Sowohl Absteiger Amorbach als auch Aufsteiger Mönchberg können die drei Punkte brauchen

Beim Wiedersehen ist keine Zeit für Nostalgie

Kreisklasse AB 3
3 Min.

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Jakob Müller und der TSV Amorbach haben nach dem 3:0-Erfolg gegen Mitabsteiger Bürgstadt nun Aufsteiger Mönchberg und den TSV Röllfeld vor der Brust.
Foto: Stefan Gregor
Die ei­nen sind nach dem Ab­s­tieg zu Sai­son­be­ginn schwer in Tritt ge­kom­men, die an­de­ren kämp­fen nach dem Auf­s­tieg vom ers­ten Spiel an um den Klas­sen­er­halt.

Am Montag treffen in der Kreisklasse Aschaffenburg 3 mit dem TSV Amorbach (Absteiger aus der Kreisliga) und dem VfL Mönchberg (Aufsteiger aus der A-Klasse) zwei Teams aufeinander, die einst packende Bezirksoberliga-Derbys austrugen und sich nun in der Kreisklasse unter gänzlich anderen Vorzeichen wiedersehen.

»Wir sind schwer in Tritt gekommen. Das war abzusehen, weil es einige Ausfälle gab (Urlauber/Kranke/Verletzte). Daher resultieren auch die beiden Niederlagen gegen Eichelsbach/Sommerau (0:1) und Wörth (2:4). Gegen Faulbach waren wir am Limit was den Kader anbelangt, aber das 2:2 hat wohl die Wende gebracht«, sagt Kersten Elflein, der zusammen mit Detlef Mikosch ein Trainerduo in Amorbach bildet. Zumal gleich anschließend ein 3:0-Erfolg gegen den Mitabsteiger und ehemaligen Spitzenreiter FC Bürgstadt erzielt wurde.

Ehe es am Montag gegen Mönchberg geht, müssen die Amorbacher noch am Samstag nach Röllfeld. Dort gab es nach einem schleppenden Auftakt drei Siege in vier Spielen. Dennoch sieht Kersten Elflein den Auftritt seines Teams in Röllfeld als das einfachere Spiel an, weil seine Mannschaft wisse, was dort auf sie zukommen wird.

Uns fehlt ein Knipser, der einfach die Geilheit zeigt, Tore machen zu wollen.

Bei dem Gedanken an den VfL Mönchberg schwingt ein wenig Nostalgie in seinen Worten mit: »Die Mönchberger sind für uns in dieser Saison eine Unbekannte, aber ich erinnere mich immer gerne an die ehemaligen Derbys in der Bezirksoberliga und Bezirksliga zurück. Ich habe sogar selbst noch mit oder gegen die Väter gespielt und bin mit vielen befreundet. Dennoch will ich persönlich aus den beiden Spieltagen sechs Punkte holen, vier Zähler sind auf jeden Fall Pflicht.« Ein kleines Problem sieht der Trainer bei seiner Mannschaft dann doch: »Uns fehlt ein Knipser, der vor dem gegnerischen Tor einfach die Geilheit zeigt, Tore machen zu wollen. Wir müssen das über das Kollektiv auffangen und zeigen in der Mannschaft einen extremen Zusammenhalt. Wir verteilen unsere Treffer auf mehrere Schultern, sind deswegen ein wenig schwerer auszurechnen und zeigen immer wieder, dass dies funktioniert. Sicher ist aber, dass wir keinen Gegner unterschätzen dürfen. Mit nur 90 Prozent reicht es nicht, du musst immer 100 Prozent geben.«

Schmaler Kader

Sein Pendant auf Mönchberger Seite, Michael Knuth, bräuchte hingegen nicht nur einen Knipser, sondern noch den ein oder anderen Spieler zusätzlich. »Wir haben einen kleinen Kader und alle im Verein sind sich darüber einig, dass wir in der Winterpause ein wenig nachlegen müssen. Daher suchen wir nach Lösungen und Unterstützung.« Denn mit zwölf bis 13 Spielern ist es schwer, eine ganze Saison zu bestreiten.

