Donnerstag, 15.11.2018

Dettingen wird hoch gehandelt

Kreisklasse Aschaffenburg 1:Gelingt der Germania der sofortige Wiederaufstieg?

Mittwoch, 25.07.2018 - 12:16 Uhr

Al­les deu­tet auf ei­ne span­nen­de Kreis­klas­sen­sai­son hin. Denn vie­le Teams wur­den beim Meis­ter­tipp er­wähnt. An­ders als in der vo­ri­gen Spiel­zeit (4) ver­tei­len sich heu­er die Tipps auf sechs Mann­schaf­ten. Da­bei kri­s­tal­li­siert sich ein Top­fa­vo­rit her­aus: Ger­ma­nia Det­tin­gen.

Im Spieljahr 2017/18 waren Bavaria Wiesen und Heigenbrücken/Heinrichsthal mit jeweils acht Stimmen die absoluten Favoriten auf den Meistertitel. Bavaria Wiesen konnte die Rolle als Favorit bestätigen und holte mit 64 Punkten souverän die Meisterschaft. Die SG Schimborn setzte sich in der Relegation durch und stieg somit als zweites Team auf. Schöllkrippen hatte gegen Ende Probleme mit dem kleinen Kader und scheiterte daher mit nur einem Punkt Abstand an der Chance, sich in der Relegation durchzusetzen. Die SG Heigenbrücken/Heinrichsthal konnte die hohen Erwartungen nicht erfüllen und landete auf dem enttäuschenden siebten Platz.

Selbstbewusste Dettinger

Heuer zeigt sich Germania Dettingen sehr selbstbewusst und gibt als einzige Mannschaft das Saisonziel Aufstieg an. Nachdem Dettingen letztes Jahr gemeinsam mit Waldaschaff aus der Kreisliga Aschaffenburg abgestiegen ist, startet der Verein mit einem starken Kader in die neue Saison, da bis auf zwei Ausnahmen das Personal erhalten blieb. Zudem konnte sich die Germania mit zehn Neuzugängen verstärken.

Der SV Waldaschaff geht es hingegen ein wenig defensiver an: Ziel ist das obere Tabellendrittel. Vor zwei Jahren in die Kreisliga aufgestiegen, musste man den Direktabstieg verkraften. Besonders schmerzt der Abgang des Aufstiegshelden Lukas Bretorius zum TSV Rothenbuch.

Der SV Schneppenbach-Hofstädten, der voriges Jahr einen soliden fünften Platz belegte, konnte sich mit Co-Trainer Till Kuschminder verstärken. Kuschminder wird für neue Offensivpower sorgen. Man darf allerdings gespannt sein, wie gut der SV die Abgänge von Kapitän Ismail Vardarli und Innenverteidiger Johannes Elsenbach, der dort lange Spielertrainer war und erst einmal pausiert, verkraftet.

Der SV Hörstein konnte vorige Saison sehr spät den umjubelten Klassenerhalt schaffen. Das angegebene Saisonziel »Mittelfeldplatz« klingt etwas hochgegriffen und dürfte sehr schwer zu realisieren sein. Für Hörstein kann es eigentlich nur darum gehen, die Klasse zu halten.

Für den SC Geiselbach war in der vergangenen Spielzeit Zittern angesagt. Zum Saisonende hin waren die Leistungen ausgeblieben und der Klassenerhalt konnte erst in der Relegation gesichert werden. Die Geiselbacher wollen einen gesicherten Mittelfeldplatz erreichen und damit eine deutlich ruhigere Saison spielen, als es zuletzt der Fall war.

Nach elf Jahren als Krombacher Trainer ist Daniel Diaconu als Co-Trainer zu Alemannia Haibach gewechselt. Seine Nachfolge hat der 28-jährige Arwed Kellner von Bayernliga-Absteiger SV Erlenbach angetreten. Bereits in der Saison-Vorbereitung hat er einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Mit dem Rückkehrer Andreas Maier aus Mensengesäß könnte auch nach oben einiges gehen.

Auch bei Mensengesäß hat es einen Trainerwechsel gegeben, da Matthias Röll nach fünf Jahren als Trainer aufgehört hat. Ihn ersetzt Markus Wosiek von Bezirksligist DJK Hain. Das Saisonziel »Klassenerhalt« wirkt realistisch.

FSV ist bescheiden

Der FSV Michelbach gibt sich sehr bescheiden. Doch da der FSV keinen einzigen Abgang zu vermerken hat und außerdem viele talentierte Spieler aus der A-Jugend, die letztes Jahr Meister geworden ist, zur ersten Mannschaft stoßen, dürfte auch nach oben einiges möglich sein. Immerhin wurde der FSV einmal als Meistertipp angegeben.

Nach dem Abstieg vor einigen Jahren ist die zweite Mannschaft des TSV Keilberg nun zurück in der Kreisklasse 1. Der Ausgang dieser Saison dürfte davon abhängig sein, wie viele Spieler bei Verletzungen in die 1. Mannschaft aufrücken müssen.

Der FC Hochspessart (ehemals SG Heigenbrücken-Heinrichsthal) ist bislang noch seinen Erwartungen hinterhergelaufen. Trainer Hamko Preljevic hat bereits bei Viktoria Aschaffenburg und Viktoria Kahl das Kommando gehabt. Beim FC Hochspessart ist alles möglich. Wenn das Team sein Potenzial ausschöpft, ist sogar ein Spitzenplatz möglich.

Der FC Hösbach hatte vorige Saison einen sehr starken Auftakt erwischt. Danach hatte sich Spielertrainer Giulio Fiordellisi schwer am Knie verletzt und war lange Zeit ausgefallen. Wenn Fiordellisi fit bleibt, ist für Hösbach alles möglich. Der SV Schöllkrippen hat, auch wegen des überragenden Torwarts Pistner, eine tolle Saison gespielt. Nun ist Pistner zum FC Laufach gewechselt. Allerdings ist es dem Verein gelungen, mit Andreas Hein einen adäquaten Ersatz zu verpflichten. Vergangene Saison war der kleine Kader das große Problem des Teams. Mit den Neuzugängen scheint es gelungen zu sein, dieses Problem zu lösen.

Weggang wiegt schwer

Beim FC Eichenberg hat Harald Emmerich den »Retter« Dominik Müller als Trainer abgelöst. Der angestrebte Mittelfeldplatz wirkt sehr realistisch. Denn der Weggang von Angreifer Franco Maiolo nach Mensengesäß wiegt schwer.

Gespannt sein darf man auf Germania Großwelzheim, die in der vorigen Spielzeit die A-Klasse 1 dominierte. Beim Aufsteiger dürften die Abgänge von Oliver Reinhart und Christopher Dusch schwer zu kompensieren sein. So gibt die Germania als Ziel lediglich den Klassenerhalt an.

Lukas Bohn
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