

Dem Gespann ist es wichtig, attraktiven Fußball zu spielen, »In Wiesenfeld/Halsbach haben wir 13 bis 15 Leistungsträger. Wenn es da Ausfälle gibt, ist es nicht so wie in Karlburg, wo sich 16 Mann einen Konkurrenzkampf geliefert haben«, fällt Ex-Karlburger Bachmann, einem Mönchengladbach-Fan, auf. »Deswegen haben wir uns auch auf die Fahnen geschrieben, die jungen Spieler zu integrieren und nicht prinzipiell nur in der zweiten Mannschaft einzusetzen. In der Vorbereitung wurden alle, die zur Verfügung standen, auch eingesetzt«, sagt Weißenberger.

Vier Urlauber

Langzeitverletzt ist Sebastian Reusch (Außenbahn), der seit Anfang der Vorbereitung an einer Bänderdehnung laboriert. Stürmer Sebastian Völker hat seit der Vorbereitung Probleme mit dem Sprunggelenk und fällt aus. Dazu kommt Simon Frauhammer. Im Urlaub weilen am Sonntag noch Innenverteidiger Jonas Hilpert, Julian Rettelbach (Außenbahn), Marcel Hegel (Zentrale) und Dominik Reith (zentrales Mittelfeld). Das Trainerduo erwartet grundsätzlich, dass die Spieler alles für den Erfolg geben. Dieser Anspruch bestehe, egal wie der Gegner heiße, so Weißenberger, der in Dattensoll (Ortsteil von Arnstein) groß wurde und einen drei Jahre alten Jungen hat.

Bei der zweiten Garde in Lohr, wo der FCWH am Sonntag gastiert, wisse man nie, was einen erwarte, sagt Weißenberger, ein BVB-Fan, der in seiner Freizeit gerne wandert, Snowboard fährt, oder mit »Freunden abhängt«.

Sowohl Weißenberger als auch Bachmann, der wie zu Karlburger Zeiten im linken Mittelfeld spielt, aber auch als »Zehner« agieren kann, können auf eine erfolgreiche Amateur-Karriere zurückschauen. Weißenberger stieg unter anderem mit Karlburg 2006 in die Landesliga auf und war als Spielertrainer erfolgreich, beispielsweise mit dem SV Eußenheim, mit dem er 2009 den Aufstieg in die Bezirksliga schaffte. Bachmann, ein ehemaliger Bayernligaspieler (Karlburg), ist beim FCWH zum ersten Mal als Trainer im Amt.

Die Spiele:

Samstag, 16 Uhr

TSV Neuhütten/Wiesthal II (3 Punkte, Platz 4) - BC Aura (3, Platz 6). - In Neuhütten. - Unser Tipp: 2.

Sonntag, 13 Uhr

TuS Frammersbach II (0, Platz 6) - FC Thüngen (6, Platz 1). - Unser Tipp: 2.

Sonntag, 15 Uhr

DJK Wombach (4, Platz 3) - DJK Retzstadt (6, Platz 2). - Unser Tipp: 1.

TSV Lohr II (1, Platz 10) - FC Wiesenfeld/Halsbach (3, Platz 7). - Vorsaison: 0:8 (H), 1:1 (A). - Unser Tipp: 2.

Sonntag, 17 Uhr

FV Wernfeld/Adelsberg (1, Platz 9) - FC Karsbach (3, Platz 5). - In Adelsberg. - Hinrunde: 1:1 (H), 1:0 (A). - Unser Tipp: 0.

Mittwoch, 18.45 Uhr

SV Sendelbach/Steinbach (0, Platz 13) - SG Burgsinn (1, Platz 11). - In Steinbach. - Vorsaison: 2:2 (H), 1:0 (A). - Unser Tipp: 0.

Die Torjäger:

4 - Frederic Brendel (Thüngen); 3 - Marcel Hartmann (Neuhütten/Wiesthal II), Dominik Mais (Retzstadt), Yannick Wolf (Aura)

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