Mittwoch, 21.11.2018

SV Gencler rüstet auf

Kreisklasse Aschaffenburg 2:Das Team von Trainer Raik Henzgen wird hoch gehandelt

Mittwoch, 25.07.2018 - 12:24 Uhr

Mit­te Au­gust star­tet die Kreis­klas­se Aschaf­fen­burg 2 in die neue Spiel­zeit. Ge­sucht wird der Nach­fol­ger des FC Südring, der sich im Mai als Auf­s­tei­ger den Ti­tel schnapp­te und da­mit den Durch­marsch von der A-Klas­se in die Kreis­li­ga per­fekt mach­te. Zehn der 14 Ve­r­ei­ne wa­ren auch in der letz­ten Sai­son be­reits in der Kreis­klas­se 2 ak­tiv.

Dazu gesellen sich Kreisliga-Absteiger FSV Hessenthal/Mespelbrunn und die beiden Aufsteiger Sportfreunde Hausen und FC Kleinwallstadt. Die SG Eichelsbach/Sommerau wurde aus der Kreisklasse 3 umgesiedelt und rundet das Starterfeld ab.

Erfahrener Trainer

Als einer der Favoriten auf die Meisterschaft gilt der SV Gencler Birligi Aschaffenburg. Der Klub beendete die vergangene Spielzeit als Neuling auf dem vierten Rang. Doch damit soll die Spitze desEisberges noch nicht erreicht sein. Der SV hat mit Raik Henzgen auf der Trainerposition einen erfahrenen Mann an Land gezogen, der zuletzt zehn Jahre in der Bezirksliga bei der Spielvereinigung Hösbach-Bahnhof die Fäden zog. Als Rückschritt betrachtet er den Gang in die Kreisklasse allerdings nicht: »Ich habe nach der langen Zeit eine neue Herausforderung gesucht, da war mir die Ligazugehörigkeit egal. Anfragen waren aus zahlreichen Ligen da. Es sollte einfach mal etwas ganz anderes werden - mit guten Trainingsbedingungen und Perspektive. Die familiäre Atmosphäre, das Konzept mit vielen jungen Spielern und die konstruktiven Gespräche mit dem Umfeld haben letztlich den Ausschlag gegeben, bei diesem coolen Verein zu unterschreiben.«

Die Vita Henzgens und seine Zeit bei den Bahnhöfern unterstreichen vor allem eins - er strebt immer nach dem maximalen Erfolg. Diesen möchte er nun auch Gencler Birligi einhauchen: »Dazu zählen aber viele Faktoren, wie harte Arbeit und Fleiß. Die Verantwortlichen im Verein haben in den letzten Jahren sehr gute Arbeit geleistet. Diese wollen wir nun weiter fortführen, sowohl sportlich, als auch neben dem Platz. Sehr wichtig ist uns dabei, weiterhin auf den Zusammenhalt und die familiäre Atmosphäre zu achten.« Neben Henzgen holte der Verein auch etliche neue Spieler. So wechselte Maximilan Hofmann vom VfR Nilkheim genauso zum SV, wie drei Akteure von Vatanspor, um nur einige zu nennen.

Obernau mit Chancen

Neben Gencler Birligi werden vor allem Teutonia Obernau beste Chancen eingeräumt, in der Spitzengruppe mitzumischen. Die Ebert/Maier-Truppe kann auf die erfahrensten Trainer bauen und hatte kaum Abgänge zu verzeichnen. Mit Philipp Dissler wechselt zudem ein Torjäger an den Bollenwald, der in jeder Saison für 15 bis 20 Treffer gut ist. Die Teutonia belegte in den vergangenen Jahren regelmäßig einen der vorderen Plätze, vielleicht ist ja heuer der ganz große Wurf drin.

