Sonntag, 18.11.2018

Start mit brisantem Derby am Eller

Kreisklasse AB 2 Donnerstag, 16.08.2018 - 16:30 Uhr

Das War­ten hat ein En­de. Nach 88 punkt­spiel­f­rei­en Ta­gen star­tet die Kreis­klas­se Aschaf­fen­burg 2 in die neue Sai­son. Und der Spiel­plan sieht so­g­leich ein hoch­b­ri­s­an­tes Der­by vor.

 Be­reits am Sams­tag er­war­tet der TSV Mai­na­schaff zur orts­ei­ge­nen Kerb den SV Vor­wärts Klei­n­ost­heim. Schon vor zwei Jah­ren gab es die­ses Du­ell zum Auf­takt. Damals setzten sich die Oscheffer mit 3:1 durch.

Doch seitdem hat sich bei beiden Klubs einiges verändert. Gerade beim TSV wurde in der Sommerpause ein Umbruch eingeleitet. Etliche Stammspieler kehrten dem Verein den Rücken oder beendeten die Karriere. Auch das langjährige Trainerduo Guido Schiessler und Christian Brandmüller beendete sein Engagement.

Verjüngungskur beim TSV

Als Nachfolger wurden Christoph Schneider und Florian Roth präsentiert. Die Abgänge wurden zum großen Teil mit Spielern aus der eigenen Jugend kompensiert. Und das scheint die richtige Entscheidung gewesen zu sein, wie Spielertrainer Schneider bestätigt: »Nach der Verjüngungskur macht die Mannschaft aktuell einen sehr unbekümmerten Eindruck. Die jungen Spieler stehen nun mehr in der Verantwortung und es scheint ihnen gut zu tun. Die Jungs ziehen seit Wochen super mit und müssen trotz des hohen Trainingspensums teilweise sogar gebremst werden.«

Auch bei den Gästen hat sich im Vergleich zur abgelaufenen Spielzeit einiges getan. Auf der Trainerbank ersetzte Steffen Krebs Ex-Spielertrainer Matthias Rieth und zieht nun zusammen mit Michael Weisenberger die Fäden. Zudem vermeldete der Verein 13 Neuzugänge, die es möglichst schnell zu integrieren gilt.

Klassenerhalt im Fokus

Die Vorbereitung verlief positiv. Im Pokal gelangen am Vorwochenende Erfolge über Damm und den TV Aschaffenburg. »Wir sind mit der Vorbereitung absolut zufrieden. Der harte Kern hat trotz der heißen Temperaturen voll mitgezogen und freut sich nun, dass es endlich losgeht. Wie die Mannschaft drauf ist, sehen wir am Samstag. Die Wahrheit liegt ja bekanntlich auf dem Platz«, meint Coach Weisenberger.

Nachdem beim SV Vorwärts in der Vorsaison unerwarteterweise das Abstiegsgespenst umhergeisterte, sind die Ziele heuer klar formuliert. »Wir wollen diesmal rechtzeitig den Klassenerhalt sichern und unseren Fans ehrlichen und leidenschaftlichen Fußball bieten«, erklärt Weisenberger.

Ähnliche Worte kommen von seinem Pendant auf Seiten der Mainaschaffer. Auch hier steht der Klassenerhalt mit leidenschaftlichem Fußball im Vordergrund. »Zudem wollen wir eine junge, hungrige Truppe mit Spielern aus dem Ort formen«, macht Schneider deutlich.

Etliche Wechsel untereinander

Wie viel Leidenschaft beide Kontrahenten zu bieten haben, wird sich im Derby direkt herausstellen. Denn an Brisanz ist das Duell kaum zu überbieten. Die Sportplätze beider Klubs liegen keine zwei Kilometer auseinander. Etliche Spieler der aktuellen Kader trugen bereits die Trikots beider Vereine.

»Ein Derby ist gerade im Amateurbereich immer ein Highlight. Dass das Spiel dann auch noch an der Kerb stattfindet, und auf der Trainerbank in Kleinostheim ein guter Freund sitzt, macht das Ganze natürlich besonders interessant«, bestätigt Schneider. Auch Weisenberger sieht das ähnlich: »Das Spiel ist für alle Beteiligten etwas Besonderes und niemand will als Verlierer vom Platz gehen. Ich persönlich bin immer gern am Eller, weil ich mit den Trainern, vielen Spielern und Fans gut befreundet bin.«

Verlieren ist für beide Konkurrenten verboten. Und der Respekt vor dem kommenden Gegner ist definitiv gegeben, wie beide Coaches erläutern. »Der TSV ist immer noch gespickt mit sehr guten und erfahrenen Einzelspielern. Dazu kommen die jungen Wilden. Ich denke, es herrscht eine gesunde Mischung«, sagt Weisenberger. Schneider sieht in Kleinostheim eine Wundertüte: »Daher wollen wir uns zu keiner Einschätzung über den Gegner hinreißen lassen. Ziel wird sein, uns auf die eigenen Stärken zu konzentrieren und diese durchzudrücken.«

Enge Duelle in der Vorsaison

Ein Favorit ist schwer auszumachen. Auch die beiden Duelle in der abgelaufenen Saison standen über 90 Minuten auf des Messers Schneide. Kleinostheim entschied das Hinspiel trotz Rückstand mit 4:3 für sich. Das Rückspiel gewann der TSV mit 1:0. Man darf also gespannt sein, wer am Samstag besser aus den Startlöchern kommt. Der Sieger der Partie wird zumindest für 24 Stunden den Platz an der Sonne übernehmen.

Ingo Weber
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