Montag, 18.03.2019

Die Spitzenreiter der Region: Eine eingeschworene Torfabrik - in Kleinheubach stimmt das »Komplettpaket«

Spitzenreiter-Serie: A-Klasse AB 5
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Auf dem Weg zur Meisterschaft möchte sich Kleinheubachs Torjäger Kenneth Pratt (links) auch nicht vom FSV Wörth (im Bild Marcel Schaab) aufhalten lassen. Foto: Petra Reith
Foto: Petra Reith

Un­glück­li­chen Un­ent­schie­den zum Sai­son­auf­takt folg­te ei­ne Sie­ges­se­rie, die ih­res­g­lei­chen sucht: Die Re­de ist von der SG Ein­tracht Klein­heu­bach, Spit­zen­rei­ter der A-Klas­se Aschaf­fen­burg 5 und »Angst­geg­ner« nicht nur inn­er­halb der Li­ga.

Zur Winterpause stehen nach elf Siegen, drei Remis und nur einer Niederlage 36 Punkte zu Buche. Nicht zu vergessen der Einzug ins Finale des Toto-Pokals, in dem man höherklassige Mannschaften souverän schlug. Viele Gegner bissen sich die Zähne aus, zeigten gegen Kleinheubach zwar starke Leistungen, standen am Ende aber doch mit leeren Händen da.

Noch in der letzten Saison blieb man mit Tabellenplatz sechs deutlich hinter den Erwartungen zurück. Die Konsequenz war ein Umbruch im Sommer inklusive Trainerwechsel, der - zusammen mit vielen neuen, teilweise aber auch altbekannten Gesichtern - eine neue und vor allem meisterliche Kleinheubacher Mannschaft formen sollte. Die Wende kam prompt: Das Erfolgsrezept? Interner Zusammenhalt auf und neben dem Platz.

»Bei uns hat jeder seine Rolle, die er annimmt und umsetzt. Die Trainingsbeteiligung war und ist top«, freut sich Spielertrainer Deniz Tiryaki. Der Kader ist breit aufgestellt, so dass Ausfälle auch ohne Leistungsminderung kompensiert werden können. Kleinheubach steht stabil in der Verteidigung, strotzt vor Ideen im Mittelfeld und mit 74 Toren stellt das Team auch die mit Abstand beste Offensive der Liga. Bei den weiteren Titelanwärtern wie Rück-Schippach oder Kirchzell lieferte man sich zwar über weite Strecken packende Duelle - am Ende aber war nicht nur das Glück auf Kleinheubachs Seite, sondern die Tiryaki-Elf packte immer noch einen drauf und ging deshalb auch verdient als Sieger vom Platz.

Mitte der Hinrunde sah es nach einem klaren Durchmarsch aus. Doch die »Kleinheubacher Übermacht« wackelte zuletzt. Der Ex-Verein des Spielertrainers, Breitendiel, schaffte es, Kleinheubach einen Punkt abzutrotzen. Tiryaki freut sich aber, dass seinem vorigen Verein mehr gelingt, als sie es selbst vor der Saison angenommen haben. Auch gegen Laudenbach gab es »nur« ein Unentschieden. Schlug man Wörth zu Saisonbeginn klar mit 7:0, musste man ausgerechnet zum Rückrundenauftakt die Punkte beim Gegner lassen. Es war die erste und bislang einzige Niederlage. Und diese war dann auch noch gleich doppelt bitter, denn Wörth schloss durch den Sieg nach einer starken Aufholjagd zu dem Spitzenreiter auf. Ob das ein Fingerzeit für die restliche Saison ist? Tiryaki: »Die Niederlage war verdient und wir akzeptieren sie natürlich. Sie hat aber an der Motivation und vor allem der sehr guten Stimmung innerhalb der Mannschaft nichts geändert. Wir haben eine tolle Runde gespielt - jeder einzelne Spieler. Da kann ich auch keinen besonders hervorheben, alle legen ein mannschaftsdienliches Denken an den Tag.«

