Mit einigen Nachwuchsspielern möchte der MSV ins Mittelfeld und sich nicht aus der Ruhe bringen lassen

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Kreisklasse Aschaffenburg 3
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Was hat der Gegenspieler vor? Christian Detsch (Miltenberger SV, rechts) schaut genau hin.
Foto: Petra Reith
In der Fuß­ball-Kreis­klas­se Aschaf­fen­burg 3 er­war­ten die 14 Ve­r­ei­ne im Vor­feld ei­ne tol­le Sai­son. Zwar ver­ab­schie­de­ten sich mit dem TSV Großh­eu­bach und der SG Klein­heu­bach zwei star­ke Mann­schaf­ten in Rich­tung Kreis­li­ga, aber mit dem TSV Amor­bach und dem FC Bürg­stadt ka­men aus die­ser zwei eben­so in­ter­es­san­te Teams zu­rück. Hinzu kommen die beiden Aufsteiger aus der A-Klasse 5, denn neben dem Meister VfL Mönchberg schaffte es über den Umweg der Relegation auch der Miltenberger SV.

»Wir sind vergangene Saison nur schwer in die Gänge gekommen. Zu Beginn ließ die Trainingsbeteiligung ein wenig zu wünschen übrig. Doch in der Mitte der Runde haben wir uns mit neun Siegen in Folge in der Spitzengruppe festgesetzt. Gegen Röllbach/Mönchberg II in der Relegation sind wir trotz der fünf A-Jugendlichen nicht nervös geworden und haben uns kurz vor dem Elfmeterschießen (118.) mit dem Sieg belohnt.« So fasste Spielertrainer Tobias Sommer-Bucher das vergangene Jahr in wenigen Sätzen zusammen.

Ein wichtiger Punkt liegt dabei auf der Betonung, dass rund die Hälfte des Teams aus der eigenen Jugend stammte. Der erste Schritt für den geplanten Umbruch wurde vollzogen und nun soll der nächste folgen. Denn sieben Zugänge sind erneut aus dem eigenen Nachwuchs zu verzeichnen. »Wir haben viele talentierte Spieler und ich denke, in der Kreisklasse sind die Entwicklungschancen noch viel besser. Zumal sie sich beweisen wollen und so auf dem Platz Leidenschaft demonstrieren«, freut sich der Coach auf die kommende Aufgaben. Er weiß aber auch einzuschätzen, »dass die Nachwuchsspieler Fehler machen werden. Das ist normal und gehört zur Entwicklung dazu. Wichtig ist dann, sie zu stärken und ihnen klar zu machen, dass dies passieren kann.« Deswegen sollen einige erfahrene Spieler wie Christian Detsch, Mathias Glenz und Dirk Müller die Vorbildrolle annehmen, an denen sich die Jugendlichen orientieren können und die von ihnen in der ein oder anderen Situation aufgefangen werden.

Unumgänglich ist dabei der Wohlfühlfaktor in der Mannschaft. Daher gab es einige teambildende Maßnahmen, wie unter anderem eine Art Abschlussfahrt nach Düsseldorf. »Das war nicht verkehrt, wir haben dabei den Aufstieg gefeiert, aber auch Gespräche geführt«, so Tobias Sommer-Bucher.

Eine weitere Methode gibt ihm immer wieder neueEinsichten in die Psyche und Wünsche der eigenen Spieler. Der Trainer verteilte im Vorfeld der Saison an jeden Akteur einen Zettel. »Dort sollen eigene Ziele formuliert werden, oder auch Ziele, die mit der Mannschaft erreicht werden sollen. Eigene Ideen werden gesammelt. Sieht sich ein Spieler gerne auf einer anderen Position auf dem Feld, oder will er eine andere Rolle annehmen und wie will er diese erfüllen«. Tobias Sommer-Bucher hatte diese Idee bereits vor ein paar Jahren und ist für die Anregungen offen. Auch wenn sie sich nicht immer sofort umsetzen lassen. »Ich finde es auch notwendig, in der Winterpause eine Art Selbstreflexion durchzuführen und einzelne anzusprechen, ob sie das, was sie sich vorgenommen haben, auch zur Zufriedenheit umgesetzt haben, oder woran noch gearbeitet werden sollte.«

Zumindest am Spielsystem will der Spielertrainer zunächst einmal nichts ändern. Die Mannschaft soll die Aufstiegseuphorie mitnehmen und mit vollem Selbstvertrauen in die Runde starten. Selbst wenn es zu Beginn schwer werden wird, soll sich das Team nicht verrückt machen. Immerhin geht es erst zum Absteiger und Meisterschaftsfavoriten TSV Amorbach. Danach gibt sich zuhause die SG Eichelsbach/Sommerau, die im vergangenen Jahr lange oben mitspielte, die Ehre. Abschließend darf auswärts beim letztjährigen Tabellendritten SG Stadt-/Dorfprozelten, die vor allem auf dem heimischen Platz bärenstark ist, angetreten werden.

»Wenn wir uns da nicht aus der Ruhe bringen lassen und an uns selbst glauben, ist unser Ziel, das gesicherte Mittelfeld zu erreichen, auch umsetzbar«, urteilt Tobias Sommer-Bucher.

Favoriten

TSV Amorbach 7
FC Bürgstadt 4
FSV Wörth 2
SG Eichelsbach/Sommerau 1

Unser Meistertipp

SG Eichelsbach/Sommerau

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