Freitag, 21.09.2018

»Ich konnte es erst nach dem Abpfiff glauben«

Meister-Porträt Sonntag, 27.05.2018 - 13:09 Uhr

Daniel Schmitt hat den VfB Eichenbühl als Spielertrainer überraschend zur Meisterschaft geführt. Im Interview spricht er über die Saison-Höhepunkte und sein Erfolgsrezept.

Nach ei­nem span­nen­den Kampf um die Meis­ter­schaft in der Fuß­ball A-Klas­se Aschaf­fen­burg 5 hat am En­de der VfB Ei­chen­bühl überraschend das Ren­nen ge­macht. Und das, ob­wohl sie vor der Sai­son nie­mand so rich­tig auf dem Zet­tel hat­te. Unsere Mitarbeiterin Eva Kübert hat mit Spielertrainer Daniel Schmitt über die Meisterschaft, Highlights und sein Erfolgsrezept gesprochen.

Das Spiel zur Meisterschaft wurde am vorletzten Spieltag 5:0 gegen Breitendiel gewonnen. Wie haben Sie das Spiel erlebt, insbesondere als klar war, dass die Meisterschaft nun errungen ist?
Schmitt: Ich habe vorher zu meinen Jungs gesagt: »Heute müssen wir nicht über schönen Fußball kommen, heute zählt einfach nur ein Sieg.« Die Fans haben uns lautstark unterstützt und die super Stimmung hat richtig gutgetan. Aber egal wie hoch der zwischenzeitliche Spielstand auch war, so richtig geglaubt habe ich es erst mit dem Abpfiff.

Die Mannschaft schließt die Saison mit einem Torverhältnis von 87:21 Toren und 52 Punkten ab. Was war ausschlaggebend dafür, dass es so gut lief?
Schmitt: In meinem ersten Trainerjahr legten wir unser Augenmerk auf die Defensivarbeit. Diese Saison trainierten wir viel den Torabschluss und wie wir uns diesen über die Flügel erarbeiten. Wir waren besser eingestimmt, haben zueinander gefunden und haben die Pässe verstanden. Und mit Spielern wie Kevin Gillich – ein herausragender Spieler, der aus allen Lagen treffen kann – oder Manuel Henn, der im Laufe der Saison immer mehr auftrumpfte, wurde es von Spiel zu Spiel besser. Auch ich selbst kam nach einer Achillessehnenentzündung immer besser rein.

Wer oder was hat Sie in der Liga am meisten überrascht?
Schmitt: Im negativem Sinne Kleinheubach. Sie haben gegen uns zwar gewonnen, aber das war in der Rückrunde auch mit Abstand unser schlechtestes Spiel. Trotzdem hätte ich mehr erwartet. Positiv hat mich Miltenberg überrascht, die verdienter Zweiter wurden und mit etwas mehr Glück auch Erster hätten werden können. Laudenbach hat eine tolle Runde gehabt und Weilbach hat mit den zwei hochkarätigen Spielern (Niyazi Gülen und Jonathan Dörig) auch gut mitgespielt.

Was war Ihr persönliches Highlight der Saison?
Schmitt: Das schönste Spiel war in der Rückrunde zu Hause gegen Kirchzell. Wir wussten, dass wir mit dem Spiel den Grundstein für die Meisterschaft legen können. Und durch die vielen Zuschauer war es eine ganz besondere Atmosphäre, so dass das Spiel richtig Spaß gemacht hat.

Welche Erwartungen und Ziele haben Sie für die kommende Saison in der Kreisklasse?
Schmitt: Unser Ziel ist ganz klar zunächst einmal der Klassenerhalt. Ich kenne die Liga aus meiner Zeit in Großheubach, und unsere Vorfreude ist riesig. Ich hoffe, dass wir uns in der Liga etablieren können.

Eva Kübert

Zur Person: Daniel Schmitt

Alter: 32 Jahre
Wohnort: Miltenberg
Beruf: Teamleiter einer Produktionslinie
Familienstand: ledig
Hobbys: Sohn, 2 Hunde, Trainerjob
Lieblingsverein: Eintracht Frankfurt

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