Personell hat man sich deshalb in der Winterpause auch nicht zusätzlich verstärkt. Vereinsfunktionär Uwe Waidelich betonte schon während der Hinrunde, dass man besonders stolz ist, viele Spieler auf dem Platz zu haben, die schon in der Jugend ihre Fußballschuhe für die Eintracht geschnürt haben. In Kleinheubach setzt man für die restliche Saison weiter auf die eigenen Stärken und möchte an den bisherigen Leistungen anknüpfen. Das Komplettpaket aus Trainer, Mannschaft und Vorstandschaft passt.

»Der Verein steht hinter mir und der Mannschaft. Egal ob Spielausschuss, Betreuer oder auch Trikotwäscher - jeder leistet eine tolle Arbeit«, fühlt sich der Spielertrainer sichtlich wohl. Damit ist also alles angerichtet für eine packende Rückrunde mit dem Ziel Meisterschaft und dem damit verbundenen Aufstieg in die Kreisklasse.

bDie nächste Folge unserer Spitzenreiter-Serie erscheint am Donnerstag, 21. Februar: A-Klasse Aschaffenburg 3

Hintergrund

1. (1.) SG Kleinheubach 15 11 3 1 74 : 15 36 2. (2.) FSV Wörth 15 11 3 1 58 : 21 36 3. (3.) Elsava Rück-Schipp. 15 9 4 2 39 : 17 31 4. (4.) Kick. Laudenbach 15 9 4 2 41 : 23 31 5. (5.) FC Kirchzell 15 10 0 5 64 : 30 30 6. (6.) SV Weilbach 15 5 5 5 33 : 31 20 7. (7.) DJK Breitendiel 15 5 5 5 26 : 28 20 8. (8.) Olympia Eisenbach 15 6 0 9 36 : 43 18 9. (9.) Spfr. Schneeberg 15 4 3 8 21 : 37 15 10. (10.) TSV Eschau 14 3 5 6 25 : 34 14 11. (12.) FC Heppdiel 15 4 1 10 26 : 46 13 12. (11.) TSV Amorbach II 15 3 4 8 22 : 45 13 13. (13.) FC Bürgstadt II 15 2 3 10 13 : 46 9 14. (14.) TSV Weckbach 14 1 2 11 9 : 71 5

DIE TORJÄGER

20 Tore: Kenneth Pratt (SG Kleinheubach). - 14 Tore: Maximilian Herkert (FC Kickers Kirchzell), Jorge Lino (SG Kleinheubach). - 11 Tore: Timo Berberich (FC Heppdiel), Christopher Link (FC Kickers Kirchzell), Markus Münch (FV Kickers Laudenbach). - 10 Tore: Alexander Alberg (SG Kleinheubach), Marius Balles (FSV Wörth), Ali Develioglu (FV Kickers Laudenbach), Sebastian Wiesner (SV Elsava Rück-Schippach). - 9 Tore: Michel Beck (TSV Eschau), Jonathan Dörig (SV Weilbach), Niyazi Gülen (SV Weilbach), Niklas Jakob (TSV Olympia Eisenbach), Johann Lanzendörfer (FSV Wörth).

Zur Person: Deniz Tiryaki

Alter: 28 Jahre

Wohnort: Weilbach

Beruf: Schadenmanager

Familienstand: ledig, liiert, keine Kinder

Vereine als Spieler: SV Weilbach, SV Erlenbach, TSV Collenberg

Vereine als Spielertrainer: DJK Breitendiel, SG Eintracht Kleinheubach

Sportlich größter Erfolg: Aufstieg in die Landesliga mit dem SV Erlenbach sowie Landesliga-Meister und damit Aufstieg in die Bayernliga mit dem SV Erlenbach

Hobbys: Fußball

Lieblingsverein: FC Barcelona

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