Dienstag, 25.09.2018

Ein dramatisches Finale

Richelbach trotz Niederlage Meister

(© Dominik Pagio)

mit Bildergalerie

Montag, 21.05.2018 - 20:55 Uhr

Sol­che Ge­schich­ten sch­reibt nur der Fuß­ball. Dra­ma­tik am letz­ten Spiel­tag der Fuß­ball-Kreis­klas­se Aschaf­fen­burg 3. Der SV Ri­chel­bach und der TSV Großh­eu­bach kämpf­ten im Fern­du­ell um die Meis­ter­schaft. Und dies­mal gab es ein Ri­chel­ba­cher Hap­py En­d – trotz ei­ner Heim­nie­der­la­ge.

»Vor einem Jahr hatten wir es auch in der eigenen Hand und brauchten nur ein Remis am letzten Spieltag gegen Hobbach/Wintersbach.

Wie heute verloren wir mit 2:4 und mussten in die Relegation. Doch dieses Mal kam die Schützenhilfe aus Faulbach, an die wir nicht mehr geglaubt hatten«, freute sich Richelbachs Trainer Stephan Sommer über die Meisterschaft. Das 2:2 des TSV Großheubach daheim gegen Faulbach reichte den Richelbachern.

»Das ist schon ein wenig bitter, weil wir eigentlich bereit stehen wollten, wenn Richelbach patzt. Und dann schaffen wir es nur noch gleichzuziehen. Den direkten Vergleich haben wir knapp verloren. Gratulation an Richelbach, aber wir haben heute eine große Chance verpasst«, so Großheubachs sportlicher Leiter Manuel Meinelt.

Frenetisch angefeuert

Aber der Reihe nach. Von 300 Zuschauern angefeuert, legte Richelbach los wie die Feuerwehr, scheiterte in der Anfangsviertelstunde aber zwei Mal am Gästekeeper Lukas Pfeifer und einmal an der Querlatte.

Ein ähnliches Bild in Großheubach, doch die Gastgeber nutzten die erste Großchance zur 1:0-Führung von Thomas Winter (20.). Dies ließ den TSV zu diesem Zeitpunkt an den Richelbachern vorbeiziehen. Zumal die SG Eichelsbach/Sommerau in der kurzen Verschnaufpause der Gastgeber eiskalt zuschlugen (24.).

Doch der Spitzenreiter, der dadurch mächtig unter Druck stand, ließ sich nicht beirren. Der schnelle Ausgleich nur 180 Sekunden später ließ Hoffnung aufkommen. Zumal der SV Faulbach in der Nachspielzeit der ersten Hälfte nach einem Freistoß aus 35 Metern und einem sehenswerten Kopfball zum 1:1 in Großheubach ausglich (45.+3).

Wie gelähmt

»Wir haben nach der Pause versucht erneut in Führung zu gehen, doch dann kam ein Konter von Faulbach und der Rückstand, das lähmte uns«, so Meinelt weiter. Als dann auch noch Richelbach in der 70. Minute das 2:1 erzielte, war 20 Minuten vor dem Ende allen klar, dass die Messe eigentlich gelesen war.

Das änderte der Ausgleich der Großheubacher in der 71. Minute nicht viel. »Das war für uns allerdings das Zeichen die Brechstange auszupacken«, schilderte Manuel Meinelt. Vor allem weil die Nachrichten aus Richelbach Gutes besagten.

»Wir haben 2:1 geführt, sahen wie der sichere Sieger aus und plötzlich flatterten die Nerven. Ausgleich, Rückstand und Niederlage, da fehlen dir die Worte«, so Stepahn Sommer. »Wir haben dann im Mittelkreis gestanden und auf den Endstand aus Großheubach gewartet. Da macht dich jede Sekunde innerlich kaputt, das bringt dich um, und als das Zeichen kam, dass dort beim 2:2 Schluss ist, brachen mit Sekt- und Bierduschen alle Dämme«, schildert der Richelbacher Trainer und bedankte sich noch bei den Faulbachern.

»Wir haben noch einmal alles versucht, aber wollten mit dem Kopf durch die Wand. Faulbach hielt dagegen und so verpassten wir den Sieg. Die Vizemeisterschaft ist ein Erfolg. Nun dürfen wir nächste Woche am Montag gegen Amorbach noch einmal alles versuchen«, blickt Manuel Meinelt voraus.

CARSTEN MAIER

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie angemeldet und Ihre E-Mail Adresse bestätigt sein!


Benutzername
Passwort
Anmeldung über Cookie merken
laden
Facebook
Twitter
RSS-Feeds
WhatsApp
Live-Blog
Hilfe