Auch Eintracht Leidersbach haben die Konkurrenten auf dem Zettel, wenn es um das Thema Titelkampf geht. Die abgelaufene Spielzeit war zwar sicherlich nicht zufriedenstellend, doch mit dem neuen Trainer Markus Brüdigam will der Verein die Aufbruchstimmung nutzen. Brüdigam wechselte in der Sommerpause von der DJK Hain zur Eintracht und kann mit seiner Erfahrung und Torgefahr (zuletzt 16 Tore in der BZL) nur einen Gewinn darstellen.

Als weiteren Favoriten darf man die Spielvereinigung Niedernberg zählen. Die Zebras mischten in der Vorsaison lange im Titelrennen mit. Vier englische Wochen am Stück brachen dem Verein letztlich das Genick. Die große Frage wird sein, wer in die Fußstapfen von Ex-Coach und Goalgetter Andre Büttner treten kann. Als Nachfolger auf der Trainerposition wurde Patrick Spall vom VfR Großostheim verpflichtet. Bemerkenswert: die Spielvereinigung hat beim Saisonziel als einziger Klub den Aufstieg als Ziel genannt.

Im vorderen Mittelfeld sehen sich dagegen die Teams aus Kleinostheim, Nilkheim und Hessenthal/Mespelbrunn. Der SV Vorwärts steckte in der vergangenen Spielzeit lange im Abstiegskampf fest und möchte mit dem neuen Trainerduo Michael Weisenberger und Steffen Krebs diesmal weiter oben mitmischen. Für beide gilt allerdings, erstmal die 13 Neuzugänge einzubauen. Auch der VfR Nilkheim zitterte überraschenderweise lange um den Klassenerhalt und brachte diesen erst in der Relegation unter Dach und Fach. Mit dem neuen Trainer Giuseppe Pazienza soll dies kein zweites Mal passieren. Der Abgang von Maximilian Hofmann wurde mit Michael Czapla namhaft kompensiert. Hessenthal/Mespelbrunn konnte die Kreisliga nicht halten und geht ebenfalls mit einem neuen Übungsleiter in die Saison. Wolfgang Christoffel ersetzt Steffen Schrod. Obwohl sich das Personalkarussell im Vorspessart ordentlich gedreht hat, wird mit dem FSV zu rechnen sein.

Etwas kleinere Brötchen gilt es dagegen in Mainaschaff zu backen. Der TSV hat etliche Stammspieler abgeben müssen und setzt sich daher den Klassenerhalt als Ziel. Vor allem am Abgang von Goalgetter Stefan Schlappa zu Ligakonkurrent Strietwald dürfte er zu knabbern haben. Schlappa übernimmt bei der SG das Amt des Co-Trainers und soll mit seinen Toren dafür sorgen, dass sein neuer Arbeitgeber nicht so lange in der Abstiegszone festsitzt wie in der abgelaufenen Saison.

Dissler fehlt

Beim TSV Soden wird man gespannt darauf achten, wie der Abgang von Philipp Dissler kompensiert werden kann. Wenn das Team enger zusammen rückt, ist aber auch ohne ihn ein Mittelfeldplatz drin. Dieser sollte auch für Leider II möglich sein. Der TuS verfügt über einen breiten Kader mit vielen jungen Talenten. Ob der Truppe von Coach David Rauchalles eine Überraschung gelingen kann, bleibt abzuwarten. Das Potenzial ist definitiv vorhanden.

Die große Unbekannte bleiben die drei Neulinge Hausen, Kleinwallstadt und Eichelsbach/Sommerau. Die Sportfreunde aus Hausen starten mit der breiten Brust eines A-Klasse-Meisters und haben sich als Ziel gesetzt, die Klasse zumindest zu halten. Der FC Kleinwallstadt buchte den Aufstieg zwar erst in der Relegation, möchte nach eigenen Aussagen aber auf einem Mittelfeldplatz landen. Eichelbach/Sommerau hielt in der Vorsaison in der Kreisklasse 3 gerade so die Klasse. Die SG geht zwar mit dem kleinsten Kader aller Vereine in die Spielzeit, am Ende erneut über dem ominösen Strich zu landen, sollte trotzdem im Rahmen des Möglichen sein.

Ingo Weber
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