Samstag, 17.11.2018

»Wir wollen raus aus dieser Klasse«

Freitag, 07.09.2018 - 18:37 Uhr

Kleinheubachs Spielertrainer Deniz Tiryaki hat ein großes Ziel. Dabei baut er in erster Linie auf die bärenstarke Offensivabteilung

Die Mis­si­on lau­tet: Auf­s­tieg! Da­ran lässt De­niz Tirya­ki auch kei­nen Zwei­fel. Und nach drei Spiel­ta­gen hat der Coach von Ein­tracht Klein­heu­bach auch Grund zur Zu­frie­den­heit. Mit sie­ben Punk­ten ist sein Team Ta­bel­len­füh­rer in der Fuß­ball-A-Klas­se Aschaf­fen­burg 5.

Im Gespräch mit unserem Medienhaus erzählt der ehemalige Bayernliga-Spieler, warum er jetzt in der A-Klasse Spielertrainer ist und von seiner Qual der Wahl im Offensivbereich.

Sie sind mit großen Ansprüchen in die Saison gegangen. Nach drei Spieltagen ist Kleinheubach Tabellenführer. Zufrieden mit dem Start?

Wenn Sie mich vor drei Wochen gefragt hätten, hätte ich nein gesagt. Da hatten wir im ersten Spiel gegen Weilbach nur 3:3 gespielt. Aber jetzt kann man sagen, dass der Start gelungen ist. Wir haben in drei Spielen 18 Tore geschossen, sind Tabellenführer und im Pokal in der vierten Runde. Haben in Pokal und Vorbereitung Kreisklassisten geschlagen. Sieben Punkte ist ok, hätten wir neun, wäre ich komplett zufrieden.

Sie sprechen es an. 18 Tore in drei Spielen sind eine Hausnummer. Ist die Offensive das Prunkstück des Teams?

Klar, unsere Offensivabteilung ist super besetzt. Da herrscht ein brutaler Konkurrenzkampf. Ich habe so viele gute Spieler für Vorne. Da fällt die Entscheidung oft schwer. Ich muss regelmäßig gute Spieler draußen lassen.

Haben Sie vor der Runde gezielt Verstärkungen für die Offensive gesucht?

Nein, unser Hauptaugenmerk lag darauf, Kleinheubach wieder besser aufzustellen, wieder ein echtes Team zu bilden. Das hat meiner Meinung nach in der Vergangenheit etwas gefehlt. Gute Qualität war schon immer im Kader. Ich denke, dass hat auch gut funktioniert. Wir sind jetzt immer 15 bis 19 Mann im Training und ein echtes Team geworden.

Sie haben früher Bayernliga gespielt, warum der freiwillige Gang in die unteren Ligen?

Ich will ganz ehrlich sein. Das lag an den Verletzungen. Ich hatte eine langwierige Schambeinentzündung, dann einen Kollaps des Lungenflügels, als ich mir nach einem Zusammenprall Rippen gebrochen hatte. Ich lag auf der Intensivstation. Dann war klar: höherklassig ist Feierabend. Ich konnte die Leistung auf diesem Niveau einfach nicht mehr abrufen. Und dann kommen natürlich irgendwann die Anrufe.

Und Sie haben zugesagt?

Ich wollte sowieso schon immer Spielertrainer werden. Das habe ich auch meinen Kollegen immer so gesagt. Jetzt ist es früher als geplant so gekommen, schon mit 24.

Und warum jetzt ausgerechnet Kleinheubach?

Man kennt sich. Der Verein hatte mich ja schon früher immer wieder angesprochen. Jetzt habe ich für diese Runde zugesagt. Dort steckt viel Qualität im Kader, das war sicher ein Grund. Außerdem sind dort viele Freunde von mir.

Wie lautet das Ziel? Vor der Runde wurde viel vom Aufstieg gesprochen.

Ganz klar, wir wollen raus aus dieser Klasse. Das soll jetzt auf keinen Fall überheblich klingen, aber: Kleinheubach hat in der A-Klasse nichts verloren. Egal ob Meister oder über die Relegation, wir wollen aufsteigen.

Wer sind Ihre Hauptkonkurrenten?

Auf jeden Fall Kickers Kirchzell. Dann noch Wörth, hört sich komisch an, weil wir sie 7:0 geschlagen haben. Dazu sehe ich Rück-Schippach und Laudenbach unter den ersten Fünf.

Oliver Banach
Lade Inhalte...

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie angemeldet und Ihre E-Mail Adresse bestätigt sein!


Benutzername
Passwort
Anmeldung über Cookie merken
laden
Facebook
Twitter
RSS-Feeds
WhatsApp
Live-Blog
Hilfe