Vor allem weil vor den beiden Auswärtsspielen gegen die beiden Kreisliga-Absteiger sicher ist, dass zumindest am Samstag in Bürgstadt zwei Leistungsträger ausfallen. »Wir haben ein schweres Wochenende vor uns und ich wäre mit jedem einzelnen Punkt hoch zufrieden. Wir sind beide Male krasser Außenseiter«, betont Knuth und schiebt nach: »Worauf ich unheimlich stolz bin, ist das Verhalten meiner Spieler. Die wollen den Verein retten und geben alles. Diese Einstellung macht mir Spaß.«

Auch wenn sich die Spieler »Arme und Beine« für den Erfolg ausreißen. Es sei schwierig für eine Mannschaft, immer wieder Durchhalteparolen zu hören. Immerhin attestieren die Gegner, dass die Mönchberger selten die Köpfe hängen lassen und bis zum Schlusspfiff ihr Bestes geben.

»Ich sage immer, dass es nicht schlimm ist, wenn wir verlieren. Für mich ist es wichtiger, den Fortschritt zu beobachten, den wir im spielerischen Bereich für die wichtigen Partien im Kampf um den Klassenerhalt brauchen. Trotz des Aufstiegs, denke ich, dass meine Jungs jetzt schon besser sind als im vergangenen Jahr«, so der Coach, der zum Abschluss auch noch Lob für die Fans übrig hat: »Ich finde es wahnsinnig toll, wie unsere Fans das Team unterstützen. Trotz der Niederlagen feuern sie uns an und stehen zu uns.«

Die Spiele der Fußball-Kreisklassen im Überblick

Kreisklasse Aschaffenburg 1

Samstag, 14 Uhr: FC Unterafferbach II (7 Punkte/12. Platz) - SG Geiselbach/Schneppenbach (11/6.). - Samstag, 16 Uhr: FC Laufach (14/2.) - SG Schimborn (9/9.), VfR Goldbach (21/1.) - SG Spvgg Hösbach-Bahnhof II (7/11.), Vorwärts Kleinostheim (9/7.) - Viktoria Waldaschaff (14/3.), Germania Großwelzheim (2/14.) - Eintracht Mensengesäß (9/8.), VfL Krombach (6/13.) - FSV Michelbach (8/10.), TuS Sommerkahl (11/5.) - FC Hösbach (12/4.). -

Montag, 13 Uhr: SG Spvgg Hösbach-Bahnhof II - FC Laufach. - Montag, 15 Uhr: Viktoria Waldaschaff - Eintracht Mensengesäß, FSV Michelbach - Germania Großwelzheim, Vorwärts Kleinostheim - VfR Goldbach, SG Schimborn - FC Unterafferbach II, SG Geiselbach/Schneppenbach - TuS Sommerkahl, FC Hösbach - VfL Krombach.

Kreisklasse Aschaffenburg 2

Samstag, 15 Uhr: TSV Ringheim (9 Punkte/9. Platz) - SG DJK/TuS Leider II (9/7.). - Samstag, 16 Uhr: FSV Hessenthal/Mespelbrunn (9/8.) - FC Oberbessenbach (7/11.), SV Stockstadt (8/10.) - SG Strietwald (3/14.), SG Hobbach/Wintersbach/Krausenbach (15/2.) - SV Großwallstadt (11/5.), TSV Soden (5/12.) - BSC Schweinheim (17/1.), Spfr. Hausen (3/13.) - Kickers Gailbach (10/6.). - Montag, 13 Uhr: SG DJK/TuS Leider II - Spfr. Hausen. - Montag, 15 Uhr: SV Großwallstadt - BSC Schweinheim, Kickers Gailbach - TSV Soden, SG Hobbach/Wintersbach/Krausenbach - SV Stockstadt, SG Strietwald - FSV Hessenthal/Mespelbrunn, FC Oberbessenbach - SV Vatan Spor II, TSV Pflaumheim II - TSV Ringheim.

Kreisklasse Aschaffenburg 3

Samstag, 16 Uhr: SC Freudenberg (9/8.) - FSV Wörth (12/6.), SV Rück-Schippach (7/10.) - SV Faulbach (15/2.), TSV Röllfeld (12/7.) - TSV Amorbach (13/5.), FC Bürgstadt (15/4.) - VfL Mönchberg (4/12.), SG Stadt-/Dorfprozelten (15/3.) - SV Richelbach (8/9.), SG Eichelsbach/Sommerau (16/1.) - Türk FV Erlenbach (4/14.), Miltenberger SV (4/13.) - TSV Collenberg (5/11.). - Montag, 15 Uhr: TSV Amorbach - VfL Mönchberg, SV Richelbach - FC Bürgstadt, TSV Röllfeld - SV Rück-Schippach, SV Faulbach - SC Freudenberg, FSV Wörth - Miltenberger SV, TSV Collenberg - SG Eichelsbach/S., Türk Erlenbach - SG Stadt-/Dorfprozelten.

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